Europa ist ethnisch zu säubern

jedenfalls wenn es nach dem Willen von Geert Wilders geht. Am 13.06.2009 strahlte das staatliche Fernsehen Dänemarks DR2 ein Interwiev mit dem niederländischen Parlamentarier aus. In diesem Interview entwickelt er das Programm der ethnischen Säuberung Europas. Von Menschen mit muslimischer Herkunft, versteht sich.
Von HUIBSLOG

Das Fazit des Interviews:

Es gibt zu vielen Menschen muslimischer Herkunft in Europa und es wird von ihnen noch mehr geben, weil sie sich so schnell fortpflanzen. Muslime (und ihre in Europa geborene Kinder) sind mit einer „kriminellen Ideologie“ (Islam) geimpft worden. Leider sind sie nicht integrierbar und als Ganzes eine permanente Unterwanderung „unserer“ Werte. Deshalb gäbe es so viele Kriminelle unter ihnen. Die Jungen sollten unmittelbar in die Herkunftsländer ihrer Eltern abgeschoben werden. Aber das ist nicht genug: Jeder Muslim „der anfängt an die Sharia und den Jihad zu denken“ oder an das „Kalifat“, sollte ebenfalls abgeschoben werden.

Obwohl er sagt, dass nichts gegen einzelne Muslime vorzubringen hätte, meint er jedoch, dass sie alle an einem Projekt zur „Übernahme unserer Kultur um sie grundsätzlich zu ändern“ teilhaben. Die Abschiebung der kleinen Kriminellen ist also nur eine Vorübung für die Rettung Europas mittels ethnisch-religiöser Markierung.

Wie jeder gewandte ethnische Säuberer, hat Wilders auch eine Salamitaktik entwickelt: Angefangen mit der Isolierung eines Teils der ausgewählten Gruppe, akzeptabel machen, dass sie schwerer bestraft werden als andere Menschen, also die Gleichheit vor dem Gesetz abschaffen. Aber, im dänischen Interview, hat Wilders schon eine weitere Gruppe visiert. Nämlich: „…diejenigen die an Jihad und Sharia DENKEN „. Unbedingt raus! Auch mit denen!
Wilders kriecht durch einen Loch im Rechtsstaat: Durch Umdefinierung einer Religion zu einem „genetischen Defekt“, schürt er Freibriefe zur Diskriminierung und Verfolgung bestimmter Staatsbürger.
Damit geht er einen Schritt weiter als vorher. Man darf nicht nur nicht mehr seine Meinung sagen, nein, man darf eben nicht mehr an etwas denken!! Die logische Folge ist klar: Weil man nun einmal nie wissen kann, was einer denkt, ist jeder Muslim oder Kind eines Muslims, eine potentielle Gefahr. Oder umgekehrt: Wenn jemand Muslim ist, ist es unmöglich dass er nicht über Umma, Jihad und Sharia nachdenkt. Und somit ist er/sie Kandidat für die wilders‘sche Abschiebung. Die selbstverständlich anfängt mit Inhaftierung in … Was denken Sie? Gut geraten! In einem Lager, wo sie ‘konzentriert’ werden.
Der Mann sagt, bis heute ungestraft, dass es sich um „Millionen“, „Dutzende Millionen“, handeln könnte.

Leider ist Wilders nicht mehr die marginale, hysterische, Figur wie vor wenigen Jahren. Er hat eine grosse Gefolgschaft in den Niederlanden (zweitgrösste Partei), in Israel, bei den amerikanischen Konservativen, die ihn finanziell unterstützen und in mehreren Staaten Europas. Es wäre zu verwirrend, aber nicht ungerecht, ihn mit dem Hitler der zwanziger Jahre zu vergleichen.
Aber nehmen wir ein aktuelleres Vorbild. Wer hätte den hetzenden Dichter Radovan Karadzic des Jahres 1990, der gegen alle nichtserbischen Bosniaken wütete, ernst genommen? Und wo ist er jetzt? Genau: Er muss sich wegen Genozid und ethnischer Säuberung Tausender Menschen verantworten: beim Haager Jugoslawien-Gericht der Vereinten Nationen.

Und, wie die Experten des Gerichtshofes sagen, man kann nur beweisen, dass er von Anfang an den Genozid vor hatte, wenn man seine Äusserungen aus der „Vorzeit“ betrachtet. Man hätte also vorher wissen können, worauf es dem Dichter ankommen würde.

Wenn wir in der Zukunft ethnische Säuberungs-Operationen zuvorkommen möchten, sollte Herr Wilders schon jetzt beim Internationalem Strafhof im Haag verklagt werden.

Danke für den Tipp Dragoman

38 Antworten zu „Europa ist ethnisch zu säubern“

  1. Lilith Sagt:

    @ nickpol
    Deine Reaktion ist einigen wohlvertraut, die sich schon mal mit Kreationisten auseinandergesetzt haben („Die Evolutionstheorie ist auch nur eine Theorie!“). Die meisten Kreationisten versuchen ihr Glück mit dieser sprachlichen Täuschung, indem sie diesen Begriff in zwei verschiedenen Bedeutungen gleichzeitig verwenden. Und wenn sie dabei ertappt und bloßgestellt werden, dann kommt manchmal der empörte Konter, wie man denn dazu komme, Theorie auf eine Weise zu definieren, wo der Kreationismus nicht mehr drunterfalle.

    Bei denen erkennt man das gleiche Phänomen: Pathetischer Protest gegen angebliche sprachliche Tyrannei, Zurschaustellung von vermeintlich heldenhafter Rebellion gegen „sich aufspielende Wächter auf Reinheit und Klarheit der Lehre“, Heroisierung eines völlig absurden weil nicht existenten Freiheitskampfes und verächtliche Ablehnung jedes korrekten verbesserenden Arguments als Klugscheißerei.

    Atheisten sind da selten besser…

  2. Lilith Sagt:

    Argument „Guter Islam und böser Islamismus“:
    Es gibt immer mindestens zwei Definitionen für Religionsanhänger, zwischen denen erfahrungsgemäß munter hin- und hergesprungen wird. Die eine Defintion ist klar umrissen und bezeichnet nur jene Menschen, die das Fundament der Religion akzeptieren (= Fundamentalisten). Die andere schließt all jene mit ein, die sich als Anhänger bezeichnen *wollen*, völlig unabhängig davon was sie tatsächlich glauben.
    Strenggenommen sind nur Fundamentalisten wahre Gläubige. Da die Bezeichnung Pseudo-Muslim, Pseudo-Christ oder Pseudo-Jude aber im Allgemeinen als abwertend wahrgenommen wird, hat sich sprachlich durchgesetzt, dass die Pseudos als die Normalos gelten und die Fundamentalisten als Extremisten. Das ist eigentlich eine völlige Verkehrung der Tatsachen, denn die Fundis nehmen ihre Religionsinhalte gar nicht verzerrt wahr – die Lehren sind tatsächlich so gewalttätig!

