
Quelle: randomviewpoints.files.wordpress.com
Im türkischen TV kämpft Imam gegen Rabbi
Um die Quoten anzuheizen, hat sich der türkische TV-Sender Kanal T ein besonderes Programm einfallen lassen: Eine Gameshow, bei der vier verschiedene Glaubensvertreter um die Gunst von Atheisten werben. Dabei dürfen bei der Show nicht alle Weltreligionen mitspielen und Ungläubige versuchen zu ihrem Glauben zu bekehren.
Bei einer neuen türkischen Gameshow auf Kanal T, kann man nach eigenen Angaben den „größten Preis überhaupt gewinnen … den Glauben an Gott“. Insgesamt vier Glaubensvertreter buhlen ab September on air um die Gunst von zehn Atheisten. Ein Rabbi, ein Imam, ein griechisch-orthodoxer Priester und ein tibetischer Mönch versuchen dann, mit allen ihnen gebotenen Mitteln gegen die Ungläubigen zu Felde zu ziehen und sie von ihrem Glauben zu überzeugen.
Das ganze nennt sich dann „Die Büßer treten gegeinander an“ (auf türkisch: Tovbekarlar Yarisiyor). Ziel der religiösen Männer ist es, mindestens einen Atheisten für ihre Sache zu gewinnen, und ihn dann in das jeweilige Religionszentrum zur Erleuchtung zu schicken: Mekka für Muslime, Jerusalem für griechisch-orthodoxe Christen und Juden und Tibet für Buddhisten.






































































Juli 7, 2009 um 12:40
Ich dachte bisher, der Begriff „getürkt“ stammte von dem Schach-“Automaten“ in dem ein Türke steckte … aber man lernt ja nie aus.
Als „gewagt“ würde ich die Schow empfinden, wenn sie andersrum ginge: 1 Atheist versucht x-Gläubige von ihrem Glauben abzubringen. Schafft er es bei einem Muslim, werden beide geköpft (a-la „Islam ist Frieden“) wegen Abfallens vom Glauben und Anstiftung zu selbiger.
Schafft er es bei einem nicht-Muslim, wird er gleich an die hier berichtete Show weitergeleitet, evtl. kann man ja noch einen Moslem aus ihm machen …
Ein interessantes Experiment wäre auch, wie so eine Show hier in Deutschland kommentiert würde, sowohl vom Klerus (samt Zwangs-Anhang) als auch von den Humanisten.
Juli 7, 2009 um 12:30
Türkei: Glaubenskampf in TV-Show…
Wer bekehrt besser? Geistliche messen sich ab September auf dem türkischen “Kanal T”. Dort treten ein Rabbi, ein Imam, ein griechisch-orthodoxer Priester und ein tibetanischer Mönch an, um zehn Atheisten von ihrem Glauben zu überzeugen. Der…
Juli 7, 2009 um 12:28
Na hoffentlich bleiben die Atheisten standhaft, trotz der „Verlockungen“.
Juli 7, 2009 um 1:25
Anscheinend hält zumindest ein türkischer Kleriker die Show für echt, entrüstet sich zumindest darüber:
http://edition.cnn.com/2009/WORLD/europe/07/03/turkey.religion.gameshow/index.html
Die meiste Kritik an dieser Show scheint überhaupt von den Muslimen zu kommen.
Man wird die Show wohl abwarten müssen, um herauszufinden, wie lebendig das ganze ist. Auch eine inszenierte Debatte kann lehrreich sein.
Einen Werbeeffekt hat die Show ganz offensichtlich jetzt schon. Der Sender hat also sein Ziel schon erreicht.
Juli 6, 2009 um 8:44
Könnte ein „Fake“ sein. Wie die Organspendershow. Ist aber schon arg gewagt – so oder so.
„Getürkt“ kommt eher aus der Kaiser-Wilhelm-Zwo_ Zeit. Da wurde der heutige Nord-Ostsee-Kanal 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal eröffnet – mit allem Pipapo. Bei der durch den Kanal führenden Regatta wurde immer die jeweilige Nationalhymne gespielt. Als das türkische Schiff auftauchte wusste man die Hymne wohl nicht und die Kapelle spielte, wohl inspiriert durch den Halbmond der türkischen Flagge, das Lied „Der Mond ist aufgegangen“.
Es gibt aber auch ältere Legenden, so die Bezeichnung des germanischen „Turk“, für so was wie eine Pappfigur zum täuschen der Armeestärke oder in Friedenszeiten als „Gegner“ zum üben – ebenso wie Showmanöver für die Obrigkeit als Türkenmanöver bezeichnet wurden (wohl in Erinnerung an die Belagerung von Wien?)
Juli 6, 2009 um 4:16
Man darf – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – davon ausgehen, dass hier ein Fake-Experiment vorliegt. Mit prädisponiertem Ausgang zugunsten der alleinseligen muslimischen Religion. Hier ist das eigenartige Wort „getürkt“ (woher kommt das eigentlich?) mal ausnahmsweise sogar auf den türkischen Alltag anwendbar.
Denn genau das wollen nach leicht „erratbarer“ Mainstream-Meinung die meisten potenziellen Zuschauer sehen. Sebastian Francks „die wellt die will betrogen syn“ aus dem „Narrenschiff“ von 1494 gilt auch in der Türkei. Wobei genau besehen, haben die Macher doch sowieso nicht die wissenschaftlichen Maßstäbe eines echten Experiments versprochen, oder sollte ich irren?
Ein ebenso mieses Spektakel-Format wie ein wegen Sportwetten manipuliertes Fussballspiel. Beim Fernsehen wundert das ohnehin nicht. Man erinnere sich an die große Fake-“Organ-Spender-Show“ im niederländischen TV vor drei Jahren.
Juli 6, 2009 um 7:15
Mich erinnert das Ganze an einen Song der englischen Gruppe “THE The” aus Ende der 80er namens “Armaggeddon Days are here today” vom Album “Mind Bomb”. Fängt an wie “Ballroom Blitz” von The Sweet, aber mit “Are you ready Jesus? Aha! Mohammed? Yes! Buddha? Mmmh!” – Wettbewerb der Religionen…
Islam is rising
The christians mobilising
The world is on its elbows and knees
It’s forgotten the message and worships the creeds
Selber nachsehen: http://www.youtube.com/watch?v=c6wa-qOb8eI