Dodo des Monats Januar 2010

Dodo des Monats Januar 2010

Wir sind Dodo!

Joseph Alois Ratzinger hat den Dodo des Monats Januar 2010 gewonnen. Ausgangspunkt ist seine Rede vor Diplomaten, in der er die “Homoehe” als ein Attentat auf die Schöpfung bezeichnete. Gut katholisch lasse ich Martin Luther die Laudatio eröffnen:
Martin Luther:

“Ich bin erschrocken und meinte zu glauben, es donnerte so sehr, so einen großen, scheußlichen Fortz hat der Papstesel fahren lassen. Er hat gewisslich mit großer Macht gedrückt, daß er einen solchen Donnerfortz herausgeblasen hat; ein Wunder ist es, daß ihm das Loch und der Bauch nicht zerrissen sind.”

Das Alpha-Männchen des frauenlosen Geheges, welches uns als Vatikan bekannt ist, äußert sich immer wieder zu Dingen, von denen er keine Ahnung hat. Bei mir ensteht der Eindruck, dass das fortwährende Gebrüll wider der gleichgeschlechtlichen Ehen nur deshalb zustande kommt, weil im eigenen Stall reichlich homosexuelle Mannsbilder vorhanden sind. Der Zölibat ist der Sache der Homosexualität äußerst dienlich, natürlich auch der Pädophilie, aber um die geht es hier nur am Rande. Letztere ist ja eine psychische Störung, sofern sie real mit sexuellen Kontakten zu Kindern ausgelebt wird und damit im Gegensatz zur Homosexualität eine Erkrankung, für die die katholische Kirche schon Millionen gezahlt hat.
Als Präfekt der Glaubenskongregationen trat der Pappa der Katholen ja wiederholt und vehement für den Zölibat ein. Schon zu dieser Zeit war er gegen die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen und für eine Durchsetzung der katholischen Sexuallehre. Selbst dem unaufmerksamen Leser und Konsumenten von Nachrichten fällt auf, sexuell nicht normal entwickelte Männer schreiben anderen Männern vor, wie sie ihr Sexualleben zu gestalten haben. Da Frauen in der katholischen Hierarchie der Totalvertreibung unterliegen, müssen diese die sexuellen Präferenzen der Männer akzeptieren. Das ist ungefähr so, als wenn ein Fahrlehrer ohne Fahrpraxis und Führerschein, Fahrschule vermittelt. Undenkbar. Wer als Pfaffe Skandale mit Frauen verursacht, hat ganz schnell das Ende seiner göttlichen Karriere erreicht. Dieser institutionelle Druck, der einher geht mit dem hormonellen Druck, begünstigt zudem noch Homosexualität.

Frau Ranke-Heinemann brachte es jüngst in einem Spiegelinterview auf den Punkt: Die Homosexuellen in der katholischen Kirche leben in einem paradiesischen Biotop.

Der Pappa verkündet also der Welt und dem Erdkreis, Homosexualität sei eine Sünde, damit in aller Seelenruhe seine bigotten Pfaffen, weiter machen können wie bisher.

Herr Ratzinger hatte einen großen Anteil am Katechismus der katholischen Kirche, in dessen dritten Teil die Glaubensgrundsätze und Lehrregeln der Sexualmoral fixiert sind. Diesem Herren ist auch der Austritt der katholischen Kirche aus der Schwangerschaftskonfliktberatung zu verdanken. Zum Thema Aids und Dritte Welt möchte ich mich gar nicht weiter verlautbaren. Ach ja, Gentechnologie lehnt er ab, und Genmanipulation sowieso. Sicherlich hat er Angst davor, dass Craig Venter einen seiner Vorgänger klont, wäre ja mal was, Papst Johannes Paul der II, Vers. 3.15. Ich gehe mal davon aus, dass nicht alle Klone sofort passfähig sind. In Polen würde man jubeln, aber unter dem Tisch ein Kreuz schlagen.

Die Politiker, Regierungen, alle Menschen sind exzellent beraten, wenn sie diese sexuellen Dilettanten, die im vatikanischen Gehege das Sagen haben, nicht in ihre sexuellen Belange hineinreden lassen. Wie in vielen Fragen des täglichen Lebens kommt mir der Pappa wie ein Autofahrer vor, der rechts blinkt und links abbiegt.

