
Engel dekorieren eine Münchner Kirche. Braucht Moral die Religion? Foto: ddp
Wissenschaftler bezweifeln, dass Religion das Gerüst für die Moral bildet. Einige halten den Glauben eher für ein schädliches Nebenprodukt der Evolution.
Von Ch. Weber – sueddeutsche.de
Zu den unsterblichen Gerüchten der menschlichen Geistesgeschichte gehört, dass man Kirche und Religion zumindest für die Moral brauche. Kein Kapitel aus der Gewaltgeschichte des Christentums – von den Kreuzzügen bis zu den aktuellen Missbrauchs-Fällen – konnte daran etwas ändern.
Selbst knochentrockene Atheisten und Soziobiologen erklären den Fortbestand des Glaubens mit der Tatsache, dass erst die gemeinsam geteilte Religion eine Kooperation unter den Menschen erzwungen habe, aus der Angst nämlich vor dem allmächtigen und allwissenden Bestrafer dort oben im Himmel, der regelwidriges Verhalten ahndet – und sei es auch erst in einem Leben nach dem Tode. Demnach sei Religion nur deshalb so erfolgreich geworden, weil die von ihr bewirkte Kooperationsbereitschaft sich zu einem adaptiven Selektionsmerkmal entwickelt habe, welches das Überleben von Mensch und Gemeinschaft befördert habe. Kurz: ohne Religion keine Moral.
Diese Haltung wird schon länger von verschiedenen Seiten ergänzt und kritisiert. Vor allem der französischstämmige Anthropologe Pascal Boyer vertritt die Ansicht, dass Religion nur ein Nebenprodukt der Evolution sei: Menschen seien eben seit Urzeiten darauf geeicht, hinter jedem Rascheln einen Angreifer zu vermuten. Das habe die Überlebenswahrscheinlichkeit in der Savanne erhöht. Wegen solcher kognitiven Grundeinstellungen neige Homo Sapiens dazu, hinter allen nicht sofort erklärlichen Vorfällen übernatürliche Agenten und Götter zu vermuten statt die simple Kontingenz der Natur.






































































Februar 12, 2010 um 8:32 am
@EinFragender
Natuerlich ist Moral eine Frage der Zeit und ihrer Umstaende: Es war z.B. fuer einen roemischen Buerger moralisch vollkommen in Ordnung, wenn seinen minderjaehrigen Sklaven penetriete, brach er aber die Ehe mit einer Roemerin, so war dies unmoralisch, vergriff er sich doch an der Verfuegungsmasse eines Mitbuergers.
Das Alte Testament erlaubt den Verkauf von Toechtern in die Sklaverei: Sie werden kaum einen, noch so orthodoxen, Juden finden, der dies heute rechtfertigen wuerde.
Selbst im Christentum finden sich solche “Umdeutungen”: Die Aufforderung von Jesus sein gesamtes Vermoegen zu verkaufen und es den Armen zu geben wird von Christen als praktisch fuer eine Mehrheit undurchfuehrbar ignoriert (man lese sich mal die launigen Ausfuehrungen von Kaiser Iulian Apostata hierzu durch.
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In Realita haben Religionen ihre Moralvorstellungen immer wieder an die gesellschaftliche Realitaet angepasst. So war die Kath. Kirche bis weit in das 20. Jahrhundert hinein ein Gegner eines religoes neutralen Staates und bezeichnete Ideen wie die Gewissensfreiheit als “monstroes” – in den Dokumanten des 2. Vatikanischen Konziels liesst sich das wieder ganz anders.
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Fazit:
Moarl ist nicht absolut, sondern haengt von den jeweiligen Umstaenden ab in denen wir leben.
