Der Sonntag ist heilig!

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsuhe, Foto: dpa

Von Marcus HeitheckerWelt Online

Berlins Gesetz verfassungswidrig: Begründung für Öffnung im Advent fehlt – Beschwerde der Kirchen erfolgreich

Das Bundesverfassungsgericht hat die Ladenöffnung in Berlin an Adventssonntagen untersagt. Die dortige Regelung verletze das Recht auf Religionsfreiheit und verstoße gegen den Sonntagsschutz des Grundgesetzes. Die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin seien nicht ausreichend als Ausnahmefälle begründet. Damit hatte eine Klage der evangelischen und der katholischen Kirche in wesentlichen Teilen Erfolg. Berlin hat aber bis 2010 Zeit für neue Regeln.

Der Erste Senat unter Gerichtspräsident Hans-Jürgen Papier stellte mehrheitlich fest, dass Berlin derzeit keinen hinreichenden Schutz der Sonntage und der kirchlichen Feiertage gewährleiste. Um eine Verkaufsöffnung zu rechtfertigen, reichten bloße wirtschaftliche Umsatzinteressen und alltägliche Erwerbsinteressen der potenziellen Käufer grundsätzlich nicht aus.

Die Berliner Regeln gehen weit über die anderer Bundesländer hinaus und lassen verkaufsoffene Sonntage bis zu zehn Mal im Jahr zu. Das Gericht stieß sich nicht an der hohen Zahl, sondern monierte: Die Vorschriften halten nicht der Anforderung stand, dass die Sonntagsruhe die Regel sein müsse. Zulässig wäre es dem Urteil zufolge aber, die Ladenöffnung an einzelnen Adventssonntagen zu gestatten, wenn mit Blick auf die Besonderheiten der Vorweihnachtszeit dafür Sachgründe angeführt werden. Generell müsse die Sonntagsöffnung immer als Ausnahme begründet werden und auf die Zeit zwischen 13.00 und 20.00 Uhr beschränkt sein.

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22 Antworten zu „Der Sonntag ist heilig!“

  1. Malte Sagt:

    Leute, ruhig Blut. Dieses Urteil lässt sich legal umgehen:

    Berlin ändert sein LadSchlG und verbietet die Ladenöffnung am Sonntag. Im gleichen Gesetz wird dann eine spezielle Ermächtigungsgrundlage für die Durchsetzung des Verbots implementiert, aber als Ermessensentscheidung (“kann”) ausgestaltet. Und die jeweiligen Ämter werden dazu angehalten – zur Not auch per (interner) Verwaltungsvorschrift – ihr Entschließungsermessen auszuüben, indem sie überhaupt nichts tun. Für eine Entschließungsermessenreduzierung auf null ist das entsprechende Rechtsgut, der Sonntagsschutz, nicht gewichtig genug, als dass die Gerichte hier das Ermessen der Verwaltung auf null reduziert ansehen können – ein inflationärer Gebrauch der Ermessensreduzierung auf null kann sehr schnell seinerseits verfassungswidrig sein (Gewaltenteilung).

    Dasselbe funktioniert übrigens auch bei Ordnungswidrigkeiten, da die zuständige Behörde das Verfahren nach § 47 Abs. 1 OWiG jederzeit einstellen kann.

  2. YeRainbow Sagt:

    Das problem ist wie immer ein verdecktes.
    Es geht bei der ganzen Debatte ja eben darum, das nicht beim Namen zu nennen.

    Es ist nötig, daß der arbeitende Mensch sich erholen kann, um zu regenerieren.
    Würde man das mal wissenschaftlich fundiert angehen, würde man herausfinden, daß bei ca 6 Stunden wahrscheinlich die Obergrenze ist, die man einem Menschen zumuten kann – als Arbeit unter fremdkontrollierten zuständen.

    vielleicht sinds auch weniger. Die sogenannten Primitiven sind so zwischen 4 bis 6 Stunden mit Arbeit beschäftigt, um sich zu erhalten – nd das nicht unter fremdkontrollierten Zuständen (das erschwert die Sache nämlich).

    Würde man das frei von Legenden und von himmlischen GEistern mal durchdenken, würde die derzeitige “Arbeitskultur” nicht haltbar sein.

