Die schweinegrippale Verschwörung der poehsen Pharma-Mafia

Dr. Anke Martiny, Quelle: Uni Göttingen

Esowatch

Anke Martiny von Transparency International kritisiert in einem DAPD-Interview die Ständige Impfkommission wegen einer zu starken Nähe zur Pharmaindustrie. Sie macht das am aktuellen Beispiel der Impfung gegen die Schweinegrippe fest, die aus ihrer Sicht „im Wesentlichen den Anbietern der Impfstoffe genützt hat“.

http://www.epochtimes.de/articles/2009/12/26/531294.html

Es ist die Aufgabe von Transparency International auf Korruption hinzuweisen und die Äußerungen von Frau Martiny in diesem Interview sind ansonsten auch vernünftig. Dennoch lässt sich an diesem Beispiel ganz gut zeigen, dass es leicht ist als Beobachter Kritik zu üben wenn man selbst nicht verpflichtet ist zu handeln.

Frau Martiny weiter: „Impfen ist ja grundsätzlich vernünftig. Aber man braucht das Vertrauen der Bevölkerung. Wenn man, wie im Fall der Schweinegrippe, eine Sache katastrophenmäßig aufbauscht, die sich hinterher als Papiertiger entpuppt, dann untergräbt man dieses Vertrauen.“

Das sind bemerkenswerte hellseherische Fähigkeiten. Die Hauptgrippezeit kommt erst noch, aber Frau Martiny weiß bereits jetzt, dass sich die Schweinegrippe als Papiertiger erweisen wird. Und von den Wissenschaftlern verlangt sie, dass sie das schon im Frühjahr hätten wissen müssen, als es grade mal ein paar Fälle gab.

Wenn man die Schweinegrippe mit der Spanischen Grippe 1918/19 vergleicht kann man sie als Papiertiger bezeichnen, aber dieser Vergleich ist unsinnig. Er wurde zwar zu Beginn durchaus herangezogen, aber höchstens von den Medien wurde mit einer ähnlich hohen Opferzahl von etlichen Millionen spekuliert. Das ist aber aufgrund der anderen medizinischen Voraussetzungen mehr als unwahrscheinlich.

Frau Martiny hat die Ständige Impfkommission kritisiert. Diese gibt auch die Empfehlungen für die saisonale Grippe heraus, die für gewöhnlich lauten, dass sich Risikogruppen impfen lassen sollten. Das sind in „normalen“ Jahren zum Beispiel ältere Personen. Es ist ein Charakteristikum der Neuen Grippe, dass sie auch, und vor allem, jüngere Menschen betrifft. Dementsprechend wurde auch die Empfehlung in diesem Jahr ausgesprochen. Der neue H1N1-Stamm hat die saisonalen Subtypen derzeit komplett verdrängt (http://www.cdc.gov/h1n1flu/updates/international/map.htm) – ein weiteres Argument dafür die Schweinegrippe nicht mit der Spanischen Grippe zu vergleichen, sondern mit der saisonalen.

Eine objektive Sicht auf den Verlauf der Krankheit ergibt sich aus den harten Daten die zur Verfügung stehen. Diese kommen zum Beispiel von der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) beim RKI, vom ECDC und dem amerikanischen Gegenstück, dem CDC.
Dabei sind vier Punkte entscheidend:

  1. Erkrankungszahlen
  2. Opferzahlen
  3. Altersstruktur
  4. Chronologie

1.Erkrankungen in Deutschland

Bis Weihnachten sind laut AGI 210.000 Menschen in Deutschland an der Schweinegrippe erkrankt. http://influenza.rki.de/Wochenberichte/2009-51.pdf
Ein Vergleich mit den Vorjahren ist leider nicht direkt möglich, da die Erkrankungszahlen im entsprechenden Wochenbericht nicht angegeben sind – was natürlich eher für geringe Zahlen spricht.
Wenn man aber zum Beispiel die Anzahl der Proben vergleicht die im Labor untersucht wurden ergibt sich ein erstes Bild: bis zur Woche 51 waren es in diesem Jahr 2900 und im letzten Jahr 414. Nun mag das noch an der höheren Aufmerksamkeit liegen, die der Influenza in diesem Jahr entgegengebracht wird. Ein besseres Kriterium ist der Praxisindex als Maß für die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen.

