Kreationist Roland Schwab: «Nichts wird hinterfragt.» (mars)
Mit «95 Theorien gegen die Evolution» wurde kürzlich ein Buch mit streitbarem Inhalt veröffentlicht. Der Hauptautor Roland Schwab aus Wetzikon ist von dessen Inhalt überzeugt.
Zürcher Oberländer – Martin Sturzenegger
«Die Fakten sprechen gegen die Evolution.» Der Wetziker Roland Schwab lehnt sich weit über den Holztisch, nimmt sein Buch in die Hand und sagt weiter: «Die Evolution ist ein wissenschaftliches Modell, das mit wissenschaftlichen Methoden widerlegt werden kann.» In seiner Stimme liegt eine tiefe Überzeugung, ein starker Glaube, den er als Mitautor des kürzlich erschienenen Buches «95 Thesen gegen die Evolutionstheorie» nun schriftlicht festhielt.
«Nichts wird hinterfragt»
Der 35-jährige Schwab ist Mitglied der Evangelischen Kirche und besucht seit mehreren Jahren die Freie Evangelische Gemeinde in Wetzikon, die auf ihrer Homepage schreibt: «Wir wollen den Menschen in Wetzikon und Umgebung Jesus Christus, wie ihn die Bibel uns zeigt, bekannt machen.» Man merkt Schwab an, dass er gerne diskutiert und sein Gegenüber von seinen Anliegen überzeugen will: An wichtigen Stellen hebt er seine Stimme und gestikuliert mit Armen und Händen. Dass er mit seinem Buch auf viel Kritik stossen wird, ist sich Schwab bewusst: «Sagt man in unserer Gesellschaft etwas Evolutionskritisches, denken die Leute gleich, man lebe hinter dem Mond.» So hätten sich am Buch mehrere Autoren beteiligt, die anonym bleiben wollen. Darunter Gelehrte und Professoren, die gemäss Schwab ihre Anstellungen gefährdeten, falls ihr Name im Zusammenhang mit diesem Buch genannt würde.






































































November 16, 2009 um 8:23
Sagen wir mal so…. der Glaube sagt nichts aus über die Wirklichkeit, nihts über uns Ungläubige, nichts über einen Gott (an sich).
er sagt nur was über die Glaubenden aus, über ihre (heimlichen) wünsche, über ihre (heimlichen) Hoffnungen, über ihre Ängste.
und natürlich über ihren machtanspruch auf andere.
Alles in allem ergibt sich ein umfassendes Bild.
Es gibt in der Psychologie eine Technik (die Plananalyse), die man nutzen kann, um recht klar herauszuarbeiten, was Menschen beabsichtigen und erreichen wollen…
November 15, 2009 um 3:48
@tom-ate (cooler name
)
Natürlich ist ein „Streit“ zwischen Nichtglaube und Glaube an überirdischer Magie vollkommen sinnlos. Es wäre auch kein Problem wenn die 95 These in einer Comic-Convention unter Fans als Schauspielstück aufgeführt werden würden. Ich hätte auch kein Problem, wenn die das ganze als Comicfilm mit Superhelden und Hexen auf fliegenden Besen zeichnen würden. Dann wäre zumindest klar, dass Geister, die mit Superkräften und Vogelgefieder am Rücken die Welt durch Schlamm und Spucke erschaffen haben sollten, eindeutig als Fantasiewesen ohne jeglichen Bezug zur Realität anzusehen sind. Sie würden genauso Fantasie sein, wie die Zahnfee, der rote Weihnachtsmann aus dem Kamin, der Osterhase, der bunte Eier schei … äh … legt und der Glücksdrache, der aus einer uralten chinesischen Tropfsteinhöhle nachts rauskommt, um unartige Kinder Albträume zu bescheren.
Doch hier sind keine Comic-Autoren am Werk und wollen ein weiteres Fantasieprodukt zur Unterhaltung vorlegen !
Die Kerle meinen es ernst ! Die wollen tatsächlich ohne unabhängig bestätigte Tatsache den Leuten weismachen, dass ein Zauberwesen (Superhexe, Drachen, Göttlicher Funke – zutreffendes bitte anstreichen) vor einigen Jahren aus Langeweile und aus Einsamkeit auf die gloreiche Idee kam, in einem riesigem Vakuum namens Universum einige Milliarden über Millarden von Sonnen, Planeten und weitere vor sich hinschwebende Gesteine und Staub zu erschaffen, damit (extrem!) kurze Zeit später durch das Fingerspiel dieses Wesens (oder der weiteren Wesen) Menschen, Tiere und Pflanzen aus dem Nichts erscheinen und sich später fragen, „woher“ sie letztens gekommen sind.
Diesen Schwachsinn des Ernstnehmens solcher althebräischer Traumgeschichten sollte man eigentlich links liegen lassen. Doch da die Händefalter tatsächlich in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ihre Geschichten als „Wahr“ durchsetzen wollen – und es sogar in einigen Gebieten sind ! – dann sträuben sich mir die Haare zu Berge und die Fußnägel brennen so fürchterlich
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Wenn man nicht aufpasst und stetig drauf aufmerksam macht, dass die Geisteranbeter in der ernstzunehmenden Wissenschaft ständig gegen die Wand laufen, schlüpft noch einer durch und gibt unseren Kindern statt hart erarbeitetes, überprüftes und belegtes Wissen, irgendwelche Zaubergeschichten von Propheten im Trancezustand, welche die Botschaft von Gott „bezeugen“ können. Das ganze dann gestützt durch das Flagellum oder der sogenannten „falschen Datierung“ des Erdgesteins. Fantasie, gepaart mit reiner Pseudowissenschaft, ergibt eine gefährliche Mischung.
