
Quelle: www.adventuresuedafrika.ch
Traditionalisten wollen zur Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika sogenannte Opferkühe schlachten. Das Schlachten soll dazu dienen die Ahnen zur Weltmeisterschaft einzuladen.
Als Initiator fungiert der Makhonya Royal Trust, dem die Koordinierung aller kulturellen Aktivitäten zur WM überlassen wurden. Der zuständige Minister für Traditionsangelegenheiten der Südafrikanischen Regierung hat seine Unterstützung zugesichert. Mit diesem Schlachtritual werde man die afrikanische Identität betonen.
Vielleicht fliegt man ja dann die geschlachteten Kühe nach Nordafrika, in die Sahelzone, um den dort Hungernden etwas zum beißen zu bringen und die Lebenden am Spektakel teilhaben zu lassen. Bei Bau der Fußballstadien gab es immerhin schon die ersten Tieropfer. Bleiben dem Fußballfan, Kreuzchen tragende Stars schon nicht erspart, werden auch noch obskurantische, steinzeitliche Rituale vollzogen. Immerhin sollen die Opfertiere vor der Tötung ordentlich behandelt werden, das hat die südafrikanische Tierschutzorganisation SPCA zugesichert.
Das Opfertier muss bei der Opferung laut schreien und brüllen, damit die Ahnen es hören, vielleicht ist es ja so laut, dass ER es hört und Jesus zur Fußball-WM wiedererscheint. Zumal ihm ja ähnliches widerfahren war. Wurden ihm doch, der Sage nach, ordentliche Nägel durch Arme und Beine getrieben und das alles an mindestens zwei Stücken Holz. Die Fama berichtet weiter, dass sein eigener Vater ihm im Stich ließ. So etwas gehört eigentlich vor Gericht und für immer weggesperrt.
Damit das Opfertier auch gut brüllt muss es gequält werden, eine grundlegende Voraussetzung für den Erfolg, damit die toten Ohren dahin gegangener Vorfahren es hören können. Bei Beerdigungen nimmt man aus diesem Grunde gerne Ziegen, die dann mit entsprechenden Messern malträtiert werden.
Vielleicht hätte Deutschland seinen Torhüter opfern sollen. Helden braucht das Land, auch Anti-Helden, die Medien und die Kirchen könnten dann im eigenen Betroffenheitssumpf ersaufen.
Seltsam ist, dass Gottes Liebe mit Blut erkauft werden muss. Menschen werden wohl nicht mehr geopfert, auf den Altären, Tiere indes haben da wenige Chancen. So war es in Spanien, bis vor wenigen Jahre Brauch lebende Ziegen vom Kirchturm herab zu werfen, lebenden Hähnen wurden die Köpfe abgerissen und nicht zu vergessen, der genagelte Jesus.
All diese Erkenntnisse werden sicherlich nicht dazu beitragen die dunklen Traditionen afrikanischer Kultur zu vergessen. Es wird noch viel gestorben werden im Namen der Götter oder des Einzigen.
Nach einer Vorlage der Südafrika-News






































































November 20, 2009 um 3:25 am
@nickpol:
„…@Harald, verschon mich bitte mit deinem bigotten Gutmenschentum. Der Mann hat ganz egoistisch gehandelt…“
Genau! Ein Freitod wegen einer psychischen Erkrankung, welche den Hirnstoffwechsel so manipuliert, dass der Betroffene nicht mehr zurechnungsfähig ist nennt man Mord, genauer gesagt Selbstmord. Der Erkrankte lädt für seinen Egoismus Schuld auf sich, er verdient kein Mitleid. So ist exakt die Meinung der katholischen Kirche. Und die von nickpol.
Empfehlenswert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Depression
November 20, 2009 um 3:01 am
Afrika: „ein paar Rinder für die afrikanischen Ahnen zu opfern“
= tiefer und inhumaner mittelalterlicher Aberglaube. Ekelhaft!
