Anthroposophisch-medizinische Selbstkompetenz

Die Schulmedizin ist von der tumorzelltötenden Wirkung der Mistel nicht überzeugt.

Von Regina PhilippderStandard.at

Nicht Krankheit sondern Gesundheit steht im Mittelpunkt der anthroposophischen Medizin – Der Patient: Ein Mensch mit der Fähigkeit zur Selbstkompetenz

Labortechnik, Röntgendiagnostik und andere apparative Untersuchungsmethoden sind Anthroposophen weder fremd, noch lehnen sie die naturwissenschaftlich orientierte Medizin generell ab. Sie ist ihnen einfach zu wenig. Über eine eigene Erkenntnismethodik versuchen sie mehr über Gesundheit und Krankheit von Menschen herauszufinden.

Der Anthroposoph, ein Erkenntnismediziner mit übersinnlichen Fähigkeiten? Thomas Meisermann, Internist am Wiener Otto Wagner Spital dazu: „Anthroposophen gehen auch den Weg der Bewusstseinserweiterung. Subtile Wahrnehmungs- oder Erkenntnisfähigkeit ist jedoch durch Schulung und Übung steigerbar.” In seiner Ausbildung zum anthroposophischen Arzt hat Meisermann also gelernt in ein feines Sensorium für die Befindlichkeiten und Störungen seiner Patienten zu entwickeln. Wünschelruten und Pendel braucht er dazu nicht.

Gesundheit vor Krankheit

Eine ganzheitliche Methode, die von Rudolf Steiner Anfang des 20. Jahrhundert begründet, Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet. Persönliches Krankheitserleben, Ängste und Hoffnungen fließen in die Arzt-Patienten-Begegnung ganz selbstverständlich mit hinein. Was die anthroposophische Medizin von der konventionellen und anderen komplementärmedizinischen Methoden grundlegend unterscheidet: Sie stellt weniger die Frage nach der Entstehung von Krankheit. Sie geht vielmehr der Salutogenese, der „Erzeugung” von Gesundheit, nach.

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2 Antworten zu „Anthroposophisch-medizinische Selbstkompetenz“

  1. YeRainbow Sagt:

    Kompetenz ist ja ein so modernes Modewort, seit es die Systemischen Therapeuten in die Welt gesetzt haben (ist nämlich durchaus vorhanden, mitunter aber nur begrenzt…)

    Was jedoch Selbst-Kompetenz sein soll, erschleßt sich mir nicht.

    N weißer SChimmel? n SChwarzer RAppe? N Dummer Dummkopf?

    sowas in der Art, etwa.

  2. hic fuit Sagt:

    Wieviele Menschen von 10.000 behandelt anthroposophische Medizin wirksam und verträglich?
    Wieviele Menschen von 10.000 behandelt “Schulmedizin” wirksam und verträglich?

    Wie messen Anthroposophen Wirksamkeit? Wenn der Patient nickt und sagt, “also mir gehts eigentlich jetzt auch
    schon irgendwie schon viel besser, und anthroposophische Ärzte sind ja auch immer so nett” – ist das der anthroposophische Wirksamkeitsbeleg?

    Sollte sich anthroposophische Medizin als wirksam und verträglich herausstellen, lässt sie sich dann ebenfalls von
    den Homöopathen als Allopathie beschimpfen?

    Da Frau Philipps Artikel all diese Fragen nach Wirksamkeit und Verträglichkeit ausblendet, handelt es sich
    bei ihrem Artikel um einen reine Reklame.
    Früher, in den Zeiten des Journalismus, wurde Reklame redaktionsseitig als solche gekennzeichnet.


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