    Wilders gehört übrigens ebenfalls zu den Leuten, die den Islam verharmlosen, indem er behauptet, die Sharia ließe sich vom Islam trennen. Das wäre so wie ein Christentum ohne zehn Gebote. Hier sollten sich (nicht nur) die selbsternannten Religionskritiker mal darüber klarwerden, was ihre Terminologie eigentlich bedeuten soll. Kann jemand, der die Bibel verleugnet, die *Variante* eines Christen sein, statt vielmehr sein *Gegenteil*?

    Argument „Man darf die nicht alle über einen Kamm scheren“:
    Der Islam ist eine gewalttätige, menschenverachtende, mörderische Ideologie. Genau wie das Christentum, wenn man es wortgetreu auslegt. Ich hätte gedacht, dass da unter Religionskritikern sehr breiter Konsens besteht. Gibt es hier ernsthaft Leute, die da anderer Auffassung sind? Das ist keine rhetorische Frage, denn manche Kommentare lesen sich so. Missverstehe ich die bloß oder sind sie wirklich so gemeint?

    Argument „Ist doch nur eine Minderheit“:
    Dass „nur“ 1/3 die Sharia wollen, ist keineswegs Grund zur Beruhigung. Wenn „nur“ 1/3 die NPD wählen würden, würde hier aber der Bär steppen! Und deren Ansichten sind im Vergleich zu christlichem oder muslimischem Fundamentalismus noch als menschenfreundlich zu bezeichnen! Und Du könntest darauf wetten, dass in dem Fall die übrigen 2/3 nicht etwa allesamt engagierte Protestler wären. Ein Haufen von denen wäre Sympathisanten, ein ganzer Teil Mitläufer. Da sollte man nicht vorschnell Mehrheiten auf seiner Seite wähnen.

    Argument „Sind doch nur Gedanken“:
    Verfassungswidrigkeit ist ein schweres Verbrechen gegen die Freiheit, dem in Art 18 GG frühzeitig Grenzen gesetzt werden. Dass damit keine Träumereien vom Sommerurlaub gemeint sind, bedarf wohl keiner Erklärung, oder? Warum sollte für religiöses verfassungswidriges Gedankengut andere Regeln gelten? Eine derartige Privilegierung widerspricht vollkommen jedem Säkularismus.

  3. Lilith Sagt:

    @ Max
    Es gibt immer mindestens zwei Definitionen für Religionsanhänger, zwischen denen erfahrungsgemäß munter hin- und hergesprungen wird. Die eine Defintion ist klar umrissen und bezeichnet nur jene Menschen, die das Fundament der Religion akzeptieren (= Fundamentalisten). Die andere schließt all jene mit ein, die sich als Anhänger bezeichnen *wollen*, völlig unabhängig davon was sie tatsächlich glauben.

    Strenggenommen sind nur Fundamentalisten wahre Gläubige. Da die Bezeichnung Pseudo-Muslim, Pseudo-Christ oder Pseudo-Jude aber im Allgemeinen als abwertend wahrgenommen wird, hat sich sprachlich durchgesetzt, dass die Pseudos als die Normalos gelten und die Fundamentalisten als Extremisten. Das ist eigentlich eine völlige Verkehrung der Tatsachen, denn die Fundis nehmen ihre Religionsinhalte gar nicht verzerrt wahr – die Lehren sind tatsächlich so gewalttätig!

    Dass „nur“ 1/3 die Sharia wollen, ist keineswegs Grund zur Beruhigung. Wenn „nur“ 1/3 die NPD wählen würden, würde hier aber der Bär steppen! Und deren Ansichten sind im Vergleich zu christlichem oder muslimischem Fundamentalismus noch als menschenfreundlich zu bezeichnen! Und Du könntest darauf wetten, dass in dem Fall die übrigen 2/3 keine engagierten Protestler wären.

  4. scatty Sagt:

    Entschuldigung, daß ich pingelig bin, aber es geht hier um Fremdenhass, nicht Rassismus. In Belfast gab es vor kurzem einen Vorfall, wo Rumänen von protestantischen Loyalisten angegriffen wurden. Hier wurde in den Nachrichten von Rassismus gesprochen. Ich wusste gar nicht, daß Rumänen eine andere Rasse als die Iren sind.

  5. ExMoonie Sagt:

    Um was es hier überhaupt geht? Ich kann auch nur spekulieren.
    Glaube aber, dass der Islamismus gegenwärtiger Ausprägung ein Ergebniss historischer, politischer und ökonomischer Prozesse ist und nicht ein irgendwie für den Islam „typisches“ Charakteristikum.
    Ich empfehle das Studium der Geschichte Vorderasiens; insbesondere dem Herrn Dude würde das sehr gut tun.

  6. nickpol Sagt:

    Es gibt keine Grundsätze der brights-Bewegung und die Anzahl 3 ist auch nicht stimmig. Es gibt Prinzipien, diese wurden durch die Brights definiert und anerkannt. Und nur die Brights selbst bestimmen ihre Position und das wie zur Erlangung derselben. Die Prinzipien kann man oben om Blog nachlesen. Das einzige Kriterium für Brights ist die naturalistische Weltsicht und die Annahme, dass es überall mit rechten(natürlichen) Dingen zugeht. All das schließt Religionskritik nicht aus, das kann jeder Bright für sich selbst festlegen. Ob ein Bright nun eine oder seine Religion aus kulturellen Gründen lebt und verwirklicht ist seine Angelegenheit.
    Ich habe keinen religiösen Background, ich bin nicht getauft also ist meine Position als Bright eher atheistisch-agnostisch und entsprechend setze ich die Inhalte. Diesbezüglich nehme ich das Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch. Das kann bei einem buddhistischen Bright ganz anders aussehen.
    Es gibt keine atheistische Glaubenskongregation, insofern auch keine Wächter auf Reinheit und Klarheit der Lehre. Wer meint sich als soetwas aufspielen zu müssen oder seine sozialpädagogischen Pinkelpausen hier einlegen zu müssen ist falsch.
    Die Brights sind „frei“ im Denken und das lasse ich mir von niemanden nehmen oder einschränken. Auf erhobene Zeigefinger reagiere ich allergisch, schulmeistern ebenso.
    Religiöse Institutionen werden klar benannt und wenn nötig kritisiert, der Glauben eines jeden Einzelnen ist seine Privatsache, es sei den er trägt ihn an die Öffentlichkeit, dann muss er mit der Kritik leben.
    Klugscheißer gibt es genug auf dieser Welt.

  7. Max Headroom Sagt:

    Lieber Kurt und liebe Lilith,

    könnt ihr mich bitte mal aufklären, um was es hier überhaupt geht ? ;) .