Mit ihrer strikten Hierarchie ist die katholische Kirche natürlich bestens für die Entwicklung des Peter-Prinzips geeignet:

Nach einer gewissen Zeit wird jede Position von einem Mitarbeiter besetzt, der unfähig ist, seine Aufgabe zu erfüllen.

Der Vatikan, mit all seinen “Staatsbürgern” könnte doch einer guten Sache zugeführt werden, einem Panoptikum für lebende Anachronismen.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo, Herr Ratzinger!

12 Antworten zu „Dodo des Monats Januar 2010“

  1. Blog dich gesund. « Hotspot Harburg – Nachrichten vom Nabel der Welt Sagt:

    [...] wird der “Dodo des Monats” gewählt. Im Januar hat zum Beispiel ein bekannter Deutscher [...]

  2. Freddy Sagt:

    Wahonnie ..
    nicht gleich platzen, deine Anwesenheit wird noch benoetigt. Und die Welt ist doch so schoen und lustig. Da waere es doch schade etwas zu verpassen.

    Heilige kann man nicht definieren, es gibt ja keine. Ich habe gehoert bei Freeman kann man sich bilden. Versuche es da mal falls du die Seite A I S U R kennst. Das ist natuerlich nur eine Abkuerzung. Wer die Seite kennt, weiss was gemeint ist. Werbung mache ich nicht.

    Ansonsten immer schoen entspannen, nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird. Ich bin hier weg, ich wuensche Euch viel Gutes, das Jahr 2010 verheisst ja leider nichts Gutes.

  3. wahoonie Sagt:

    keine bange, der knilch ist sicherlich nicht irgendwie abartig, es gibt dieses göttlein eh nicht, so wie jedes hirngespinnst ;)
    und falls doch, dann schwängert euer christengott doch lieber jungfrauen oder lässt andere leute abschlachten.

    wer definiert denn, was falsche heilige sind? wie sehen die richtigen aus? heterosexuell vermutlich, also nicht abartig? oder?

    ich glaube ich platze gleich!!!!

  4. Freddy Sagt:

    Da fragt man sich doch was die katholische Kirche noch mit “Glauben” zu tun hat. Besonders wenn in ihrer Bibel steht: Glaubt keinen falschen Heiligen. Irgendwie glaube ich kaum das der liebe Gott schwul, phaedophil noch sonstwie abartig ist. Aber die Wuerdetraeger im Namen Gottesvkoennen sich alles erlauben wie. Absetzen ist meine Antwort, einen solchen Praktizierten Glauben brauchen wir nicht.

  5. » Wicked Pedia Löschkandidat des Tages: Sexueller … Nachtwächter-Blah Sagt:

    [...] Bitte in diesem Zusammenhang auch mal schauen, wer da gerade völlig zu Recht den Dodo des Monats eingesackt hat. Auf dem Hintergrund solcher Typen blüht jede nur denkbare Form der sexuellen Gewalt. [...]

  6. Brights verleihen Dodo des Monats an den Papst « Sagt:

    [...] weiterlesen im Originalartikel [...]

  7. Philip Sagt:

    Was hat es eigentlich mit dem “Dodo” auf sich? Irgendwie kann ich nicht so recht die Verbindung herstellen zwischen einem schädlichen und ziemlich blöd aussehendem Relikt lange vergangener Jahrhunderte einerseits (also Ratzinger) und einem harmlosen Vogel, der leider ausgerottet wurde.

    Der moderne Bright ist doch sicher nicht ein zwanziger-Jahre-Technokrat, der Biodiversität für einen Mythos und das Artensterben für eine unvermeidbare Nebenwirkung technischen Fortschritts hält? Können wir den Papst nicht besser beschimpfen, ohne gleich so einen armen Vogel mit hereinzuziehen?

    Die Analogie “Dinosaurier des Jahres” / “Dodo des Monats” finde ich auf jeden Fall ziemlich vorurteilsbestätigend. Das natürliche Artensterben mit dem dann doch ziemlich eindeutig vom Menschen verursachten gleichzusetzen und dann auch noch gutzuheißen … nee, so richtig viel Sinn macht das nicht.

