
Atheisten-Vordenker Dawkins: Rufschädigender Schritt, Quelle: SPON
Es wirkt wie ein Rückfall ins Mittelalter: Gotteslästerern drohen in Irland künftig bis zu 25.000 Euro Strafe. Weil es die Verfassung so vorschreibt, argumentiert die Regierung. Doch schon bildet sich Widerstand. Kritiker wollen das Gesetz absichtlich brechen.
Carsten Volkery – SPON
Das irische Parlament hat sich mit einem Knall in die Sommerpause verabschiedet: In der letzten Sitzung vergangene Woche wurde ein Gesetzespaket beschlossen, das Gotteslästerung oder die Veröffentlichung von blasphemischem Material mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro belegt.
Die Entscheidung wurde von Kirchgängern wie Atheisten gleichermaßen ungläubig aufgenommen. “Niemand wollte dieses Gesetz”, kommentierte Padraig Reidy auf der “Guardian”-Website. “Niemand kann sich an einen einzigen Pfarrer, Rabbi oder Mullah erinnern, der je härtere Strafen für Gotteslästerung gefordert hätte.”
Die Empörung zog weite Kreise. Der Atheisten-Vordenker Richard Dawkins meldete sich zu Wort und warnte, dass die grüne Insel ins Mittelalter zurückfalle. Das absurde Gesetz schade dem Ruf Irlands als modernes, zivilisiertes Land. Der Europäische Humanistenbund klagte, es sei “ein echter Rückschritt”.






































































Juli 28, 2009 um 3:38 pm
und wie ist es mit der leibeigenschaft?
Nur logisch.
Bin mal gespannt.
Juli 19, 2009 um 8:38 am
Rückschritt? Von wo genau?
Juli 17, 2009 um 2:39 pm
Ganz Gentleman, wie man ihn kennt
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Ich habe in den dunklen Gewölben der Verschwörungstheorien gegraben und herausgefunden, natürlich ohne Beweise (ihr müsst mir einfach “glauben”), dass Herr Ahern ein starker Atheist ist und dieses Gesetz gezielt hervorgebracht hat, damit die säkulare Szene in Irland so richtig in fahrt kommt !
Herr Ahern hat dafür gesorgt, dass kleine Gruppen nun zu großen Gruppen werden
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Ich nehme mal an, er arbeitet mit unseren Politikern wie Frau von der Leyen und Herrn Schäuble zusammen, die ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Arbeit geleistet haben, damit die Piratenpartei aus dem Untergrund aufsteigen konnten
Ansonsten angenommen werden, dass sich Herr Ahern wohl in einer Traumwelt befand, als er diese Antworten gab:
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass ein Politiker so blauäugig sein kann und “annimmt”, “hofft”… ja … GLAUBT, dass seine nun erbaute Hürden de facto nie erklommen werden. Gilt es als Blaßphemie, wenn man seinen “Glauben” über die unerreichbaren Hürden eines Tages erschüttert, weil jemand es tatsächlich wagt einen Menschen (z.Bsp. Herrn O’Doherty) wegen “Gotteslästerung(en)” vor dem Richter zu zerren ?
Ich kann Dawkins und O’Doherty nur zustimmen. Anstatt, dass Politiker das Land in eine Zukunft lenken, die für die zukünftigen Kinder optimal ist, basteln sie an Papiere, die Fantasiegeschöpfe unter gesetzlichem Schutz stellen. Für mich einen triftigen Grund, laut und deutlich diesen Mißstand anzukreiden und die Menschen wachzurütteln, dass es weitaus wichtigere Themen für die Gesellschaft gibt, als den “Schutz” von Geisteranbetern. Insbesonders wenn Briefmarkenablecker und Spielzeugautosammler keinen solchen gesetzlichen Schutz gegenüber ihr Hobby genießen dürfen.
Juli 17, 2009 um 2:21 pm
Die Wahrheit ist halt schwer zu ertragen.