    Wilders sagt im Video, dass er mit „Muslimen“ kein Problem hat. Aber Muslim sein bedeutet – soweit es mir bekannt ist – dass man sich dem Islam, die Religion, widmet.
    Bitte korrigiert mich, falls ich dabenen liege. Meine Behauptung ist also, dass der Islam eine Religion ist, die den Koran, das angebliche Wort Allahs besitzt. Und ein Anhänger des Islams ist ein sogenannter Muslim, grob gesagt.
    Daraufhin beschwört er eine „muslimische Katastrophe“ bis zum Jahre 2025 herbei, wenn jeder dritte Einwohner aus dem Bauch einer Muslima kommt. Die Muslime werden dann eine nicht unerhebliche Größe im Lande sein… zumindest durch die Kristallkugel hochgerechnet.
    Dazu gesellen sich satte 70% der Insassen derer Gefängnisse, die alle – vorsicht – Muslime sind, also den Glauben an Allah haben.
    Nun drehen wir das Panik-Rad ein wenig weiter… 1/3 aller jungen Muslime wünschen sich eine Sharia im Lande. Umkehrschluss: 2/3 wollen keine oder kommen in diesem Falle auch ohne eine Sharia gut im Lande aus. In England sind es sogar 30-40% Muslime, die gerne eine Sharia hätten. Von den Indern und Christen, die sicherlich keine „Minderheit“ in England sind, wird nicht gesprochen. Auch wurde nicht erwähnt, ob nun die Königin eine Muslima ist, die die englischen Insel nach belieben hin- und her-“religionisieren“ kann ;) .
    Nein. Wilders beschwört einen Islam-Dämon herbei, der nun wirklich ein wenig an den Haaren herbeigezogen ist. Störend hierbei ist aber nicht seine persönliche Meinung, sondern die politische Arbeit, die er mit dieser „Ideologie“ verfolgt. Und Ideologie ist ein gutes Wort, denn er sieht ja den Islam nicht als eine Religion an, sondern als eine (gefährliche) Ideologie.
    Für mich sind es aber zwei unterschiedliche Ebenen. Keine komplett entgegengesetzte Richtungen, aber sicherlich auch keine Gleichsetzung.
    Mit einem Punkt stimme ich mit Wilders überein: wenn ein Ausländer (Christ, Muslim, Atheist, Buddhist, Hinduist, Scientologe, WuaWua-Anbeter, …) sich im Land, wo er Gast ist, nicht benehmen kann und will, und dies von den anwesenden Mitmenschen erkannt und als reale Bedrohung angesehen wird, dann kann man das Recht ausüben und diese Person aus dem Lande verweisen. Wer Terrorzellen managed, selbst wenn er der liebste Hundeliebhaber der Stadt ist, gehört ausgeschlossen.
    Mich wurmt nur ein kleiner Fauxpas… die Festlegung auf den Islam (= Ideologie in Wilders Sinne) und dieser Aktionismus bei dem Gedanken an Sharia/Jihad/Sommerurlaub, …
    Wie kann man sowas „messen“ ? Mit Fragebögen an der Grenze ?

    Finden Sie die Sharia gut ?
             Ja []
          Nein []
    Vielleicht []

    Oder mit „unangekündigten Besuchen“ der Sittenpolizei ? Sollen Menschen, die in ihrem Religionskreis über die Sharia diskuttieren, Armbinden tragen und von V-Männern beobachtet werden ? Wenn ein geiwisses Limit an „Gedankengut“ gesammelt wurde, folgt die Ausweisung ? Kann man nun alleinig mit dem „Fakt“, dass er einen Koran zuhause besitzt drauf schließen, dass er insgeheim die Verfassung mit Füßen tritt und die Menschenrechte im Land missachtet ?

    Wie will er Europa nun „retten“ ? Die Assoziation mit der Judenverfolgung ist ggf. zu hoch gegriffen, aber … alles hat mal klein angefangen. Sieht man sich den Begriff „WallStreetJuden“ mal genauer an, erkennt man, welche Richtung eine solche „Politik“ einschlagen wird.
    Der Ursprung dieses Artikels geht auf Huisblog zurück:
    http://huibslog.huibs.net/journal/2009/6/16/ethnische-sauberung-europas-wilders-fordert-abschiebung-von.html
    Schon dort wird das Bild aufgebaut, dass Wilders eine „ethnische Säuberung“ im Sinn hat. Es klingt hart. Ja, es klingt sogar unmenschlich. Aber die Gefahr ist gegeben.

    @Lilith

    Der Islam ist in seiner gegenwärtigen Ausformung definitiv gefährlicher und gewalttätiger als das Christentum.

    Man sollte vielleicht „in seiner gegenwärtigen Ausformung“ betonen. Vielleicht noch dazu schreiben, dass die evangeli.. äh … radikalen Muslime eine Gefahr darstellen. Das Christentum, wie auch das Judentum und der Islam sind seit jahrhunderten im Blutrausch. Die eine Seite der Medallie zeigt das Himmelreich, die andere hat ein Schwert eingraviert. Ja, die Anhänger des Islams haben die „besseren Karten“, wenn es um Mord und Todschlag geht. Aber diese Passagen wurden bis heute auch in der Bibel nicht weggestrichen. Die Frage lautet nicht, welche Religion nun gewalttätiger ist, sondern welche Verrückten nun in Aktion treten. Und diese Verrückte gehören dann bestraft. Denn anscheinend folgen sie einer „Ideologie“, die aus dem Koran möglicherweise abgeleitet wurde, aber sicherlich nicht offiziell im Lande geduldet wird. Es gibt bekanntlichermaßen auch Imame, die sich für unser System entscheiden und jegliche Gewalt verurteilen. Zwar sind sie anscheinend eine Minderheit, aber trotzdem genauso „Muslime“, dem Islam gewidment, wie die Islamisten, die mit Kofferbomben um sich schmeissen. Aber den einen Hassprediger, der diese „gegenwärtige Ausformung“ des Islams propagiert und gar Missgunst und Hass mit Worten und Aktionen aufbauscht, gehört verfolgt und bestraft, meiner Meinung nach. Andere Imame, die ein friedliches Zusammenleben beten und die „gegenwärtige“ Richtung der radikalen Islamisten nicht gutheissen, sollen aber genauso behandelt werden wie die Juden und Christen, die sich ebenso gegen Gewalt aussprechen.

    Und das gegenwärtige Problem zeigt sich in den Taten einzelner Terroristen (explodierende Züge), in den kollektiven Handlungen in deren eigenen Ländern (brennende Botschaften), im Peer-Verhalten im Inland (Gang-Gewalt), im individuellen Aufführen (Beschimpfungen) – vor allen Dingen aber in massivem Schweigen bei Verbrechen.

    Rechtfertigt dies eine politische Position gegenüber einer Religion, die die Religionsfreiheit genießt ?
    Um es mit Kurts hübschen Wort zu sagen: Darf ich, weil ich einen Juden an der Wall Street sehe der Geld verdient, das Judentum als Ganzes in die Mangel nehmen und pauschal alle mti einem Brandzeichen versehen ?
    Wilders will Muslime, da sie den Islam (=Glauben) ausüben, gleichsetzen mit Terroristen, die den Islam (=Ideologie) als Vorwand nehmen. Mich wurmt es ungemein, dass religiöse Führer keinen Finger rühren, solche „Vernichtungsmaschinen“ auszumerzen, und zwar in jeglicher Religion. Gut, ausgenommen die Pastafaris und Teekännchen natürlich ;) . Aber… politisch gegen alle vorzugehen, halte ich nun wahrlich für übertrieben.
    Aufregung ist gut, aber man sollte nicht blind in den Raum laufen und alle „abknallen“, die nicht bis drei zum Christentum… äh … der „Ideologie“ abgeschworen haben.