  8. michael Sagt:

    Der Großteil der Gesellschaft akzeptieren Homosexuelle längst als Teil von ihnen und leben mit ihnen ganz ohne Einfluss irgendwelcher “Ehe-bedrohender” Gefahren. Das sie sich nicht auf natürlichem Wege fortpflanzen können, sollte dem Papst eigentlich eine Freude sein. Es sei denn, dass die Adoption eines Kindes für den Papst ebenfalls zu einer Form der Weltzerstörung führen kann.

    Das tut es! Ich hatte es schon mal hier gepostet: Es ist in GB so, dass von Katholen betriebene Adoptions-
    Agenturen Schwule und Lesben von vornherein von einer Adoption ausschliessen dürfen. Ein Gesetzesvorschlag, die “Equality-Bill”, zielt – unter anderem – darauf ab, diese Form der Diskriminierung endgültig abzuschaffen.

    Auftritt Mr. Ratzinger: http://www.guardian.co.uk/world/2010/feb/01/pope-condemns-british-equality-bill

    Pope condemns gay equality laws ahead of first UK visit

    Benedict XVI says legislation safeguarding rights of same-sex couples violates ‘natural law’

  9. Malte Sagt:

    Sagt mal, wir vergeben die Dronte jetzt seit Juli 2007 und das ist jetzt der ERSTE Dodo für den Oberinquisitor? Wurde aber höchste Zeit…

  10. Max Headroom Sagt:

    Ich schließe mich wahoonie an und beglückwünsche unseren Deutschpapst zu seinem geflügeltem Preis.
    Ich habe ja kein Problem damit, wenn er seine kruden Ideen in seinem Club auslebt. Es gibt genug Menschen, die sich ihre Dominapeitsche an bestimmten schwingen (lassen). Doch wenn ein Staatsoberhaupt tatsächlich vor anderen Oberhäupter hinstellt und über Geistergeschichten philosophiert, mitsammt seinen Dominagesetze, dann sollte man diesem Oberhaupt wahrlich auslachen. Und zwar laut und deutlich! :D .

    Man stelle sich mal folgendes vor: Herr Grimson, Staatsoberhaupt von Island, hält eine Rede vor der EU, in der er dicke Menschen als Pest, als Angriff gegen die Gesellschaft bezeichnet. Und als Grund gibt er das Gespräch mit seinen Feen und Elfen vor, mit denen er alle 2 Tage in tiefer Meditation in Kontakt kommt. Er betont, dass ein Body Mass Index oberhalb der “Normalität” kein Politiker werden darf. Denn Übergewichtige “beflecken” das Ansehen der schön-schlanken Idealpolitik, für das sein Geisterglaube Feenglaube steht.

    Jeder normaldenkende Mensch wird sich am Kopf fassen und sich fragen, welche Drogen im Spiel waren. Beim Papst ist es längst klar… Weihrauch in zu großer Dosis.
    Die abstrusen Methoden, mitder er die Gesellschaft nach Gottes Abbild seiner Idealvorstellung formen möchte, werden von immer mehr Menschen hinterfragt und … ja … hintergangen. Nur strenggläubige stehen mit solchen Vorstellungen noch auf Ratzingers Seite. Der Großteil der Gesellschaft akzeptieren Homosexuelle längst als Teil von ihnen und leben mit ihnen ganz ohne Einfluss irgendwelcher “Ehe-bedrohender” Gefahren. Das sie sich nicht auf natürlichem Wege fortpflanzen können, sollte dem Papst eigentlich eine Freude sein. Es sei denn, dass die Adoption eines Kindes für den Papst ebenfalls zu einer Form der Weltzerstörung führen kann. Genauso wie die “Feenisierung” der Isländischen Gesellschaft den Vatikan heimlich unterhöhlt und in absehbarer Zeit (2-3 Milliarden Jahre ?) die Sonne zum Auslöschen bringt :P .