    Kontrollverlust ist aber das, was die Kontrollierer am schwersten verkraften. Also wird ein wenig Nebel geblasen, und die Diskussion auf ein anderes Feld verlegt, einen hübschen Nebenschauplatz.
    Mit dem Erfolg, daß auch die Weihrauchschwenker-Kontrollfreaks einen kleinen Vorteil davon haben. Reklame muß sein!

  3. Max Headroom Sagt:

    @exmoonie

    Ist das nun eine Utopie oder Dystopie?

    Zusammen mit dem “denkbar fair” zu beginn… nicht gerade sehr utopisch, aber auch nicht sehr dystopisch.

    Zu (1): Stimmts. Es gibt genug Berufe die auch Sonntags – entgegen den Regelungen gewisser Überwesen – ausgeübt werden. Ob es Rettungsdienste oder Gastronomiebetriebe sind … manche menschliche Bedürfnisse scheren sich eben einen Dreck um JHWHs Arbeitszeitendefinition. Aber wenn es der Gastronomie bedarf, kann sie ja gerne Sonntags schließen. Der Mensch kann sich selbst was zu essen machen, oder etwa nicht ? Warum also sind diese Fressbuden und Saufhallen denn Sonntags offen ? ;) .

    Zu (2&3): Auch wer in anderen Berufen “tief drinne steckt”, läd sich Arbeit mit nach Hause ein. Studenten lernen auch … äh … ab und zu … an Wochenenden. Schüler sowieso und Selbstständige sind, wie erwähnt, ebenfalls nie im Urlaub. Just kiddin’ …
    Wie wär’s mit einer “35-Stunden Woche” ? 35/7 = 5 Stunden pro Tag. Oder 6 Stunden pro Tag, dafür mal ein Tag pro Woche frei. Und weshalb soll ein Rotationsprinzip greifen bzw. nicht greifen ?

    Die Handhabung könnte wie ein “Arbeitskraft-Konto” geregelt werden: Der Arbeitgeber benötigt z.Bsp. 8 “Personenstunden” für die Errichtung der Arbeit. Hat der Betrieb 2 Mitarbeiter, so können sie entweder 2×4 Studen arbeiten, oder 1×6 und 1×2 Stunden arbeiten, dafür ist nächste Woche das ganze andersrum drann… usw. Hat man allerdings nur ein Betrieb mit einer zu verrichtenden Arbeit von nur 6 Personenstunden, dann kann ein einzelner Arbeiter sie zwar erledigen, aber das 35-Stunden Kontingent wäre nach 6 Tagen erschöpft und der Arbeitgeber muss entweder diesen Tag die Maschinen still halten oder eine zusätzliche Arbeitskraft für den einen Tag einstellen. Als Alternative muss er eben diesen einen Arbeiter zwar auch Sonntags “einspannen”, muss ihn aber eine Stunde weniger die Woche arbeiten lassen. Dies ist ja nur ein Beispiel.

    Natürlich ist es kein Modell was überall angewendet werden kann und birgt 100%ig viele zusätzliche Gefahren wie z.Bsp. Job-Hopper wegen “zu viele Freistunden” (bei den 1-Tag-Arbeitern in meinem Beispiel), die dann zur Aufstockung der Kohle dann ihre Leistung woanders anbieten müssen. Doch auch unsere jetzige Regelung ist aufgeweicht genug, das sie eher einem Schwamm als einem sicherem Arbeitsplatz gleicht. Ich kann mich gut an eine Vorlesung eines Profs erinnern der mir mal sagte: Vor 20 Jahren gab’s in Japan noch den bekannten “Job für’s Leben”. Einmal in der Firma, blieb man bis zur Rente dort. Das ist heute aber ganz und gar nicht mehr der Fall.

    Ist aber die hetzige Handhabung, mit einem gesetzlich festgelegtem Ruhetag, tatsächlich die beste Lösung ? Ich muss offen und ehrlich sagen … ich weiß es nicht. Viele Länder handhaben ihre Regelung vollkommen unterschiedlich. Wir sind seit urzeiten daran gewöhnt, Sonntags ausschlafen zu dürfen. Vielleicht wollen (oder sollten) wir uns deshalb nicht von ihr trennen. Was sagt man so schön in der Informatik ? Never change a running system ? :) .