Man erkennt deutlich dass die Aktivität in den KW 41-50 deutlich über der in den Vorjahren lag. An der Schweinegrippe sind bislang viel mehr Leute erkrankt als an der saisonalen Grippe.

2.Opferzahlen in Deutschland

Da die Schweinegrippe seltener Ältere betrifft (s.u.) ist die Sterblichkeit etwas geringer als bei der saisonalen Grippe. Dennoch ergibt eine deutlich höhere Opferzahl bis zu diesem Zeitpunkt des Jahres, da sehr viel Menschen erkrankt sind. Die AGI gibt die Anzahl der an der Schweinegrippe gestorbenen mit 132 bis zum Stichtag 22.12. an. Auch hier sind wieder keine direkten Vergleichszahlen in den Wochenberichten vermerkt. Die „Welt“ berichtet aber erst Mitte Januar 2009 von der ersten Grippetoten der letzten Saison.
(http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article3037172/Erste-Grippe-Tote-in-dieser-Winter-Saison.html)
Falls das eine realistische Meldung ist, stünde es jetzt 132 zu 0 für die Neue Grippe. In jedem Fall sind bis zu diesem Zeitpunkt mehr Menschen an der Schweinegrippe gestorben als in normalen Jahren.

3.Alterstruktur der Erkrankten

Ungewöhnlich an der Schweinegrippe ist, dass junge Menschen besonders stark betroffen sind.
Eine Zahl aus den USA soll das verdeutlichen: bislang sind dort 285 Kinder an der Schweinegrippe verstorben. In anderen Jahren sind es in der gesamten Saison 70 bis 80. (http://www.cdc.gov/h1n1flu/update.htm)
Auch die Zahlen aus Deutschland zeigen diese besondere Verteilung:

4.Ablauf der Epidemie

Die Influenzawelle ist so früh aufgetreten wie nie zuvor. Besonders deutlich wird das wenn man den Praxisindex der letzten Jahre in der KW 47 vergleicht:

In Jahren mit saisonaler Grippe gibt es für gewöhnlich eine erste, schwache Welle zum Ende des Jahres (s. blaue Kurve in Abb.1), der eine stärkere zweite Welle im Februar folgt. Die letzte Saison (grüne Kurve) stellt eine Ausnahme dar, da sich in diesem Jahr beide Wellen überlagert haben.
Ungewiss ist, ob in diesem Jahr ebenfalls eine weitere Welle folgt und ob diese ebenfalls schwerer ausfällt als die erste.

Fazit: Es gibt deutlich mehr Erkrankungen, mehr Todesopfer, einen deutlich früheren Ablauf als bei der saisonalen Grippe und zudem sind die Erkrankten im Schnitt sehr viel jünger als gewöhnlich.

Im Vergleich zur saisonalen Grippe kann man sicher nicht davon reden, dass es sich um einen „Papiertiger“ handelt und insofern ist dann auch die Schlussfolgerung richtig die Impfung zu empfehlen.

In keinem Fall ist es angebracht die Schweinegrippe in der Form zu verharmlosen, wie es Frau Martiny getan hat. Es ist definitiv zu früh eine abschließende Bewertung vorzunehmen. Die erste Welle war zumindest schlimmer als das was wir kennen.

15 Antworten zu „Die schweinegrippale Verschwörung der poehsen Pharma-Mafia“

  1. YeRainbow Sagt:

    Es ist erst vorbei, wenn die dicke Frau singt.
    Wir sollten froh sein, daß nix weiter passiert ist, und hoffen, daß es keine entscheidende Mutation gibt (obwohl klar ist, daß sie kommen wird, aber mit etwas glück erst in 100 Jahren? Evolution geht halt voran, und ist nicht nett und hübsch…)

    Klar kommt immer wer, und versucht zu verdienen.
    Das ist ein kulturelles Problem.

  2. tischl Sagt:

    „…Hunderte von Millionen Euro hat die Schweinegrippe-Panik allein in Deutschland gekostet. Inzwischen gestehen sich viele Experten ein, dass es leichte Sommergrippen, ähnlich wie H1N1, wohl schon häufiger gegeben hat – nur hat sie bisher niemand bemerkt. Für die jüngste Hysterie gibt es einen Schuldigen…“

    WELT – Schweinegrippe – Der enorme Schaden der Pandemie, die keine war

    http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article5710912/Der-enorme-Schaden-der-Pandemie-die-keine-war.html;jsessionid=8184063B2877903F84B6D90609047554#vote_5129758

  3. Max Headroom Sagt:

    @Jaquento

    Ich jedenfalls denke nicht, das wir das als german angst abtun sollten.