    Wenn beispielsweise eine Muslimin einem Familienvater (..) unvermittelt ein Messer direkt ins Herz rammt (..) sucht man vergeblich nach Solidaritätskundgebungen (..)
    In Anbetracht der Tatsache, dass das bei umgekehrten Rollen gänzlich anders wäre – wir erleben ja gerade einen vergleichbaren Fall – finde ich diese Toleranz/Gutheißung von Gewalt entsetzlich und barbarisch. Ein Armutszeugnis für beide Kulturen!

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu ! Auf der einen Seite zeigen wir, dass die Tat keineswegs politischen Charakter besaß. Dass der Täter, so fremdenfeindlich er auch war, nicht „im Namen des Volkes“ handelte und das wir uns durch die erwähnten Aktionen deutlich von dessen Ideologie distanzieren. Umgekehrt gehört es anscheinend nicht zur Volksseele, wenn muslimische Täter das Gesetz brechen, sich dann im Namen des Volkes kund zu tun, dass man sich von dessen Ideologie distanziert. Da kommt einem schnell das Bild hoch: „die wollen doch sowas!“.
    Ich finde es auch nahezu unverschämt, dass nur ein Bruchteil der religiösen Gebetsmühlen das Wort erheben, aber hierzulande gleich alle Lautsprecher auf Full Power geschaltet werden, wenn ein Irrer durchdreht. Aber darf ich dann trotzdem pauschal ausholen und einfach alle – für die „mangelnde Trauerteilnahme“ über den Kamm scheren und sie in eine Art „Fadenkreuz“ der Terrorverdächtigen nehmen ? Ist es nicht Teil unserer Freiheit, für jemanden zu trauern und Mitleid kundzutun, oder auch nicht ? Muss sich diesbezüglich die Gewaltenteilung im Lande mit dieser Aufgabe beschäftigen ? Meiner Meinung nach haben wir schon passende Gesetze gegen Terroristen und Gewalttätige. Denen ein Zusatz „Islamist“ anzufügen, halte ich für ein wenig einseitig übertrieben von Wilders.

    Dein Rundumschlag gegen den Blog kann ich zwar sehen, aber glücklicherweise bin ich klein genug, unterhalb deines Schlages durchzuschlüpfen ;) .
    Als Ungläubiger sehe ich es so: Wer schei*e baut, gehört in den Bau. Ende. Wer Hass predigt und unser Staatssystem nachweislich schädigt, gehört mit eingesperrt. Und zwar unabhängig des „Glaubens“, also des Namens der Religion/Gottes/Götter/… .
    Ich will genausowenige Christen sehen, wie Muslime, die sich in mein freies Leben einmischen. Ja, es existieren Muslime, die für ihren Glauben töten. Aber die werden hier schon nach unseren Regeln bestraft. Und es gibt Christen, die nach ihrer „Ideologie“ anderen Menschen Schaden zuführen… und sie werden teilweise Bestraft. Wie war es noch mit den „christlichen Kinderschändern“ in Irland und der restlichen westlichen Welt ? Beide Seiten haben genug auf dem Kerbholz, um als „Ideologie“ verfolgt und ausgewiesen zu werden.

    Ich bleibe bei meiner Meinung… Wilders schießt ein wenig über das Ziel hinaus. Die Stigmatisierung des gesammten Islams, die er durch seine Meinung „Islam=Ideologie“ vollzieht, ist Wasser auf den Mühlen der Hassprediger. Und nicht nur dies… durch seine politische Richtung erinnert man sich tatsächlich an ähnlich verlaufende Aktionen in der Vergangenheit. Und wir alle wissen, wie dies geendet hat. Ich wünsche mir keine Wiederholung der Geschichte. Es ist schon genug Blut geflossen.

  8. Lilith Sagt:

    Lieber Kurt,

    vielen Dank für die freundlichen Worte! Normalerweise sollte die politische Einstellung des Einzelnen keine Rolle spielen, da die drei Grundsätze der Brights-Bewegung sich gerade von Religionskritik distanzieren und stattdessen zu einem konstruktiven Vorleben aufklärerisch-humanistischer Werte aufrufen: Das Verständnis und die Anerkennung des naturalistischen Weltbildes fördern, Aufmerksamkeit darauf lenken dass solche Menschen auf wichtige gesellschaftliche Entscheidungen positiv einwirken können und für die Gleichstellung dieser Menschen eintreten.

    Man will gerade nicht als Nörgler, Miesmacher, Blockierer auffallen, sondern als positive, harmonische, soziale Gemeinschaft wahrgenommen werden. Dies alles vor dem Hintergrund, dass Atheisten gerade in den USA gern die Fähigkeit oder der Wille zu Moral und Ethik abgesprochen wird – Und das noch weitaus radikaler als in Deutschland, obwohl man bereits hier regelmäßig den Spruch „Werte brauchen Gott!“ vernehmen darf. Zuletzt war diese Parole nichts Geringeres als das Motto der ProReli-Kampagne. Insofern ist ein BrightsBlog von vornherein ein ungeeignetes Medium für kritische Berichte. Preisgaben wie der „Dodo des Monats“ sind das komplette Gegenteil von allem, was bright ist. Da mir aber kein deutschsprachiges Blog bekannt ist, das diese Lücke regelmäßig füllen würde, erfüllen die religionskritischen Artikel eine wichtige Funktion, die ich nicht missen möchte, solange sie argumentativ unterfüttert und logisch stimmig sind.

    Unglücklicherweise kommt da wieder Politik ins Spiel. Im modernen Kampf der Kulturen fallen vor allem zwei Lager auf: Das der islamkritischen prochristlichen Rechten mit nationalen Interessen und das der christkritischen proislamischen Linken mit ihren Bereicherungsträumen. Der ungeblendete Religionskritiker dürfte sich eigentlich bei keinem von beidem einordnen, da beide Religionen archaische, menschenverachtende Führerkulte sind. Wer es doch tut, begeht den gleichen ironischen Selbstbetrug, mit dem Monotheisten alle anderen Religionen als Götzendienste und Fantasievorstellungen verwerfen – nicht selten sogar durchaus rational und logisch stimmig -, während sie ihre Argumente niemals auf die eigene Ideologie anwenden.