  4. exmoonie Sagt:

    Denkbar fair wäre in einer religionslosen Gesellschaft meiner Meinung nach ausschließlich folgende Regelung:
    (1) Es gibt grundsätzlich weder Feiertage noch freie Samstage oder Sonntage (Man frage z.B. einen Koch oder eine Köchin, die wissen Bescheid). (2) Alle ArbeitnehmerInnen und/oder BeamtInnen (die oben genannten Köche und Köchinnen sowie z.B. alle Selbstständigen machen das sowieso schon) arbeiten potentiell an allen sieben Wochentagen. (3) Die jeweils gewerkschaftlich auszuhandelnden (Viel Vergnügen! Stimme hierzu Tischls Einschätzung zu.) freien Tage (inclusive Urlaubsansprüche) unterliegen dem Rotationsprinzip, sodass jede/r auch mal alle paar Wochen Sonntags frei hat, aber ansonsten auch Sonntags zur Post oder zum Amt oder zum Arzt oder sonstwohin gehen kann.

    Ist das nun eine Utopie oder Dystopie?

    Exmoonie

  5. Max Headroom Sagt:

    @tischl

    Unglaublich diese Naivität! Bei der momentanen Arbeitslosenquote ist es für den Unternehmer ein Leichtes, den Arbeitnehmer gegen seinen Willen dazu zu bringen, auch noch sonn- und feiertags arbeiten ZU WOLLEN. In welcher Welt lebst Du eigentlich?

    In einer Gedankenwelt ;) .

    Natürlich hast Du recht wenn Du meinst, das wäre vollkommen trottelig :P . Ich wäre ja wahnsinnig zu “glauben”, unsere Regierung wäre dazu fähig, nötige Rahmen für eine solche Regelung aufzustellen. Eine Gesetzgebung welche dieses “Erzwingen” (bei Bedarf durch Ausbeutung, Slavenhaltung usw. ersetzen) verbietet, bzw. unterbindet, ist anscheinend nicht möglich. Entweder kommen von Oben die Handschellen (Gott hat es eben heilig gemacht, und weder Zeus noch Odin haben interveniert !) oder von Unten (Ohne Grenzen werden Peitschen geschwungen). Ein “Mittelding” ist nicht möglich. Man kann zwar in Eckkneipen mit zu wenig Raum in Friede rauchen, ganz zum Unwohl eines Nichtrauchers, aber eine Regelung die besagt, dass eine Sonntagsarbeit “stark eingeschränkt” gegenüber den Freiheiten des Geschäftsführers stattfinden kann, ist bei einer Mittel- und Oberschichtfreundlichen Politik nicht möglich.

    Aber zumindest das Träumen über diese utopische Welt solltest Du mir schon noch lassen :D .

    PS: Konsumjunkies, die schon nach einem shoppinglosen Tag entzügig werden, sollen sonntags eben im Internet ihrer Sucht frönen.

    Dann versuche mal sonntags, oder von mir aus auch an Wochentagen, in den Monitor hinein zu steigen ;) . Erst kürzlich gab’s im CCZwei Podcast eine interessante Studie zu hören. Demnach sind (männliche) Beamte die Hauptnutzer von Online-Shopping, wärend die Damen, die Erfinderinnen des Wortes “Shopping” eher in der Stadt zu finden sind :) . Es ist das “Erlebnis”, die Ware direkt und greifbar vor sich sehen zu können und sie raubtiermäßig der Konkurrenz entzogen und an der Kasse an sich gegriffen zu haben. Dieses Raubtierverhalten fällt bei einem “Click here to put it in your cart” ziemlich flach. Ein JPEG-Thumbnail erregt eben nur Beamte (Aufregung pur?) oder Computerfritzen wie mich. Frauen brauchen noch echtes Frischfleisch zur reissen :) . *AUTSCH* hierfür kriege ich nun haue :P .
    Im Grunde genommen kann man die gesammte Konsumwelt im Internet abspielen lassen und einzigst und alleine Frischware “live” anbieten. Ein zugeschicktes Paket mit “frischem” Obst ist zu klinisch steril :P . Doch trotzdem existieren Autohändler, Möbelgeschäfte wie auch Schmuck- und Kleidungshändler.