    Wenn es um das Grippevirus geht, welches wir gerade erleben … dann finde ich den Begriff schon sehr passend. Natürlich kann man nicht von der Mutation der 58. Generation reden, die unter dem Namen “12-Monkey-Virus” in 55 Jahren die gesammte Menscheit ausrotten wird ;) . Aber die RIESIGEN B*LD-Lettern mit den hunderttausenden von aufgetürmten Leichen kann man getrost als Panikmache bezeichnen. Unter’m Strich gesehen hat dieser Virus sich nicht sehr aussergewöhnlich verhalten. Einerseits, weil wir eben, wie Du völlig richtig bemerkt hast, eine weitaus bessere medizinische Versorgung besitzen und viele Menschen trotz aller Vielfliegerei und Mischehen weiterhin auch ohne Schutzimpfung noch leben. Andererseits auch, weil dieser Virus sich im Grunde genommen sehr sehr ähnlich einer saisonalen Grippevirus ähnelt und damit mit den bekannten Mitteln untersucht und bekämpft werden kann. Der “Andromeda Strain” Megavirus, der selbst Ebola blaß aussehen lässt, haben wir nicht bekommen.

    Natürlich war die Schutzimpfung angebracht. Schwangere und schwache/kranke Mitmenschen haben wir damit vor einer gefährlichen Erkrankung bewahrt. Doch die Alarmsirenen schrillten dank der Medien besonders laut ;) .

    @Topic

    Es macht doch stutzig, dass die Hersteller für Marketing deutlich mehr ausgeben als für die Entwicklung innovativer Produkte. Es werden Medikamente als Innovationen vermarktet, die das gar nicht sind. Und jetzt hat die Industrie die Impfungen entdeckt, zum Beispiel gegen Gebärmutterhalskrebs oder gegen Schweinegrippe. Aus Marketingsicht sind das echte Knüller.

    So what ?
    Wieviele Dollar die Hersteller für Marketing, also für die Verkaufstechnik, bereitstellen ist ganz ihr eigenes Problem. Auch ich kann mich aufregen, dass Hersteller wie BMW für ihre Werbekampagne mehr Geld ausgeben als für die Entwicklung einer leistungsfähigen Akkutechnik. Ein echter Knüller zwar, aber IMHO kein argumentativer Punkt ;) .

    Insbesondere, dass sie Impfungen “entdeckt” haben, ist nichts besonderes. Wenn man dem Gebärmutterhalskrebs und der Schweinegrippe mit einer Spritze einhalt gebieten kann, und sie diese Spritze mit ihrer technischen Ausrüstung massenkompatibel herstellen können, dann ist eine Marketingkampagne wahrlich kein Wunder. Wenn Chipsfrisch ein Gewürz “entdeckt”, das die Kartoffelscheiben wie ‘ne Pizza schmecken lässt, dann wundert sich auch kein Mensch über die Pizza-Chips Marketingkampagne, oder ? Es macht mich aber stutzig, wenn alle Medien von dem Monstergewürz reden, was sogar hier in Deutschland satte 200 Menschen zum k*tzen gebracht haben soll. Haben wir es hier mit einer geheimen Magenverstimmungsverschwörung zu tun ? Oder einfach doch nur mit einem “besonderem” (da neuem) Gewürz ? ;) .

    Bei der Schweinegrippe habe ich den deutlichen Verdacht, dass es im Wesentlichen den Anbietern der Impfstoffe genützt hat.

    Äh … wer erinnert sich noch an dem Baby, das in dem Ballon geklettert ist und “davon schwebte” ? Dies erwies sich als Fake. Auch da hat man den Verdacht, dass es im Wesentlichem den Anbietern der Boullevardblättern oder des Ballonherstellers genützt hat :P .
    Natürlich werden die Anbieter des Impfstoffes hervorgehoben. Mit einer Hühnersuppe lässt sich dieser Virus bekanntlich wesentlich schwerer verjagen als mti dem Impfstoff.