Westliche Welt: „Millionen Rinder für die BigMac-Produktion zu opfern“
= aufgeklärter säkularer Humanismus. Beispielgebend!
Wer’s glaubt, wird selig!
November 19, 2009 um 2:03 pm
@argus
“Es muss aber zumindest die Frage erlaubt sein, weshalb Robert Enke nicht stationär behandelt wurde ?”
Weil du niemanden dazu zwingen kannst, so lange er vollständig zurechnungsfähig zu sein scheint. Da ja offensichtlich niemand etwas von der Depression gewusst hat, hat er sich also sehr gut im Griff gehabt. Da gab es einfach keinen Grund zu einer Einweisung.
“Aber eine akute Suizidgefahr muss ein Psychiater erkennen.”
Das ist eine zeimlich steile Behauptung. Die Depressionen zogen sich schon über einen langen Zeitraum. Du weißt nicht, wie oft der Psychiater Kontakt zu ihm hatte. War das regelmäßig oder fallweise? Du weißt nicht, ob es sich um einen plötzlich auftretenden Depressionsanfall handelte. Eigentlich weiß man gar nichts über den Fall. Schreibst Du ja selbst. Da wäre ich mit solchen Vorwürfen doch sehr vorsichtig.
November 19, 2009 um 8:37 am
Tieropfer zur Fußball-WM !? Toll ! Super ! Wau ! Hoffentlich wird alles live im (jugendfreien) Fernsehen übertragen ! Z.B. vor dem WM-Eröffnungsspiel, in den Halbzeitpausen und nochmals – als Einstimmung – vor dem WM-Finale ! Die Spiele allein reissen doch die Zuseher kaum noch aus den Fernseh-Sesseln ! Brot und Spiele allein bringen doch längst nicht mehr die hohen Quoten. Das Publikum fordert mehr ! Blut, Brot und Spiele, das ist offenbar der ultimative Promotion-Gag. Was sagt wohl die FIFA dazu ?
Im übrigen teile ich die Wertung von “nickpol”. Kaum ein Teilnehmer an der Trauerfeier von Robert Enke dürfte sich gefragt haben, wie wohl dem Lokführer zumute gewesen sein muss, und wie er mit diesem Erlebnis jemals fertig werden soll ? Und – wer fragte nach den Gefühlen und Empfindungen der Menschen, die mit der schauerlichen Pflicht beauftragt waren, die Überreste des Selbstmörders zu beseitigen !?
Es muss auch die Frage nach der Qualifikation des Psychiaters erlaubt sein, der offensichtlich den Ernst der Lage, in der sich sein Patient befand, nicht erkannt hat ? Aus eigenem Erleben (in der Verwandschaft) weiss ich, dass zu Depressionen neigende Menschen nicht logisch denken und handeln. Aber eine akute Suizidgefahr muss ein Psychiater erkennen. Der Einsatz von Psychopharmakas muss in einem solchen Fall eben nicht nur vorgeschrieben, sondern auch überwacht werden. Die der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Fakten erlauben es nicht, ein Versäumnis des Psychiaters festzumachen. Es muss aber zumindest die Frage erlaubt sein, weshalb Robert Enke nicht stationär behandelt wurde ? Da muss irgendetwas ganz gewaltig schiefgelaufen sein !
November 18, 2009 um 2:13 pm
@nickpol
“Der Mann hat ganz egoistisch gehandelt.”
Du hattest wahrscheinlich noch nie intensiv mit Menschen zu tun, die unter Depressionen leiden. Deren Gefühle oder Handlungen sind manchmal logisch nicht nachvollziehbar. Für sie selbst machen sie aber durchaus Sinn. Oder sie sind nicht mehr in Lage, sie zu kontrollieren. Andere merken das vielleicht gar nicht oder erst, wenn es zu spät ist.
Mit Egoismus hat das nicht das Geringste zu tun.