Februar 11, 2010 um 9:13 am
1. welche Religion meinst du denn? Es gab und gibt soooo unzählige, und jede hat ihre eigenen Moralen…
2. meine Frage: wieviele behinderte Pflegekinder hast du denn? die Kinderheime sind voll davon.
Kinder aber brauchen Eltern, also Bindungspartner. Behinderte brauchen das noch mehr als Nichtbehinderte. Der Fakt ist bekannt.
Laß es mich so sagen: ich befürworte Abtreibung auf jeden Fall, aber ICH habe ein behindertes Pflegekind.
Wieviel tust du außer QUATSCHEN?
Schwätzer…
Februar 10, 2010 um 5:28 pm
@ Ein Fragender:
Also… Um deinen letzten Bericht zu kommentieren, bzw. zu korrigieren, müsste ich schon einen ZIEMLICH langen Aufsatz schreiben.
Da ich weder Zeit noch Lust dazu habe, habe ich mir hier den augenfälligsten Unsinn rausgepickt:
“Moral ohne Religion ist Beliebigkeit und Bequemlichkeit, Moral ohne Religion, Moral als politisches Instrument schafft Horrorstaaten wie das NSDAP-Regime unter Hilter, wie die UDSSR, wie die DDR, wie Kuba, wie Nord Korea, wie Kambodscha unter Pol Pot.”
Zunächst:
“Moral ohne Religion ist Beliebigkeit und Bequemlichkeit, Moral ohne Religion, Moral als politisches Instrument…”
Es gibt Ansätze, die “Moral” durch “Ethik” ersetzen wollen. (Mal davon abgesehen, dass beides Synonyme aus dem Lateinischen und Griechischen sind, was in dieser Diskussion immer für Verwirrung sorgt.)
Im Gegensatz zur “religiösen Moral” wird in einer “laizistischen Ethik” ein Richtschnur entworfen von dem was “Schön und Gut” ist.
D. h., es handelt sich nicht um irgendwelche Ominösen, für alle Zeit feststehenden, nicht hinterfragbaren Anweisungen eines noch SEHR viel ominöseren unsichtbaren Freundes, sondern um argumentativ hergeleitete Überzeugungen. Überzeugung bitte unterstreichen. Mit Überzeugung ist nicht eine durch Indoktrination eingestellte Einstellung (man verzeihe mir das Worstpiel) gemeint. Eine Überzeugung wird durch das Benutzen des eigenen Verstandes in Abhängigkeit von seinen kognitiven und reflexiven Fähigkeiten erreicht.
Diese werden intersubjektiv diskutiert, und daraus entwickelt sich evtl. eine Richtschnur.
Wirklich beliebig ist dies nicht, und ich glaube es ist sehr viel unbequemer, als sich einfach auf ein Märchenbuch zu verlassen, dass behauptet alles sei so wie es schon immer gewesen ist, und endgültige Lösungen für diesen Zustand bietet. (Was erwiesenermaßen nicht stimmt. Den Beweis hierfür auszuführen ist mir wirklich zu trivial.)
Weiterhin ist Moral aus Sicht eines religiösen Gläubigen IMMER, und ich sage es hier nochmal: IMMER, politisch. Ganz einfach weil man glaubt eine für alle Verbindliche Norm bzw. Werte zu haben.
“…Moral als politisches Instrument schafft Horrorstaaten wie das NSDAP-Regime unter Hilter, wie die UDSSR, wie die DDR, wie Kuba, wie Nord Korea, wie Kambodscha unter Pol Pot.”
Es ist für mich als Historiker ist es immer spannend wenn willkürlich alle Regime, die ein Mensch mit Viertelwissen runterspulen kann, in einen Topf geworfen werden.
Oh, ich bin gerade über einen lustigen Rechtschreibfehler gestolpert: “…Hilter,…”. Ich unterstelle mal, dass dies ein Rechtschreibfehler ist, und keine Bezugnahme auf folgenden Monty Python-Sketch: http://www.youtube.com/watch?v=vlmGknvr_Pg
Zunächst das Nazi-Regime ist alles andere als atheistisch.