    Wie gesagt … es wäre utopisch schön, gäbe es eine solche Regelung. Natürlich sträuben sich insbesondere die Arbeitgeber hier und da dagegen, das ist verständlich. Aber Verbote würden Verbote bleiben. Das dies nicht möglich sein kann, ist mir schon klar. Wir kriegen ja mit unserer Regierung nicht einmal klar, wie ich in “Kontraste” sehen durfte, einen unsicheren Atomreaktor abgeschaltet zu lassen. Eine solche arbeitnehmerfreudliche Regelung bleibt wohl bis zur Ankunft Jesu – der im Himmel natürlich auch Sonntags rumshoppen kann, weil die Engel stets happy drauf sind – ein Traum.

  6. rolandschwarzer Sagt:

    @Falk: Klar ist das kein Argument, deswegen habe ich ja auch gesagt “ich finde” und nicht “so ist das”. ;)
    Aber ich habe viele Jahre am Wochenende gearbeitet, und nach meinem erleben ist es eben nicht das gleiche, wenn statt des Wochenendes irgendwelche Tage in der Woche frei hat.

  7. tischl Sagt:

    @max headroom:

    “…Arbeiten an Sonntagen wird ermöglicht, aber es unterliegt den Mitarbeiter, ob sie an „freien Tagen“ auch arbeiten wollen…”

    Unglaublich diese Naivität! Bei der momentanen Arbeitslosenquote ist es für den Unternehmer ein Leichtes, den Arbeitnehmer gegen seinen Willen dazu zu bringen, auch noch sonn- und feiertags arbeiten ZU WOLLEN. In welcher Welt lebst Du eigentlich?

    PS: Konsumjunkies, die schon nach einem shoppinglosen Tag entzügig werden, sollen sonntags eben im Internet ihrer Sucht frönen.

  8. Max Headroom Sagt:

    Also ich tendiere eher zu Bernds Vorschlag. Der erscheint mir einfach als der vernünftigste. Kein Geist, kein Gott und kein Konsumminister schreibt vor, man müsse Sontags – zusätzlich zu allen anderen Tagen – arbeiten. Aber wenn man flexibel ist und an dem Tage und der Stunde nix vor hat, kann man sich das Hausgeld ein wenig aufstocken ;) .

    Wichtig ist, dass man YeRainbows befürchtungen schnell einen Riegel vorschiebt. Der Boss der Firma kriegt vom Staat einen Maulkorb verpasst. Arbeiten an Sonntagen wird ermöglicht, aber es unterliegt den Mitarbeiter, ob sie an “freien Tagen” auch arbeiten wollen. Keine Klausel soll genehmigt werden, die eine sonntägliche Arbeit vorschreibt, sondern es soll stets in einem festgelegtem Rahmen des Arbeitsvertrages stattfinden. Mag für Bosse unangenehm sein, ihre (schon bezahlte) Arbeitskraft nicht auch noch Sonntags einspannen zu dürfen – wenn sie nicht wollen – aber so muss man sich überlegen, ob man für (lukrative ?) Sonntagsöffnungen auch zusätzliche Arbeitskraft einspannt oder der Arbeitskraft im Gegenzug zur Sonntagsarbeit entweder mehr vergütet, oder mehr die restliche Arbeitszeit der Woche demgemäß variiert. So könne man auswüchse verhindern. Sicherlich sehr zum Unwohl der FDP & Co. ;) . Aber wenn es keine humane Grenzen gäbe, wären US-Umstände und der ausufernden Ausbeutung ansonsten Tür und Tor geöffnet.

    Die Firma oder der Laden kann sich dann entscheiden, ob sie Sonntags “das Risiko” eingehen möchte, und der Arbeitskraft zusätzliche Moneten zuschiebt, aber aufgrund einer finanzschwachen Zeit oder schlechter Lokalität keine zusätzlichen Gewinne einfahren kann. Der Laden muss ja bezahlt werden (Strom, Miete, …), egal ob Montag oder Sonntag. Sonntags kommt noch der Lohn des Arbeiters hinzu. Ist am Ende der Rechnung noch was positives zu sehen, dann kann der Geschäftsführer den Laden laufen lassen und ist glücklich … die Kunden bestätigen dies und die Arbeiter haben dann auch mehr Geld (oder mehr Zeit) übrig. Kommt nix raus, so kann er dies als Experiment ansehen und die alte Form beibehalten.