November 17, 2009 um 9:54 am
@Harald, verschon mich bitte mit deinem bigotten Gutmenschentum. Der Mann hat ganz egoistisch gehandelt. Jeder Selbstmord hat eine Geschichte und die Witwe hatte nichts besseres zu tun als der Vermarktung des Selbstmordes ihres Mannes zu zustimmen. Mir tut der Lokführer leid und all diejenigen die die Reste einsammeln mussten.
Und ist Selbstmord unter katholischen Aspekt nicht gar ein Verbrechen?
November 17, 2009 um 2:52 am
Was ist daran seltsam ? Irgendwelche Steinzeitmenschen haben mal rausgefunden, dass
. Und der Gott der Schöpfung, der alles und jeden liebt, wird durch übermäßigem Blutfluß erst recht (sexuell ?) erregt und milde gestimmt.
der Aderlassdie Entnahme bzw. der Verlust einer bestimmten Menge des roten Saftes, der Person nicht gut tut. Irgendwann hört der Mensch auf zu atmen, wenn zuviel roter Saft auf dem Boden fällt. Also zeigt man das “Leben” bzw. den “Wert des Lebens” am besten, wenn … kein Leben mehr da ist. Das nennt sich “religiöse Logik”In Afrika scheint es eben noch immer zu gelten. Wärend man sich hier einer Leiche an einem Todesinstrument widmet, wurde die “gute alte Tradition” dort weitergeführt. Mich wundert es nur, dass Pappa Benediktus, der Bewahrer und Verteidiger der kirchlichen Tradition und ehemaliger Boss der Inquisitionsabteilung, immer noch keine Folterinstrumente (zwecks Mildestimmung der hebräischen Gottheit) eingeführt hat. Die Piusse würden das Holzgerüst zimmern, wärend die Opus Dei Kirchenfreunde die spitzen Dornen für besonders tiefe Schnittwunden anfertigen. Zusammen mit der fast-heiligen Mamma Teresa, wird der Schmerz, das Leid und das Blut wieder als “Zeichen der Liebe Gottes” Einzug in unser alltägliches Leben finden. Dann belehren wir unsere Kinder über den Sinn und die Notwendigkeit solcher bluttriefender Gerätschaften, wärend wir zum afrikanischem Volk rüberschauen, die uns wieder auf dem Pfad der Liebe geführt haben … durch Blut und Schmerzensschreie.
Und wenn wir noch ein wenig Glück und Zeit haben, fällt sogar mal ein Tor
.
November 16, 2009 um 1:48 pm
humanismus hat nicht zwangsläufig was mit Menschenfreundlichkeit zu tun.
November 16, 2009 um 10:43 am
@nickpol
Mag sein, dass da medial was übertrieben wurde. Ist mir relativ schnuppe. Ist sicherlich auch Ansichtssache.
Aber dumme Sprüche auf Kosten von Toten zu machen ist geschmacklos / abartig / …
Würdest Du den genannten Satz der Witwe vorlesen?
Ich habe gedacht, dies sei ein humanitischer Blog. Solche Sprüche finde ich nicht gerade sehr menschenfreundlich.
November 16, 2009 um 10:20 am
@Harald, pervers ist was anderes. Pervers ist, wenn eine Gesellschaft in medialer Betroffenheit versinkt, weil sie die “teuren” Toten hofiert, statt den Lebenden zu helfen.
November 16, 2009 um 9:52 am
“Vielleicht hätte Deutschland seinen Torhüter opfern sollen.”
Ein dümmerer Spruch fiel dem Schreiber wohl gerade nicht ein…
Wenn jemand letzte Woche keine Nachrichten gesehen/gelesen hat, dann könnte man das vielleicht noch als pseudowitzigen Nebensatz abtun. So ist es einfach nur pervers.
November 15, 2009 um 5:28 pm
@Yeti
November 15, 2009 um 5:23 pm
Unter Todesqualen schreiende Tieropfer sollen die afrikanische Identität betonen?
Na danke vielmals. Hätte das ein Europäer gesagt, wäre er gleich wieder als Nazi bezeichnet worden.
November 15, 2009 um 1:16 pm
Ich freue mich schon auf eine Fussball-WM, die in Jamaica stattfindet …
Y
November 15, 2009 um 9:18 am
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