„Die Evolution ist ein wissenschaftliches Modell, das mit wissenschaftlichen Methoden widerlegt werden kann“, sagt Herr Schwab. Damit hat er nicht unrecht, denn Wissenschaft muss offen, „angereifbar“ und auch widerlegbar sein. Das heisst, dass der zu erforschende Gegenstand real existieren muss. Schwarze Löcher, Dunkle Materie und selbst die Lichtgeschwindigkeit lässt sich messen, durchrechen und „erahnen“ – bzw. durch weitere physikalische Messungen bestärken (oder abschwächen). Mit einem „Gott“ geht dies absolut gar nicht ! „Gott“ ist gar nicht definierbar, denn „Gott“ ist genauso ein abstraktes Konstrukt wie „Schräg“ oder „Gut“. Jede Kultur und jeder Mensch dort hat vollkommen andere Einsichten über dieses „Gott“-Wesen und bei keinem von ihnen lässt sich „mehr Gott“ oder „weniger Gott“ messen, schätzen oder andersweitig wahrnehmen. Bestes Beispiel sind die unzähligen Kinderf**ker und antisemiten im Dunstkreis des althebräischen Monotheisten „JHWH/Jesus/Hl.Geist“. Sind Bischöfe, die gegen Juden wettern nun „göttlicher“ als der Otto Normalverbraucher ? Liegt es an dem „Studium“ der Geistergeschichten ? Der Beherrschung der Zeremonien ? Dem Berufstitel ?
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Wärend man einen Arzt anhand der erbrachten Leistungen des erlernten Faches „messen“ kann, ist das „göttliche“ in einem Theologen ganz und gar nicht messbar. Das Wesen „Gott“ erst recht nicht. Ist ja auch kein Wunder… George Lucas’ „Krieg der Sterne“ Epos wird ja ebenfalls nicht als wissenschaftliches Lehrfach unterrichtet und es gibt keine Abschlüsse in Diplom-Yodaismus oder einen Magister in Jeditums. Bei dem „Herrscher der Sternenkriege“ namens Gott ist dies aber so
Da merkt man schnell, mit welchem Wasser diese Kreationisten ihre Wissenssuppen kochen
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November 14, 2009 um 12:51
Über religiösen Glauben zu streiten, ist nutzlos. Die einen haben ihn, die andern nicht. Die einen entdecken ihn, die andern verlieren ihn. Jeder Glaube hat den Zweifel im Gepäck. Und um diesen nicht auspacken zu müssen, werden viele Gläubige leider ziemlich rigide.
Aber an die Evolution muss man nicht glauben, dafür gibt’s genug Evidenz. Ein Glaube, der die Evolutionstheorie in Frage stellt, ist weder ‘wissenschaftlich’ noch intelligent. Und trotzdem ist dieser kreationistische Glaube stark. Das wiederum zeigt nur, wie schwach der menschliche Geist im Durchschnitt ist.
November 14, 2009 um 10:33
Selbst wenn der gute Mann Recht hätte und die Evolution falsch wäre, warum soll dann „Gott“ als Gegenmodell stehen.
Welche Beweise gibt es dafür? „Gott“ ist nicht mal ein wissenschaftliches Modell sondern nur ein Wunschgedanke auf Kleinkinderniveau.
Wenn diese Leute schon „wissenschaftlich“ gegen die Evolutionstheorie vorgehen wollen, dann müssen sie ihre Gegenmodell genauso begründen. Dies wird nicht funktionieren, denn es gibt keinen Gott.
November 13, 2009 um 7:50
Wow, das nenne ich Sendungsbewusstsein…
Man könnte aber auch sagen, ProGenesis sei wenigstens konsequent in der Verteidigung willkürlicher Annahmen. Der pseudo-wissenschaftliche Wortschmuck, den W&W um den Kreationismus herumdichtet, ist jedenfalls kein Stück weniger peinlich.
November 13, 2009 um 12:53
ist ja mal herzig!
„nichts wird hinterfragt“? das passt wohl am auf den blinden bibelgehorsam dieser leute. was ist denn bei dieser schöpfungsgeschichte mit allem drum und dran bewiesen?
November 13, 2009 um 10:34
Wie schwach das ist, was die bei ProGenesis treiben, sieht man schon daran, dass die wichtigste kreationistische Organisation in Deutschland, Wort und Wissen, sich genötigt sieht, eine Pressemitteilung zu dieser Aktion zu schreiben:
http://www.wort-und-wissen.de/presse/main.php?n=Presse.P09-2
November 13, 2009 um 9:52
Auch der hat nie wirklich begriffen, wie Wissenschaft funktioniert.
Wie sagt meine Bessre Hälfte immer grinsend? Der Besitz eines vollfunktionsfähigen Hirns verpflcihtet noch lange nicht zu dessen Gebrauch.
Es gibt auch sowas wie das REcht auf Dummheit – für den Einzelnen. So wie er halt auch narrische SChwamme essen kann.
iss halt so.
November 13, 2009 um 8:44
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