    Schlimmer noch: Der Islam ist in seiner gegenwärtigen Ausformung definitiv gefährlicher und gewalttätiger als das Christentum. So blutig die christliche Geschichte auch war, und so ruhmvoll die islamische Welt im Mittelalter auch gewesen sein mag, wir leben im Hier und Jetzt. Und das gegenwärtige Problem zeigt sich in den Taten einzelner Terroristen (explodierende Züge), in den kollektiven Handlungen in deren eigenen Ländern (brennende Botschaften), im Peer-Verhalten im Inland (Gang-Gewalt), im individuellen Aufführen (Beschimpfungen) – vor allen Dingen aber in massivem Schweigen bei Verbrechen. Wenn beispielsweise eine Muslimin einem Familienvater nach einer versehentlichen Rempelei unvermittelt ein Messer direkt ins Herz rammt und er fortan für den Rest seines Lebens als blinder hilfloser Idiot an den Rollstuhl gefesselt ist, dann sucht man vergeblich nach Solidaritätskundgebungen, Mitleidsbekundungen und moralischen Distanzierungen. Keine Lichterketten, keine Massenproteste, keine Stellungnahmen von Regierungschefs, keine Entschuldigungen von Botschaftern – und schon gar nicht Versprechungen auf höchster staatlicher Ebene, mehr Geld und Energie in die Prävention und Ahndung von Gewalt zu investieren. Nicht von deutscher und nicht von muslimischer Seite. In Anbetracht der Tatsache, dass das bei umgekehrten Rollen gänzlich anders wäre – wir erleben ja gerade einen vergleichbaren Fall – finde ich diese Toleranz/Gutheißung von Gewalt entsetzlich und barbarisch. Ein Armutszeugnis für beide Kulturen!

    Wer derart zwischen dem Wert, der Würde und dem Lebensrecht von – dem Ideal nach – gleichgestellten Bürgern seines Landes unterscheidet (eine bösartige Pervertierung des Konzeptes von „MultiKulti“), hat rein gar nichts mit den hohen Zielen der Aufklärung gemein. Er ist nicht einmal „ein bisschen“ aufgeklärt, ebensowenig wie Messen mit zweierlei Maß „ein bisschen“ Gerechtigkeit ist. Daher finde ich es höchst fragwürdig und enttäuschend, wie der Betreiber dieses Blogs gerade durch seine Worte verächtlich das bespuckt, was ich für eine elementare gemeinsame Grundlage aller Brights hielt – aber erklärende Worte oder gar Einsicht erfragt man offenbar vergebens. Da scheint überhaupt kein Problembewusstsein vorhanden…

  9. nichtintegrierter Kurt Sagt:

    Hochverehrte Lilith,
    Gut das ich nochmal in den Kommentaren hier gewühlt habe. Dadurch kam ich in den Genuß Deiner erfrischenden Worte. Du hast vollkommen recht. Ich wollte eventuell etwas ähnliches schreiben, nachdem ich von nikpol am 6.7. (mein Komentar war 6:06 noch unter Kurt) abgewatscht worden bin, aber Du hast es hervorragend auf den Punkt gebracht! Nochmals Danke!
    Mir ist inzwischen verschiedenes aufgefallen.
    nickpol ist ein fähiger Internetsuchmaschinenbenutzer.(siehe die ganzen Zitate in seinen letzten Kommentaren, die letztlich alle von rassismus.de abgeschrieben sind)
    nickpol glaubt an die Glaubwürdigkeit von wikipedia.(siehe meinen Test mit dem Wort taqiyya – nickpol widerlegt mich mit der wikipedia-Erklärung, nichtbedenkend, daß dieser Eintrag schon taqiyya ist.)
    nickpol geht mit dem Islam hier im Blog sehr nachsichtig um.(Wer sich wie ich mal den Spaß macht und die Artikel zum Islam hier im Blog betrachtet, wird feststellen, daß es nie wirklich hart zur Sache geht. Ausser ein paar läpischen Nebensächlichkeiten von Religionskritik keine Spur)
    nickpol watsch bei Gegenwind gern erstmal ab und verfolgt die Sache dann nicht weiter.

    Wie Du schon schreibst, wäre das kein Problem, wäre das hier das Blog der Jusos oder so. Aber das ganze einen Brights-Blog zu nennen, nähert sich bedenklich dem Etikettenschwindel.
    Aber ich will nachsichtig sein. Ohne es zu wissen, verorte ich nickpol im universitären Umfeld. Dort ist es bekanntermaßen schwer bis unmöglich, sich gegen das ideologische Grundrauschen aus „Linkssein“, Gutmenschentum, Betroffenheitsgesuhle und deutschem Feminismus einen klaren Kopf zu bewahren.
    Also nickpol, „SAPERE AUDE“ in alle Richtungen! Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
    Kurt

    PS: Wenn ich aus meinem Fenster sehe, sehe ich in 12 km Entfernung einen dieser ostdeutschen Leuchttürme.

  10. ExMoonie Sagt:

    Hat hier mal eine/r Statistiken darüber wieviele der in Europa lebenden Muslime die Sharia eingeführt haben möchten? Auch wäre es von Interesse ob dies mehrheitlich Sunniten, Schiiten oder Wahabiten wären. Aleviten können es nicht sein.

    Ex Moonie

  11. Lilith Sagt:

    Ich schwelge nicht in Genozid-Fantasien. Wilders auch nicht. Du dagegen schon. Was ich ja normalerweise unter der Einstellung „Die Gedanken sind frei“ tolerieren würde. Da Du aber nicht selbst die Verantwortung dafür übernehmen willst, sondern diese zweifelhaften Gedankenbilder Wilders unterstellst, wird das Ganze spätestens an dem Punkt unmoralisch. Dafür hätte ich gerne eine Erklärung gelesen anstelle von hilflosen Anwürfen und Allgemeinplätzen.

    So ziemlich jeder diskussionserfahrene religionskritische Mensch ist übrigens bestens mit Strohpuppen vertraut. Es überrascht und enttäuscht, dass Du auf diese rhetorische Technik vertraust. Noch bedauerlicher ist, dass die Leserschaft dieses Blogs das nicht konsequent und unisono bemerkt und kritisiert. Da ist vom bright sein nicht viel zu merken…

    Ich würde das ja gar nicht erst kommentieren, wenn das hier der Privatblog von nickpol für seine Freunde wäre. Aber es schimpft sich nun mal „BrightsBlog“, erhebt damit den Anspruch Brights zu repräsentieren. Und da hast Du IMHO die moralische Verpflichtung, argumentative und intellektuelle Mindeststandards einzuhalten. Andernfalls porträtierst Du die Brights auf eine sehr unwürdige Weise. Falls Dich das nun nicht stören sollte, so wäre das traurig, aber nicht zu ändern…

  12. nickpol Sagt:

    @Lilith, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Versuchs doch noch mal von vorn und dann lass deiner Phantasie freien Lauf.

  13. Lilith Sagt:

    Zuerst fantasiertest Du von nichts Geringerem als einem Genozid an den europäischen Muslimen (!!!), nun behauptest Du, sie würden keine Werte kennen (???). Und dazu stehst Du noch nicht einmal selbst, sondern äußerst dies ausgerechnet in Form von Strohpuppen, die Du anschließend verbrennst. Doch wer oder was soll mit dem daraus resultierenden Qualm beweihräuchtert werden? Und vor allen Dingen warum? Jagst Du irgendein Gespenst, das ich nicht sehen kann? Steht das nicht in Widerspruch zu dem naturalistischen Weltbild, das Brights auszeichnet?

    Ich kann mich nur weiter wundern über diesen Blogeintrag. Vielleicht möchtest Du ja ein paar Argumente, Belege und Erklärungen loswerden. Oder schätze ich Sinn und Zweck dieses Blogs falsch ein?