    Impfen ist ja grundsätzlich vernünftig. Aber man braucht das Vertrauen der Bevölkerung. Wenn man, wie im Fall der Schweinegrippe, eine Sache katastrophenmäßig aufbauscht, die sich hinterher als Papiertiger entpuppt, dann untergräbt man dieses Vertrauen.

    Bitte diese Kritik nicht an die Pharmafirmen richten, die nur Chemie verarbeiten und auf dem Markt werfen. Wie wäre es, die Medien mit der Berichterstattung selbst zu adressieren ? Es war nicht Chemobormax GmbH und Co KG, die auf RTL über 200 neue Leichen berichteten, sondern die Reporter des Senders. Sie hatten Interesse in der Bevölkerung “geweckt” udn haben auf dieser Welle ihre Daten an die Hirne verkauft. Was kann der Hersteller der Spritze dafür ? Der freut sich über die Nachfrage und würde den Teufel tun, sein Produkt nicht zu verkaufen ;) .

    Ansonsten stimme ich EsoWatch zu… es jetzt schon als “Papiertiger” zu bezeichnen – auf dem “natürlich” das Logo der Pharmafirmen glänzt – ist sicherlich schon ein wenig prophetisch übertrieben :P . Ich pers. rege mich eher über die Medien auf. Sie sparten zwar nicht, an jeder Ecke über Leichenberge zu berichten.

    Der Rest hat nun wirklich nciht sehr viel mit dem Virus zu tun. Der H1N1-Stamm wird sich “durchsetzen” und natürlich auch eine Vermischung mit mehr oder weniger bekannten Genabschnitten anderer Art durchgehen. Wir werden schlicht und ergreifend noch Wellen und Mutationen erfahren. Manche härter, manche sanfter als die vorige. Doch (noch) haben wir keinen Supervirus der Grippewelt, dem kein Kraut gewachsen ist. Wer weiss … vielleicht wird ein Ebola-Stamm sich mit einem Hühnergrippe-Virus vermischen und im Jahre 2098 eine Hühnela-Epidemie auslösen ? Dann werden wir über die paar Mundschutz-Sendungen über diese Schweinegrippe noch lächeln ;) .

  4. Tweets die Die schweinegrippale Verschwörung der poehsen Pharma-Mafia « Brights – Die Natur des Zweifels erwähnt -- Topsy.com Sagt:

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von jo bucher, nickpol erwähnt. nickpol sagte: Die schweinegrippale Verschwörung der Pharma-Mafia: http://wp.me/p36Ae-1Ls [...]

  5. hic fuit Sagt:

    Nachtrag – natürlich müssen wir dann abschließend die
    Gesamtbetroffenen aus Schweine- und saisonaler Grippe zählen. Aber warum es mit der Schweinegrippe jetzt vorbei sein soll, wo wir Hochsaison haben, ist mir unklar.

  6. hic fuit Sagt:

    Nur weil die Grippesaison früher angefangen hat, heißt das nicht, dass sie früher aufhört. Das hat nichts mit Angst zu tun, sondern mit der Erfahrung, dass die Grippesaison in der kalten Jahreszeit stattindet und erst im Frühling aufhört.

    Daher müsste m.E. jede seriöse Hochrechnung ein weiteres Hoch im Januar/Februar berücksichtigen. Wer das als German Angst bezeichnen möchte, darf das aufgrund der Meinungsfreiheit tun.

    Für eine abschließende Bewertung ist es selbstverständlich zu früh. Da lehnt sich Frau Martiny einfach zu sehr aus dem Fenster.

  7. Jaquento Sagt:

    Die grippe mag zwar nicht allzu tödlich gewesen sein, aber unterschätzen sollte man die Sache nicht, heute haben wir wesentlich bessere Gesundheitssysteme, und internationale Behörden die sich um epedemieen kümmern, dies war anno spanische Grippe nicht so (von Weltkrieg und mangelernährung ganz zu schweigen).

    Ich jedenfalls denke nicht, das wir das als german angst abtun sollten.