    Heute gibt es Menschen, die Sonntags arbeiten würden, es aber nicht dürfen. Die Begründung kommt aus der Tradition. Ich bin der Meinung, dass man mit bestimmten Grenzen hier ebenfalls einen Schritt nach vorne machen kann. US-Verhältnisse werden wir so schnell nicht haben, wie das Beispiel der Walmart-Kette hier in Deutschland bewiesen hat ;) .

  9. exmoonie Sagt:

    Vorsicht beim Vorbild USA: nicht nur können amerikanische Hausfrauen 7 Tage lang 24 Stunden einkaufen, sondern sie (wenn sie denn gerade nicht einkaufen sondern z.B. als Drittjob im Supermarkt arbeiten) und ihre Männer (falls sie denn welche haben) können auch 47 Wochen lang je 7 Tage lang arbeiten gehen: der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt 1 Woche.

  10. rhenus Sagt:

    ..soviel zur Trennung von Kirche und Staat in Deutschland….
    …wenn schon die Kirchen leer sind…. dann sollen auch die die Konsumtempel des Volkes geschlossen bleiben…

    Bischof Mixa würde es sich bei einem unpassenden Richterspruch (wie dem Kruzifixurteil des Strassburger Gerichts für Menschenrechte) einfacher machen und sein gestörtes Verhältnis zum Rechtsstaat predigen…indem er kürzlich die Politik aufforderte den europäischen und wegen unserer Mitgliedschaft im Europarat verbindlichen verbindliche Kruzifixurteil einfach zu ignoriern. So einfach wie Bischof Mixa können wir es uns aber nicht machen:machen.

    Warum haben traditionelle Kirchen immer noch mehr Einfluss auf den Staat als das Volk, das sonntaglich mit den Füssen für den Verkauf und gegen die Kirchen stimmt? Wie kommt solch ein mittelalterlicher Unfug überhaupt in eine moderne demokratische Verfassung?

    ….übrigens werden sich anderen europäische Metropolen über unseren Schildbürgerstreich mächtig freuen…es wikrt als unerwartetes Konjunkturprogamm….nachdem man Amsterdam aus dem Rhein-Ruhr Raum Sonntags in 2-3 Stunden erreicht, sind die Amsterdamer Konsumtempel nur noch am Königinnentag und am heiligen Abend geschlossen..Sonntags wird dort deutsch gesprochen…so ähnlich geht es auch im Elsass zu….auch Paris wirbt mit seinen Kaufhäusern….

    Erst unlängst haben mutige Deutsche mit dem Motto “Wir sind das Volk” den Mächtigen gezeigt, wie es weitergehen soll…….Sollte mittelalterliche kirchliche Interessengruppen Veränderung und Anpassung an das 21. Jahrhundert behindern….Montagsdemos könnten Politiker wie Kirchenfunktionäre einsichtiger machen……

    ..übrigens in “God’s own Country”, in den USA, wo der Kirchgang heute noch “in” ist, waren die Kaufhäuser früher am Wochenende so verrammelt, wie in der alten Bundesrepublik….übrigens auch mit dem gleichen abgöttlichen Argument…das die Richter aus der modernen deutschen Verfassung zitierten…Die Frauenpower Nachkriegsamerikas, die damals den Arbeitsmarkt flutete machte den (meist männlichen) Politikern schnell klar, entweder die Konsumtempel der Nation dürfen 7 Tage die Woche und 24 Stunden öffenen oder der Haussegen hängt schief…….heute gibt es keine staatliche Eingriffe mehr in die Ladenöffnungzeiten….

    ….übrigens werden sich anderen europäische Metropolen über unseren Schildbürgerstreich mächtig freuen…es ist ein unerwartetes Konjunkturprogamm….nachdem man Amsterdam aus dem Rhein-Ruhr Raum sonntags in 2-3 Stunden erreichte, sind die Amsterdamer Konsumtempel nur noch am Königinnentag und am Heiligen Abend geschlossen..Sonntags wird dort deutsch gesprochen…

    Wir müssen aus unserer Verfassung endlich den Restmüll des Mittelalters entsorgen, bevor der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte herausfindet, die mangelnde Trennung von Kirche und Staat behindere die Religionsfreiheit in Deutschland……..