  14. nickpol Sagt:

    Lilith:

    [...]ein mit unserer Werteordnung unvereinbares Gedankengut.

    Andere haben keine Werte und wer sich nicht unter unseren Wertekanon unterordnet gehört exmittiert.
    Das was du forderst, sprichst du anderen ab.
    Ich, wundere mich nicht.

  15. Lilith Sagt:

    Ethnische Säuberung? Genozid? nickpol, für wen sprichst Du bitte? Denn mit Wilders haben diese Aussagen nichts zu tun. Wilders Position lässt sich am besten so zusammenfassen, wie es auch in dem Video zu hören ist:

    „I have a very clear message: If you abide by our laws, if you abide by our values, our rule of law, our constitution, you are very welcome to stay and you are equal as anybody else, and we will even help you. But if you don’t, if you commit a crime, if you start thinking about jihad or sharia, then it’s very clear we will send you away, we will send you packing, we will strip you of the Dutch or Danish nationality, and we will send you away.“

    Fundamentalisten beklagen solche Forderungen gern als religionsfeindlich, menschenverachtend, nationalistisch und intolerant. Ich nenne sie den selbstverständlichen Grundkonsens jeder aufgeklärten Gesellschaft, die sich selbst erhalten möchte. Umso mehr überrascht es mich, dass jetzt ausgerechnet von Brights-Seite so vehement dagegen gewettert wird. Bizarr ist vor allem, dass hier Wilders vorgeworfen wird, dass ein erheblicher Anteil an den Moslems die Sharia eingeführt sehen möchte. Sofern die verfassungsfeindlichen Haltungen von einzelnen ausgehen, darf man es ansprechen, aber sobald es Millionen sind, muss man darüber schweigen?

    Wenn Moslems in ihrem eigenen Wüstenstaat Schwule hängen wollen, kann das ein sehr liberaler Mensch noch als „akzeptable kulturelle Eigenart“ absegnen. Aber wer hier lebt, hat sich gefälligst in Wort und Geist den Menschenrechten zu verpflichten. Und nein, das ist keine Verhandlungssache, sondern eine conditio sine qua non. Die Ablehnung dieses aufklärerischen Fundaments kann man daher auch nicht als „legitime abweichende Meinung“ beschönigen, sondern muss sie beim Namen nennen: ein mit unserer Werteordnung unvereinbares Gedankengut.

    Und Einreiseverbot, Ausweisung oder Inhaftierung von Menschenrechtsverletzern und Menschenrechtsgegnern moralisch mit der Judenverfolgung gleichzustellen grenzt gar an Geschichtsfälschung. Gab es eine breite Unterstützung unter den Juden, die Gesetzgebung Deutschlands zugunsten menschenverachtender Rechtsvorstellungen zu verändern? Und waren sie auch nur annähernd so zahlreich wie die muslimische Bevölkerung es heute hier ist? Beide Fragen mit Nein beantwortet? Was qualifiziert dann die heutigen Moslems, die Opferrolle der damaligen Juden zugesprochen zu bekommen? Das ist aus mehr als einem Grund widerwärtig.

    Bibeltreues Christentum ist übrigens nicht minder brandgefährlich. Glücklicherweise sind die modernen Christen jedoch durch die Errungenschaften der Aufklärung derart weichgespült, dass schon allein der Begriff „Christ“ bei den meisten überhaupt nicht mehr angebracht ist. Man vergleiche nur mal die „Christen“, die in Kerners Tribunal über Dawkins beisaßen, mit US-amerikanischen Pendants. Und selbst die gläubigsten Amerikaner lehnen ganz selbstverständlich weite Teile der Bibel ab. So entnervend die billige Ausflucht „Im damaligen historischen Kontext war das okay“ bei unbequemen Bibelpassagen auch sein mag, so steckt doch darin zumindest das Bekenntnis des Religiösen, dass er diese Passage in der heutigen Zeit ablehnt. Beim Moslems vermisst man eine solche Distanzierung zu häufig. Und dummerweise haben sie dazu ein religiöses Gesetzeswerk, das im Wesentlichen für das gesamte Gesellschaftsleben Vorschriften macht. Da sind Anhänger anderer Religionen leichter zu Menschenrechten zu bekehren…

    Alles in allem bleibt bei mir die starke Verwunderung, warum sich das BrightsBlog auf einmal so unkritisch für den Islam stark macht.

  16. Nissen Sagt:

    @ostfirese

    „Die wahre Gefahr droht nicht durch Religionen, sondern durch Überbevölkerung, (relativer, gefühlter) Perspektivlosigkeit und Desintegration. Diese Faktoren führen nämlich erst zum Erstarken fundamentalistischer Sektierer.“

    Meine Worte! Die menschen im Osten Deutschlands sind im durchschnitt wohl nicht dümmer als die im Westen, trotzdem gibt es eine höhere Anhängerschaft im rechtsextremen Bereich. Schlud daran ist die Armut und die Perspektivlosigkeit vieler junger Menschen. Genau so verhält es sich auch in der welt und dem religösen Fundamentalismus.

  17. Manfredinblack Sagt:

    €nickpol,
    ich lehne die Einteilung der Menschen in Rassen ohnehin ab – leider tun das andere nicht. Wie auch immer: Ich lehne den Islam genau so ab wie jede andere Religion, ich lehne aber keine Muslime ab.

    Wilders lehnt nicht nur den Islam ab, sondern auch die Muslime. Ungeachtet jeglicher Nationzugehörigkeit. Oder „Rassen“. Daher fällt es mir schwer, da ohne weiteres Rassismus zu sehen. Islamophopie?! Mmmh.

    Man sollte sich letzten Endes da nicht über Begrifflichkeiten streiten. Sondern darauf schauen, warum die Wilders und Fortyns so viel Zulauf haben. Das sind nicht alles Rassisten oder Faschos – da sind Leute, die einfach nur Angst haben vor einer unheimichen Religion und ihren Auswüchsen. Und deren Ängste werden nicht Ernst genommen, sondern als Rassismus oder Nazitum dargestellt. Und damit unnötig in die Arme von Demagogen getrieben. Bislang hat der Islam bzw. seine Vertreter weitgehend nichts unternommen, um diese Ängste zu besänftigen.

  18. nickpol Sagt:

    @ManfredinBlack
    Wem die Verpackung des Menschen mehr zählt als der Inhalt, der ist RASSIST.
    Der wahre Grund des Rassismus sind nicht die 0,1 Prozent Unterschiede zwischen den Genen, sondern der Versuch, aus minimalen Unterschieden alle Gemeinsamkeiten und die gemeinsame Verantwortung zu überwinden. Rassismus ist, wenn jemand einen anderen Menschen wegen dessen Abstammung verdächtigt, beschimpft, benachteiligt.
    Mehr zum Rassismus gibt es hier Da gibt es auch die UNESCO-Erklärung zum Rassebegriff.

  19. ostfriese Sagt:

    Verzeihung: „relative, gefühlte“

  20. ostfriese Sagt:

    Wilders geht mit einer berechtigten Angst auf Dummenfang, eine politische Handhabe gegen die „Islamisierung“ hat er nicht. Der berechtigten Frage des dänischen Fernsehmoderators, wie viele Muslime er denn auszuweisen gedenke, versucht er auszuweichen, weil er selbst genau weiß, dass zig Millionen Europäer unter seine Kriterien fallen.