  8. Max Headroom Sagt:

    Gott, was für eine Panik :) .

    http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2009/1119/grippe.php5

    Die Schweinegrippe ist gefährlich, kein Zweifel. Wer an einer Vorerkrankung leidet, kann durch diesen aggresiven Virus schwer geschädigt werden … bis hin zum Tod.
    Doch im Grunde genommen ist dieser Grippe kein neues AIDS-Virus, was sich durch unsere Körper bohrt. Selbst in Mexiko, dem Ursprungsort des Virus selbst, ist die Sache überstanden und in Australien sagt man, dass seit der Schweinegrippe – welche dort die saisonalle Grippe zur besagten Zeit verdrängt hat – weniger Menschen verstorben seien als sonst. Die Panikmache hat viele Menschen wieder für eine Impfung sensibilisiert, aber das war’s auch schon. Die Viren gehen keine Geheimwege in unseren Organismus hinein, sie sprechen sich nicht untereinander ab, verdrängen keine Spezies vom Planeten und handeln im Grunde genommen so wie jede andere Grippe. Die Pandemie der Spanischen Grippe erreicht dieses “Jahrhundertvirus” noch lange nicht. Viele Länder wollen nur noch die hälfte des Impfstoffes haben. Doch hier spricht das besagte Geld noch eine Rolle ;) .

    Der absolut bestpassendste Ausdruck hat tischl schon im erstem Posting beschrieben: “German Angst“.

    Der Impfstoff war nicht einmal flächendeckend vorhanden, und trotzdem sind die Menschen nicht der Reihe nach verstorben.

    Allerdings dürfen wir eine (neue) Krankheit keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen und den Leuten applaudieren, die von Pharmagewinne und dunklen Chemieverschwörungen aus dem Genlabor des Schreckens reden. Uns stehen noch weitere Grippewellen bevor, und bis dahin kann dieses Virus – wie jedes andere Grippevirus des Planeten auch – sich zu einer aggressiveren Form hin mutieren. Doch selbst bei einer Mutation wird dieses Virus die selben Mechanismen benutzen, wie die seasonalle Grippe. Und ebenfalls werden Menschen (wie auch Pharmakonzerne) alles dafür tun, ihre Gesundheit zu bewahren und den Sterbeprozess entgegen zu wirken.

    Ich schließe mich dem Artikel von EsoWatch vollständig an. Der Virus ist neu, der ist aggressiv, aber noch lange kein Zeichen einer gemeingefährlichen AIDS-Remix-Epidemie. Wenn man ihn vernünftig behandelt, wird er den gleichen Weg wie die saisonalle Grippe gehen. Einige gehen gar davon aus, dass unsere saisonale Grippe “ausstirbt” udn durch diese neue Form ersetzt werden wird. Dies finde ich pers. noch viel zu früh vermutet ;) . Warten wir noch ca. 40 Jahre ab, dann können wir mehr zum Virus und seiner “Evolution” sagen :P .

  9. Yeti Sagt:

    An alle Angstler:

    „…Falls das eine realistische Meldung ist, stünde es jetzt 132 zu 0 für die Neue Grippe. In jedem Fall sind bis zu diesem Zeitpunkt mehr Menschen an der Schweinegrippe gestorben als in normalen Jahren…“

    Das heisst konkret:
    - Schweinegrippe-Tote sonst: weniger als 132, diese Saison halt 132.
    - “normale” Grippe-Tote jetzt: 0 (in Worten: Null, Nada, Niente)

    Was im Artikel nicht steht ist, daß wir ohne die Schweinegrippe bisher ca. 1000 “normale” Grippetote gehabt hätten; im Gegensatz zu Null (in Zahlen: 0) in dieser Säsong.

    Die Schweinegrippe ist für’n A*sch, wir sollten froh sein, dass es sie gibt.
    Die WHO respektiert in ihrer Pandemieeinstufung ja leider die wirkliche Gefährlichkeit nicht mehr, sondern nur die Ansteckungsgefahr. Es sollte der Aufwand so früh wie möglich gestoppt werden, das kostet nur unnötig Geld!
    Tischl hat völlig recht.
    Y.

  10. spyder Sagt:

    @tischl

    “„…Was wäre gewesen wenn WHO (..) nichts unternommen hätte?…“
    Die WHO darf warnen, sie darf aber auch entwarnen.”

    Zur Entwarnung ist es aber viel zu früh. Die Saison ist noch lange nicht zu Ende.