  11. YeRainbow Sagt:

    Ich denke, genau das ist das Problem. Man will die Leute schon arbeiten lassen, aber es ihnen niht extra vergüten.
    Im Grunde soll man dem Chef noch Geld mitbringen für die Gnade, arbeiten zu dürfen. Und wenn 24 Stunden am Tag – oh, ja, Chef, wunderbar!

    Aber darin sieht die Kirche vordergründig eher keine Schwierigkeiten, ihre eigenen Leute arbeiten ja auch außertariflich (Caritas zB).
    Und wo es nur um einen Formalismus geht, ach, Gottchen. Das ist doch leeres Stroh. Viel Lärm um nix.

  12. exmoonie Sagt:

    @Bernd

    Musst Du Samstags auch arbeiten? Kann ja sein.

    Exmoonie

  13. Bernd Sagt:

    Was ist eigentlich mit denen, die die ganze Woche hart arbeiten und abends zu müde sind oder schlicht nicht die Zeit haben einzukaufen?

    Andererseits muss man unbedingt an das Verkaufspersonal denken und ihnen attraktive Angebote hinsichtlich einer fairen Entlohnung für den Sonntag machen.

    Mein Vorschlag:
    Sonntags haben die Läden geöffnet, freiwillig, und zwar von 14.00 – 19.00 Uhr, 5 Stunden, in denen auch der gestressteste Wochenangestellte nach ausgiebigem Schlaf in Ruhe seine Einkäufe tätigen könnte. Der Sonntagmorgen bliebe eine Zeit der Ruhe und der Erholung.
    Schließlich würde die Sonntagsarbeit gut entlohnt, damit auch die VerkäuferInnen ihr Auskommen haben. Zudem müssen sie nicht jeden Sonntag ran, sondern im stetigen Wechsel.

    Und wer sonntags unbedingt in die Kirche, die Synagoge oder die Moschee will, hat die dazu nötige Ruhe und Zeit.

    Einwände?

  14. Stefan Sagt:

    Ich bin auch gegen Verkaufsoffene Sonntage.
    6 Tage pro Woche fürs Einkaufen reichen völlig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mehr Verkaufstage auch mehr Umsatz verursachen. Die Leute gehen einfach nicht mehr nach dem Feierabend, sondern am Wochenende einkaufen. Auf der anderen Seite werden echte Arbeitsplätze an den Kassen durch Minijobs ersetzt.
    Haben die Kassierer überhaupt regelmäßig freie Tage? Ich meine komplett von früh bis abends. Nicht nur in der Summe auf die Woche hochgerechnet.

  15. Nissen Sagt:

    Na gut dann eben kein sonntagsschutz von mir aus kann ab jetzt eben der Montag zum Sonntag werden. Ich sehe den Sonntag nicht aus religiösen Gründen als schützendswert an.

    Ein freien Tag in der woche sollte aufjedenfall gesetzlich gesichert werden.
    - argumente für die Aufhebung , wie Wirtschaftstärkung stinken zum Himmel. BW und Bayern sind die Länder mit den meisten Feiertagen und ihnen geht es wirtschaftlich am besten. Die einzigsten Bundesländer die der BRD noch gewinne einfahren, (mit Hamburg als Stadtstaat).

    Die benötigte Arbeitszeit sinkt durch gesteigerte Produktionsprozesse, durch automatisierung, bessere Datenverarbeitung, doch die Menschen in haben immer mehr arbeiten. Das ist pradox. Während immer mehr Menschen arbeitslos werden wissen die anderen garnicht mehr wo hin mit der arbeit….

    MEIN VORSCHLAG:

    - Freitag Samstag Sonntag gesetzlich freie Tage.
    - mehr Feiertage einführen: einen Evolutionstag, Maxwell-Boltzmanntag, Max Plank Tag, noch ein paar politische und damit wir genug zusammen kommen ein paar muslimische, jüdische, hinduistische etc Feiertag!