Dass Pol Pot´s Steinzeit-Kommunismus mit den anderen Staaten und ihrem politischen Systemen in einen Topf geworfen verursacht bei mir Knoten im Gehirn. Da hat sich jemand offensichtlich nicht informiert. Ich meine selbst Nordkorea ist später in Kambodscha einmarschiert weil die es zu bunt getrieben haben.
Außerdem würde ich dieser Liste der Horrorstaaten gerne noch das Spanien zur Zeit der spanischen Inquisition hinzufügen. Diverse andere Beispiele finden sich zu Hauf, wenn man auch nur den geringsten Versuch macht sich zu informieren.
Februar 10, 2010 um 2:01 pm
@fragender:
“Vermutlich gibt es in allen Münchner alleine Schulen pro Jahr viel mehr Missbrauchsfälle als in den 20 Jahren bei den Jesuiten-Schulen.”
äh, wieso?
weil die lehrer dort ihre sexualität normal auszuleben?
weil hier keine glaubensseilschaft dafür sorgt, dass alles verschwiegen und unter den tisch gekehrt wird?
zu deiner aussage würde ich wirklich gerne mal en statistik sehen. ich kann mich nur daran erinnern, dass der anteil der kinderficker in der katholischen kirche anteilsmäßig höher lieg als in der “normalen” männlichen bevölkerung (zu der zähle ich jetzt mal spontan auch die männlichen lehrer an öffentlichen schulen)
in zahlen: 4% vs. “nur”0,73%
ach ja, bei all den argumenten (abtreibung, nazis, stalin, pol pot) vermisse ich allerdings, dass diese kinderficker-jesuiten keine “echten christen” sind, sondern verkappte atheisten und deswegen alles halb so schlimm sei.
aber zur moral:
wozu moral überhaupt? wahrscheinlich nur, um unser verhalten zu rechtfertigen und ggf andere gruppen/ individuen auszugrenzen/ einzuschließen.
welches verhalten jeweils das etikett moralsich/ unmoralisch aufgedrückt bekommt, hat sich in der menschheitsgeschichte vielfach verändert und wird sich auch weiterhin verändern, mal zum positiven, mal zum negativen. (wobei positiv/negativ auch nur bewertungen sein können, die sich aus unserem derzeitigen weltbild ableiten)
religionen haben zur bedeutung und zum inhalt von moral ebenso positiv wie negativ beigetragen wie viele andere menschliche ideen, philosophien und weltanschauungen auch.
von daher ist die behauptung, dass nur religion einen positiven einfluss ausübt ziemlich frech und unverschämt.
Februar 10, 2010 um 12:13 pm
Moral ohne Religion, was bedeutet das? Das bedeutet tatsächlich eine permanente Anpassung der Moral an neue Erkenntnisse, an neue Anforderungen der Gesellschaft. Wenn bestimmte Ansichten modern werden, dann ist es moralisch vertretbar dies auch so zu leben.
An sich ja OK, wenn man davon ausgeht das es eine Verbesserung gibt. Wenn man davon ausgehen kann das es gerechter wird. Ist es aber der Fall? Oder kann es nicht passieren das die Entwicklung in das Gegenteil umkehrt und die neuen Erkenntnisse in Wirklichkeit nur mehr Bequemlichkeit und Luxus bringen soll.
Wir erleben das Heute schon. Während man von neuen Freiheiten spricht – die ja wirklich toll sind so lange man niemanden damit schadet – haben wir leider auch mit den Schattenseiten zu kämpfen. So gibt es Heute in der BRD jährlich bis zu 200000 Abtreibungen – was fast der Einwohnerzahl der Stadt Augsburg entspricht. Das Recht auf Abtreibung wird auch von vielen als Freiheit bezeichnet – nur ist die Freiheit des einen der Tod des anderen. Und da Abtreibungen auch immer häufiger zwischen werten und nicht werten Leben – also Behindertsein oder nicht Behindertsein – unterscheidet, stellt sich hier eine ganz andere moralische Frage: Sind wir Heute nicht schlimmer als jede Generation vor uns? Ist das was wir als Resultat der Aufklärung sehen nicht genau das Gegenteil von dem was wir gerne sein wollen – besonders aufrichtige Menschen. Ist die Aufklärung in Wirklichkeit ein Potemkinsches Dorf das wir zum beruhigen unseres eigenen Gewissens brauchen? Missbrauchen wir die Aufklärung damit nicht?