  11. tischl Sagt:

    @hic fruit:

    “…Falls das eine realistische Meldung ist, stünde es jetzt 132 zu 0 für die Neue Grippe. In jedem Fall sind bis zu diesem Zeitpunkt mehr Menschen an der Schweinegrippe gestorben als in normalen Jahren…“

    Dies hat nichts mit der Gefährlichkeit der S-Grippe zu tun, sondern lediglich mit ihrem frühen Beginn (siehe auch Grafik aus dem Artikel).

    “…Kannst Du zeigen, wie Du auf diese Behauptung kommst…”

    “…Die Sterberate bei Schweinegrippe ist weit geringer als befürchtet. Ein jetzt veröffentlichter Bericht des britischen Gesundheitsministeriums zeigt, dass in England 0,026 Prozent der Erkrankten an H1N1 starben.
    Zum Vergleich: Bei der Spanischen Grippe im Jahr 1918 lag die Mortalität bei zwei bis drei Prozent, bei anderen schweren Influenzapandemien wie etwa im Winter 1967/68 bei 0,2 Prozent…”
    http://www.welt.de/wissenschaft/schweinegrippe/article5487594/H1N1-Virus-Sterberate-viel-geringer-als-befuerchtet.html

  12. hic fuit Sagt:

    tischl, ich sehe kein Argument bei Dir, was mit den im Blog genannten Zahlen zu tun hätte.
    In Kapitel 2 steht bspw. “Falls das eine realistische Meldung ist, stünde es jetzt 132 zu 0 für die Neue Grippe. In jedem Fall sind bis zu diesem Zeitpunkt mehr Menschen an der Schweinegrippe gestorben als in normalen Jahren.”

    Dagegen stellst Du lediglich die Behauptung dagegen, es sei “natürlich” nicht der Fall, dass die Schweinegrippe mehr Todesopfer fordert. Das ist als Argumentation ohne weitere Erläuterung etwas dünn. Kannst Du zeigen, wie Du auf diese Behauptung kommst, möglichst anhand der im Blog genannten Zahlen?

  13. tischl Sagt:

    @spyder:

    “…Was wäre gewesen wenn WHO (..) nichts unternommen hätte?…”

    Die WHO darf warnen, sie darf aber auch entwarnen.

    “…Es gibt deutlich mehr Erkrankungen, mehr Todesopfer…”

    Das stimmt eben nicht! Tatsache ist, dass die Schweinegrippe-Welle weniger(!) lang dauerte, weniger(!) Erkrankte und weniger(!) Tote gefordert hat, als die saisonalen Grippewellen der Vergangenheit. Der Rest ist einfach Angst(!) vor einer dramatischen zweiten Welle. Diese ist aber nicht einmal besonders wahrscheinlich, wenn man sich die Befunde aus Australien anschaut – dort ist bereits alles überstanden.

  14. spyder Sagt:

    “Die ganze Schweinegrippen-Hysterie ist inzwischen eher ein Fall für den Psychologen, „German Angst“ lässt grüßen.”

    Ach ja? 285 tote Kinder in den USA, 12.000 Tote weltweit, und das obwohl geimpft wird. Und die Saison ist nicht vorüber. Was wäre gewesen wenn WHO, STIKO etc. nichts unternommen hätten? Dann hätte Ihnen niemand Korruption vorgeworfen, aber Unfähigkeit. Und das zu Recht. Schliesslich ist das ihr Job, sich um sowas zu kümmern.

  15. tischl Sagt:

    „…Fazit: Es gibt deutlich mehr Erkrankungen, mehr Todesopfer, einen deutlich früheren Ablauf als bei der saisonalen Grippe und zudem sind die Erkrankten im Schnitt sehr viel jünger als gewöhnlich…“

    Hier wird versucht zu suggerieren, es gäbe mehr Erkrankungen und mehr Todesopfer als bei der saisonalen Grippe, was natürlich nicht der Fall ist, das Gegenteil ist richtig. Auf was sich das Wörtchen „mehr“ vor Erkrankungen und Todesopfer in diesem Fazit bezieht, bleibt das Geheimnis des Autors.

    „…Die erste Welle war zumindest schlimmer als das was wir kennen…“

    Aha! – Für mich das eigentliche Fazit dieses Artikels!

    Die ganze Schweinegrippen-Hysterie ist inzwischen eher ein Fall für den Psychologen, „German Angst“ lässt grüßen.


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