  16. YeRainbow Sagt:

    Der Pastor hält sich nicht mal selbst dran, daß am Sonntag nicht gearbeitet wird!!!
    Und den Kantor zwingt er auch dazu.

  17. Falk Sagt:

    @rolandschwarzer
    Das ist doch kein Argument…

    Überhaupt fehlt es grundsätzlich an brauchbaren Argumenten für den Sonntagsschutz, außer dass er eben im Grundgesetz verankert ist.

  18. rolandschwarzer Sagt:

    Also um ehrlich zu sein, finde ich verkaufsoffene Sonntage auch Scheiße. Jetzt mal unter uns, an 6Tagen kann man zwischen 7 und 22Uhr kaufen, was das Herz begehrt und der Geldbeutel hergibt, da kann doch wenigstens am Sonntag mal Ruhe sein, gelle?

    @tischl: He! Das Nachholbedarf. Wir hatten doch 40Jahre nix! Noch nicht mal Weihnachten. ;)
    @petersemenczuk: Von wegen “Tut Buße”! Am Sonntag tu ich nix, und Buße schon mal gar nicht! Außerdem tut man nicht tut benutzen!

  19. rolandschwarzer Sagt:

    Also um ganz ehrlich zu sein, finde ich verkaufsoffene Sonntag auch Scheiße. Jetzt mal ehrlich 6Tage kann man von 7-22Uhr kaufen was das Herz bekehrt und der Geldbeutel hergibt, da kann doch mal einen Tag Ruhe sein, gelle?

    @tischl: zu Frage 1: Das ist Nachholbedarf, wir hatten doch vierzig Jahre nix. Noch nich mal Weihnachten.;)
    @petersemenczuk:

    Tut Buße

    Pöh! Am Sonntag tu ich nix, und Buße schon mal gar nicht! Außerdem tut man nicht tut benutzen.

  20. Tweets die Der Sonntag ist heilig! « Brights – Die Natur des Zweifels erwähnt -- Topsy.com Sagt:

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von nickpol, nickpol erwähnt. nickpol sagte: Der Sonntag ist heilig!: http://wp.me/p36Ae-1Iy [...]

  21. petersemenczuk Sagt:

    Der Sabbath/Samstag,den die 1.Gemeinde und Volk Gottes-die Juden heiligen sollten, geht uns Christen nichts an,auch wenn die beiden von Gott abgefallenen”christlichen” Religionen, ihn auf den Sonntag (1.Tag der Woche) verlagert haben in ihrer Arroganz, Hochmut und Gottlosigkeit, denn wer Gottes Wort und Gebote verwirft, den hat Gott auch verworfen und ist nach dem Urteil Gottes-Gottlos und Widerchristlich!!!
    Außerdem lautet das Gebot Gottes an die 1.Gemeinde und Volk: “Du sollst den Sabbath heiligen”!
    Nun wie heiligt man als Jude oder als Christ,
    den Sabbath/Samstag und “Sonntag”?
    Indem man wider Gott und seinen Geboten sündigt und den weltlichen, fleischlichen Lüsten und Begierden nachgibt und voll auslebt? Galater 5, 24/ Römerbrief 6,7,8,

    Welch eine Heuchelei,Lüge und Notlüge durch die Unterwanderung des Fürsten dieser Welt,dem Satan,
    hat dieses von Menschen/Fleisch und Blut gestiftete und organiisierte “Christentum” befallen.
    Christus sagt:”Sie haben Augen und sehen nicht,
    sie haben Ohren und hören nicht”,
    Vom Kleinsten bis hin zu dem Größten, darum werden sie auseinanderfallen und nichts von dem erben, was Gott ihnen zugesagt hat.
    Tut Buße, das ist der Weg und die Tür zu dem wahrhaftigen Gott und zu Eurer Annahme durch Gott und seinem Christus.

  22. tischl Sagt:

    Frage 1:
    Warum müssen die atheistischen Ossis gerade vor Weihnachten so viel einkaufen gehen?

    Frage 2:
    Bekommt das hochverschuldete Berlin inzwischen so viel vom Länderfinanzausgleich, dass sechs Tage pro Woche zum Verprassen einfach nicht mehr ausreichen?


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