Eine Reise durch die Welt der Religionen

Glaube ist wie eine Pusteblume: Bekommt er Wind von vorn, verkrümelt er sich in alle Himmelsrichtungen.    Foto: ap

Glaube ist wie eine Pusteblume: Bekommt er Wind von vorn, verkrümelt er sich in alle Himmelsrichtungen. Foto: ap

Noch mehr Wissenswertes über die Religionen dieser Welt

VON PETER KÖHLERtaz

Gotteszwack, Teufelhack

Es gibt mehr Dinge, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt, glaubte der Dichter William Shakespeare. Dabei ist nicht einmal sicher, dass es ihn selber gab. Das teilt er freilich mit anderen und vor allem mit einem Herrn, der einen weißen Rauschebart trägt und sich Gott nennt. Was es aber in der Welt der Religionen gibt, zeigt unsere neuerliche Reise durch den Glaubenskosmos.

Die polytheistischen Marinki, die seit dem frühen Altertum in den russischen Karpaten siedeln, verehren bis heute Obstbäume als Gottheiten, und Haine dienen als Tempel. Beweis der Wahrheit ihres Glaubens ist der Erfolg: Nach jedem Winter schlagen die Götter im Frühling wieder aus und tragen im Sommer für die Gläubigen reiche Frucht, aus der die Marinki ihren Göttertrank gewinnen, den “Nektar”, den sie dann an Discounter verkaufen.

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Die “Kinder Jahwes”, Anhänger einer dem Buchstabenglauben verhafteten jüdischen Sekte, betrachten sich als Ebenbilder Gottes und beten der Einfachheit halber deshalb sich selber an.

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“Gelobesam bekirchenhoch ab Eleusium. Gemenschenvoll verbibelbums zu Gotteszwack! Amen.” Dieses Gebet sprechen die Mitglieder der “Innersten Kirche der Pfingstkirche” am Ende jeder Messe. Ihr Glaubensstifter, der Norweger Peer Wersus, sprach es einst, als er bei einer Missionsreise durch Deutschland die Gabe der Zungenrede empfing. Lange grübelten seine deutschen Jünger über den göttlichen Sinn dieser Worte, bis der Heilige Geist ein zweites Mal auf Peer Wersus niederfuhr und dieser klar und deutlich verkündete: “Geseligkeit verpfarrerich in corpores! Zerpäpstigung anheilighaft zu Gottes Hapf!! Amen!!!” Da verstanden sie, dass man nicht verstehen muss, was man nicht verstehen kann, da der Glaube allemal höher steht – ganz wie es ihnen Peer Wersus in ihrer Muttersprache verkündete: “Beglaubensack abgottestum – verwissentot zu Teufelhack!”

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Eine Antwort zu „Eine Reise durch die Welt der Religionen“

  1. Yeti Sagt:

    Gnihihi, selten so gelacht … *tränenwegwisch*

    Aber, “Beglaubensack Abgottestum” ist das nicht geklaut? Bei mir klingelt da irgendwie der Grosse Diktator, evtl. in der nicht synchronisierten Fassung, da ich dazu tendiere, Medien in der Originalsprache zu komsumieren …

    Kann einer nachhelfen?


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