    Unsere Demokratie ist wehrhaft genug, den Fortbestand verfassungsfeindlicher Organisationen zu unterbinden (wenngleich das V-Mann-Problem noch einer Lösung harrt), unsere Sicherheitskräfte sind auf das Grundgesetz vereidigt.

    Die wahre Gefahr droht nicht durch Religionen, sondern durch Überbevölkerung, (relativer, gefühlter) Perspektivlosigkeit und Desintegration. Diese Faktoren führen nämlich erst zum Erstarken fundamentalistischer Sektierer. Wer befürchten muss, nie dazu zu gehören, lässt sich umso leichter ein Weltbild verkaufen, in dem er selbst als Erwählter und jeder Andersgesinnte als unwürdig erscheint.

    Wilders stigmatisiert Muslime und reduziert sie auf diese religiöse Identität. Damit treibt er sie den radikalen Islamisten in die Arme, erreicht also das genaue Gegenteil von dem, was er angeblich bezweckt.

  21. Nissen Sagt:

    @Max

    „Vor was haben diese Leute denn andauernd Angst ? Baut ein Muslim Schei*e, so wird er genauso bestraft wie ein Jude, ein Buddhist oder eben ein Christ. Für mich ist das keinesfalls ein Grund, auf die Barrikaden zu gehen und wegen “zuviele Muslime” eine Antipathie zu fördern. Da frage ich mich selbst, wer nun “aufgeklärter” ist.“

    stimmt seh ich auch so.

    Angstmacherreien verstärkt die parallel Gesellschaft nur noch mehr. Torzdem find ich den Trend gut das nun immer mehr multikulti beschwichtiger (ohne angstmache) den Islam endlich anfangen zu kritisieren. Da gabs vor einer Weile ein super Titelthema im Spiegel, in dem es vorallem um die Justiz ging die verbrechen mit islamischen Hintergrund ungewöhnlich milde bestraften, seit kurzen sind endlich mehrere „normale“ Urteile gefallen soll heißen ohne samthandschuhe wegen religösen Hintergrund.

    Moderaten Muslimen die Hand geben und bei integration helfen, aber auch endlich eine reale bedrohung in der gesellschaft erkennen durch eine gewissse fundamentalischese Szene und diese bekämpfen.

    http://wissen.spiegel.de/wissen/archiv/inhalt/inhalt.html?q=SP&j=2007&a=13

  22. Manfredinblack Sagt:

    Wilders geht entschieden zu weit -wird dabei zum Helden gleich denkender wie die Leser und Macher von „PI“. Und es ist m.E. kein Rassismus, wenn sich Wilders so gegen den Islam bzw. Islamgläubige wendet. Denn der Islam ist keine Rasse. Sondern eine Religion. In ihren Grundzügen sogar eine gefährliche Religion, wie die meisten Religionen auch. Denn das BIld des Islam ist zu aller erst von den lautstarken Idealisten aka Fundamentalisten geprägt – da diese numal sehr auffällig sind. Egal, ob sie sich in die Luft sprengen oder aber mit aller Gewalt ihren Lebensstil allen anderen aufdrängen wollen. (was ja auch vom Christentum bekannt ist).
    Hilfreich sind solche Typen wie Wilders nicht – aber es gibt viele Menschen, die er anspricht. Und die sollte man mit ihren Sorgen und Ängsten ernst nehmen. Und eben nicht Leuten wie Wilders überlassen.

    Denn das Zusammenleben mit Muslimen (hier vor allem Türken) und der „endemischen“ Bevölkerung ist sehr fragil. Ich komme aus Duisburg bzw. wohne in Moers, und merke sehr wohl, wie fragil.

  23. nickpol Sagt:

    Hallo Kurt
    Islam ist zu allererst ein Religion, dann eine Ideologie. Somit ist der Islam keine Volkszugehörigkeit. Wilders macht aber genau das, er markiert Muslime, er benennt ihre Andersartigkeiten und das ist Rassismus. Ob dir das gefällt oder nicht, ist hier nicht die Frage.
    Der Begriff des WallstreetJuden ist Antisemitismus pur, erinnert an Zeiten der „jüdischen Weltverschwörung“. Die Juden wurden genau so markiert, als Religion, als Kultur, als Ethnie, wie es heute den Muslimen widerfährt. Das ist ein Fakt. „Die Protokolle der Weisen von Zion“ kommen beim lesen deines Kommentares unweigerlich in Erinnerung.
    Welche „Gutmenschen“ erklären denn die real erlebte Wirklichkeit weg? Vorschlag, beschäftige dich erst einmal mit dem Islam, bevor du solche Begriffe wie Taqyia in die Runde schmeisst. Diese gibt es nur bei den schiitischen Muslimen.
    Ghettos in Bochum sind gar nicht nötig, es reichen die Naturschutzgebiete im Osten Deutschlands, mit einzelnen infrastrukturellen „Leuchttürmen“.
    beschäftige dich bitte mit der Problematik, so bist du nicht satisfaktionsfähig.

  24. Kurt Sagt:

    Hallo nickpol,
    Ich halte ebenfalls Deine hier geäußerte These für sehr gewagt.
    Einige Beiträge vorher wurde ja schon postuliert, Islam ist eine Volkszugehörigkeit. Jetzt ist er eine Ethnie und sogar eine Rasse. Ich bin verwirrt. Kannst Du ein paar Links für Deine These einstellen?
    Herr Wilders macht nur da weiter, wo andere vor ihm aufhören mussten (überwiegend durch Ermordung oder durch Flucht nach Amerika, von wo Wilders’ Geld kommen soll. , sicher von den WallStreetJuden).
    Warum darf er nicht öffentlich artikulieren dürfen, was viele denken? Ich weiß nicht, wie es in den Niederlanden wirklich steht. Aber es wird sich auch in Deutschland nicht vermeiden lassen, daß richtig konservative Meinungen wieder lauter werden. Viele Menschen sind es einfach leid, die real erlebte Wirklichkeit von Gutmenschen wegerklärt zu bekommen. (Ich bin schon 1991 im Wedding als Scheißdeutscher angemacht worden. Das war sicher ein „EinzelFall“) Multikulti ist eine Illusion.
    Und warum sind es immer die Angehörigen der „Ethnie“ der Muslime, die als Problem benannt wird? Warum nicht z.B. die Vietnamesen?
    Nee, Nee, mein Lieber – das hast du alles noch nicht richt durchdacht, so als Bright.
    Dein Artikel hat nur Sinn, da Du der Meinung bist, die Moslems von heute wären die Juden von gestern. Das aber kannst Du nicht beweisen. Jedenfalls nicht mit der Buchrezension von vor ein paar Tagen.
    Das klingt mir alles nach taqiyya.