    Ich bin ein heimlicher Bewunderer des Papstes. Er schafft es tatsächlich, im Angesicht der Kinderf** in seinen Kreisen, den radikalen Hetzreden und weiteren “Mißständen” hinter klerikalen Türen noch an die Ehe zwischen homosexuellen Paaren zu denken! Entweder beherrscht er die wunderbare Gabe des Multitaskings, oder er kann wunderbar “dunkle Bereiche” ausklammern und mit kruden Horrormärchen von Völkervernichtung zu glänzen. Er sollte sich mit Steven King zusammensetzen und eine Bücherreihe rausbringen ! Dunkle Kräfte, die irgendwo aus einem Kussmund rausquillen und heimlich ganze Dörfer im Schlaf überfallen um sie alle zu … äh … homosexualisieren (?) , würden sich als Horrorgeschichte wahrlich gut verkaufen. Die ganzen “Exorzisten” Filme werden sowieso alle langweilig und den typischen “Ich bin Satan und werde am Ende des Films von guten Menschen bekämpft” Plot kann sich Hollywood auch nicht mehr leisten. Da könnte so ein “Homosexuellenvirus”-Märchen oder besser … gepaart mit lebenden Kondome mit Kampfgebiss, die AIDS verbreiten (!) … die Kinowelt aufmischen.

    Doch … bitte … holt diesen Märchenerzähler vom Mikro weg ! In der Politik haben seine kruden “Angriff auf die Schöpfung”-Horrorvorstellungen nichts zu suchen!

    @EinFragender
    Nein.

  11. wahoonie Sagt:

    glückwunsch an die ratzingerin :)

    und, vielleicht sollte man hierzu auch den gesamten katechismus zu diesem thema anführen und nicht nur den – zugegeben – recht freundlichen mittelteil.

    das fängt nämlich so an:

    Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt. Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet [Vgl. Gen 19, 1-29; Röm 1,24-27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10.], hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, „daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind” (CDF, Erkl. „Persona humana” 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.

    (die gesamte hetzschrift lehrschrift ist zu finden unter http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P8B.HTM#16C)

    erstaunlich ist aber, dass sich diese moralapostel eh nicht an ihre eigenen voschriften halte:

    Vergewaltigung ist ein gewaltsamer Einbruch in die geschlechtliche Intimität eines Menschen. Sie ist ein Verstoß gegen die Gerechtigkeit und die Liebe. Vergewaltigung ist eine tiefe Verletzung des jedem Menschen zustehenden Rechtes auf Achtung, [....]

    Sie ist stets eine in sich zutiefst verwerfliche Tat. Noch schlimmer ist es, wenn Eltern oder Erzieher ihnen anvertraute Kinder vergewaltigen.

    wie die jesuiten ja eben erst wieder unter beweis stellen konnten ;)

    (steht im abschnitt vorher)

    bleibt nur zu sagen: erst vor der eigenen kirchentür kehren, bevor man behauptet, man hätte die moral erfunden und könne über andere urteilen.

  12. EinFragender Sagt:

    Da wurden mal wieder bewiesen das es nach wie vor üblich ist wider besseren Wissens – was sich ja jeder aneignen kann des Lesens mächtig ist und sollte wenn man den Katechissmus schon erwähnt – die üblich Feindbilder, die üblichen Allgemeinplätze und der übliche Unsinn erzählt wird.

    Da hier der Katechismus erwähnt wird, möchte ich auch daraus zitieren, damit man sehen kann wie die katholische Kirche über Homosexuelle veranlagte denkt:

    Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.

    Es ist schon interessant wie wenig sich diese Worte und auch andere sich mit dem Decken was die Preisverleiher und noch weniger der Autor des Texten auszusagen scheint. Eventuell sollte man sich mal überlegen einen weitere Preise zu generieren wie zum Beispiel:

    - Die Lesebrille des Monats/des Jahres – für alle die immer dort Leseschwächen haben, wo es eine Gefahr für die eigenen Feindbilder geben kann.
    - Kalklöser des Monats/des Jahres – für alle die ein großes Problem haben weiterzudenken und in Vorstellungen und Feindbilder verhaftet sind die vor 20 Jahren veraltet waren.

    Wäre sicher interessant.


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