Aber es gibt noch ein anderes Problem. Moral ist ein politisches Instrument. Man sieht das auch an dem Artikel. Der Verweis auf die Missbrauchsfälle – hier handelt es sich um 100 Fälle in 20 Jahren – zeigt ein interessantes Bild auf. Vermutlich gibt es in allen Münchner alleine Schulen pro Jahr viel mehr Missbrauchsfälle als in den 20 Jahren bei den Jesuiten-Schulen. Trotzdem meint man das man die wenigen Fälle – natürlich schlimmen Fälle , weil jeder Missbrauch schlimm ist – hier aufzeigen zu müssen, nur was beweist man damit. Das man mit ca. 0,06 % aller Missbrauchsfälle etwas beweist? Eigentlich nur das ist katholischen Einrichtungen weniger Missbrauchsfälle geschehen als außerhalb und man aber sehr wohl geneigt ist aus den wenigen Fällen ein Argument zu basteln was man gegen die Kirche verwendet. Würde es wirklich um die Missbrauchsopfer gehen, man würde sich mehr Gedanken um die 99,94 % machen als um die 0,06 %. Würde es wirklich um die Missbrauschsopfer gehen, man würde keine Unterscheidung zwischen einem Lehrer in Staatsdiensten und einen Lehrer in kirchlichen Diensten machen. Man würde beide gleich behandeln und nicht versuchen alleine die Institution dahinter zu treffen.
Moral wird zum politischen Instrument, aber den allermeisten Opfern – also 99,94 % – wird nicht geholfen. Um die geht es ja auch nicht, es geht ja um Politik.
Das Scheitern dieses Ansatzes wird damit aber noch deutlicher, genauso die Un-moral.
Moral ohne Religion ist Beliebigkeit und Bequemlichkeit, Moral ohne Religion, Moral als politisches Instrument schafft Horrorstaaten wie das NSDAP-Regime unter Hilter, wie die UDSSR, wie die DDR, wie Kuba, wie Nord Korea, wie Kambodscha unter Pol Pot.
Aber auch wir in Europa sind Heute alles andere als ein moralisches Vorbild.
Um mal einige Antwortsvarianten vorweg zu beantworten: Nein ich will nicht über Abtreibung diskutieren, nein ich meine nicht das man jede Frau mit ihren Kind alleine lassen soll, ja ich meine das es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist und es alleinig die Schuld der gesamten Gesellschaft ist das wir so viele Abtreibungen haben – nicht aber die Schuld der Frauen.
PS.: Was Moral ist kann man sehr gut in Wikipedia nachschlagen.
Februar 10, 2010 um 10:14 am
Moral bedarf keineswegs der Religion. Prof. Dr. Beda Stadler belegt dies anhand eines anschaulichen Beispiels.
http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=240#nucleus_cf
Februar 10, 2010 um 9:55 am
Prof. Dr. Beda Stadler hat eine einfache und gut verständliche Antwort auf die Frage gegeben, ob Moral eine “Erfindung” der christlichen Lehre sei. Die Antwort auf diese (dämliche) Frage findet sich unter
http://blog.esowatch.com/index.php?itemid=240#nucleus_cf
Februar 10, 2010 um 9:24 am
@YeRainbow
Wenn wir Moral als Regelwerk zur Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung verstehen, dann ist eine restriktive Sexualmoral fuer eine hierachische Gesellschaft sehr sinnvoll: Sexualitaet ist von ihrer Natur her anarchistisch und ein oeffentliches “wuestes Durcheinanderf**ken” wuerde schnell eine solche gesellschaftliche Ordnung gefaehrden.
Michel Foucault hat hierueber intensiv gearbeitet.
Unsere modernen Gesellschaften, die sich – zumindest in der Theorie – als egalitaer verstehen, koennen sich (und muessen sich auch) eine liberale Sexualmoral erlauben. Es dabei schon bezeichnend, dass der Titel des entsprechenden Kapitels im StGB von “Verbrechen und Vergehen wider die Sittlichkeit” auf “Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung” geanedert wurde und so die geanderte Moral, immer noch als “Geschaeftsgrundlage der Gesellschaft” reflektierend.
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Es ist in diesem Zusammenhang sicher zu bedenken, dass die Haltung der Kath. Kirche sexuelle Verfehlungen ihrer Funktionstraeger zu verdecken sehr sinn voll war: Schliesslich war es in einer hierachischen Gesellschaft nicht so der Akt selber, der diese Gesellschaft potenziell gefaehrdete, sondern das Bekanntwerden dieses Aktes.
Das wirft natuerlich – mal wieder – ein Licht auf die Welt in der Klerus heute noch lebt.
Februar 10, 2010 um 7:58 am
Nun, ich denke, es gibt zweierlei.
Einmal eine genetisch (sicherlich aus der Fähigkeit zur Kooperation und zur Planung) basierte Fähigkeit zu freundlich-kooperativem-zugewandtem-regelhaftem Verhalten.
Und dann gibts Moral (die religiös genutzte, geformte, verwurstete Variante dieser Fähigkeit) – die Methode “ungeschriebener, aber vorgeschriebener” Gesetze, nämlich mittels derer man Menschen an Verhalten hindert, das sie sonst einfach zeigen würden und ihnen anderes Verhalten aufdrückt, das sie sonst nicht zeigen würden.
Beispiel? Doppelte Sexualmoral…
unterwerfung…
Machtmißbrauch…
kriegerisches Heldentum…
etc pp.
Natürlich ändern sich die Ansichten und die Vorschriften nuanciert, je nach ewünschter Richtung, aber nur marginal, nicht wesentlich.
die Religionen nutzen die Fähigkeit zu ethischem und sozialkonformem Verhalten im Sinne des “teuren Kultes”.
Je teurer man für den Kult “bezahlt”, auch mit Abspaltung von Bedürfnissen, um so schwerer kann man sich davon befreien…
Trick 17, sehr alt.
Februar 10, 2010 um 5:49 am
Selbst ohne genetische “Voreinstellung” Menschen gegenueber sich moralisch zu verhalten, liegt ein solches Verhalten in meinem eigenen Interesse:
Wenn wir Moral als das Regelwerk verstehen, das das Funktionieren unserer Gesellschaften erst ermoeglicht, dann muss ich mich an diese Regeln halten, weil unmittelbares Ueberleben vom Funktionieren der Gesellschaft abhaengt. Ein Zusammenbruch dieser Struturen waere fast alle Menschen eine unmittelbare Katastrophe, die wir wahrscheinlich kaum ueberleben wuerden.
Aehnliches gilt im Geschaeftsleben: Habe ich mir durch redliches Handeln im Laufe vieler Jahre die Reputation eines verlaesslichen und ehrlichen Geschaeftspartners erworben, wird man mir in einer Krisensituation eher Aufschub gewaehren, als wenn ich die Reputation nicht haette.
Aehnliches gilt im internationalen Verkehr zwischen Staaten: Wenn man nicht gerade Supermacht ist, ist man auf andere Staaten, deren Unterstuetzung und Wohlwollen, angewiesen. Der langfristige Nutzen der strikten Einhaltung des Internationalen Rechts wiegt in fast Faellen moegliche kurzfristige Vorteile auf.
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Moral ist, bei genauer Betrachtung, nichts anderes als wohlverstandener Egoismus.