    Kurt

    PS: Wie kommst Du eigentlich darauf, daß 15 Millionen Ostdeutsche nicht integriert wären? Bilden wir Getthos in Bochum und reden nur sächsisch? Kloppen sich auf Hochzeiten Thüringer mit Mecklenburgern? Beschimpfen in München Gruppen von vorpommerschen männlichen Jugendlichen die Einheimischen als Scheißdeutsche und Schlampen, Hure, Nutte? Lass uns drüber diskutieren!

  25. nickpol Sagt:

    Holger, wenn dir Fakten nicht gefallen, kommt so etwas, dass wissen wir doch.

  26. HFRudolph Sagt:

    anscheinend gehen Dir die Argumente aus.

  27. nickpol Sagt:

    HFRudolph:

    Wir können ja wohl schlecht Ausländer und Inländer im Inland vollständig gleich behandeln !?

    Stimmt, Inländer werden auch nicht gleich behandelt, es gelingt ja noch nicht einmal 15 Millionen Ost-Deutsche zu integrieren und gleichzubehandeln. Was diese Ausländer und „Gastarbeiter“ auch erwarten ist ja unglaublich.

  28. HFRudolph Sagt:

    Der Vorwurf des Rassismus ist keine Frage des Blickwinkels, sondern im Zweifel eine schwere Beleidigung. Religion = Rasse geht gar nicht.

    Alle Menschen sind gleich: Niemals!
    Wenn Du sagst: Alle Menschen sollen vor dem Gesetz gleich sein, bedeutet das etwas ganz anderes, sogar die gesetzliche Ungleichbehandlung bei wesentlichen Unterschieden der Menschen.

    Wir können ja wohl schlecht Ausländer und Inländer im Inland vollständig gleich behandeln !?

  29. nickpol Sagt:

    HFRudolph:

    @nickpol: Geert Wilders hat nichts gegen Ex-Moslems oder solche, die sich gegen Islamisten einsetzen. Er ist daher auch kein Rassist, mit der Rasse hat das nichts zu tun.

    Don’t bullshitting me, Wilders markiert Menschen allein auf Grund ihrer ethnischen, kulturellen und religiösen Präferenzen, diskriminiert und diskreditiert sie. Das ist RASSISMUS.
    Alle Menschen sind gleich, heisst nicht zuletzt, unabhängig vom Ort ihrer Geburt, von der Kultur, der Religion usw. Wilders markiert die Muslime genauso, wie seinerzeit die Juden markiert wurden. Das hat nach Auschwitz geführt. Die Muslime von heute sind die Juden von gestern.
    Dabei bleibt es, Wilders ist in meinen Augen ein Rassist.
    Die Ex-Moslems, denen es völlig egal war, sich sogar zeitweilig mit dem rechten Geschmeiß in D zu verbünden, sind ein Treppenwitz der Geschichte. Schon der Begriff Ex-Moslem kann diskreditierend wirken, was ist der nächste Schritt? Ex-Mensch?

  30. Max Headroom Sagt:

    @Dude

    Von “ethnischer Säuberung” spricht er nicht.

    Aber er macht alles, damit genau das zutrifft. Um ein Ar*chloch zu sein benötigt man kein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Ar*chloch“ !

    Er hat was gegen Muslime, nicht gegen Menschen mit westasiatischer Abstammung, oder wie wie auch immer man es nennen will.

    Jeder Mensch hat „etwas“ gegen jemanden anderen, selbst der Papst. Dennoch gibt es ihm/ihr nicht das Recht, jemanden aufgrund seinem Geburtsortes oder seines Glaubenshobbies so „nach Gefühl“ hin und her zu schieben. Um als gleichberechtigte „Wesen“ anerkannt zu werden, müssen sie die gleichen Rechte besitzen wie Du und ich. Und nur weil sie in ihrer Freizeit mit Gebetsteppichen hantieren gibt es Wilders nicht das Recht, ihn „anders“ zu behandeln als den „Inländer“, der mit Weihrauchstäbchen rumfuchtelt.

    Wenn ein Inländer dann Schei**e baut, dann wird er mit der selben Härte bestraft, wie einen Ausländer. Nur mit dem Zusatz, dass bei einem Ausländer, da er Gast in unserem Land ist, die Option der Ausweisung offen steht.

    Ansonsten… Finger weg vom Hobby und Privatleben von Gästen ! Ob Finnen sich gerne in iihrer Freizeit in Saunas die Zeit vertreiben, Italiener zuhause mit 6 Pizzaöfen hantieren oder Muslime sich in ihren 4 Wänden den Koran gegenseitig vorlesen, das ist weder für Dich noch für mich eine „Gefahr“. Solange sie die Gesetze des Landes befolgen, gibt es absolut nichts, was man ihnen vorwerfen kann.

    Es enttäuscht mich schon ein wenig das Wilders hier von euch mit rassisten und Nazis in einen Topf geschmissen wird.

    Wieso ? Wenn er doch exakt das tut, was Rassisten und Nazis so „berühmt“ gemacht hat ?
    Hitler vergaste Juden nicht, weil sie Massenmorde, Vergewaltigungen oder sonstige Gewalttaten getan haben, sondern weil sie einfach nur „Juden“ waren. Und was macht Wilders ? Er will die Muslime deshalb „bestrafen“, nicht weil sie Massenmorde oder Vergewaltigungen oder sonstige Gewalttaten getan haben, sondern weil sie einfach nur „Muslime“ sind.

    Na, schon einen Unterschied entdeckt ?

    Das die Kultur aus dem mittlerem Osten brutal, dumm, und rückständig ist, sollte doch mittlerweile jedem gesunden Menschen klar sein.
    Deren Kultur ist einfach scheisse, ich will sie hier nicht haben.

    Na und ? Das Deine Rechtschreibung rückständig ist, ist mir ja ebenfalls klar ;) .
    Du hast was gegen deren Kultur ? Dann gehe ihnen einfach aus dem Weg ! Genauso wie Du jedem anderen aus dem Weg gehst, der Dir nicht gefällt.
    Du willst sie nicht „hier“ haben ? Dann verweise sie von Deinem Grundstück ! Muslime haben keinen Freifahrtsschein für Dein Leben. Aber drehe den Spieß bitte auch mal um ! Wer den Muslimen keine Rechte einräumt, der hat einfach den Sinn einer „Gemeinschaft“ nicht verstanden. Sowas ist Rassismus und wird von mir mit Nazis in einem Topf geworfen.

    Die sollen sich verpissen wenn sie demokratie, pressefreiheit und religionsfreiheit verachten.

    Das machen sie ja schon ! Wer hier die Demokratie mit Füßen tritt, der kriegt einen Tritt seinerseits. Wie sieht es mit „Ehrenmorden“ aus ? Kommen sie ungestraft davon ? Nein ! Genauso bei der Pressefreiheit. Wobei ich mich wundere, dass die Pressefreiheit von Dir überhaupt erwähnt wurde. Ein Muslim in diesem Lande hat nun wirklich keine Intention, die Pressefreiheit anzugreifen ;) . Und die Religionsfreiheit ? Genau die ermöglichen wir Juden, Muslime, Atheisten, Christen, Buddhisten, Shintoisten und selbst Pastafaris und Jedi-Rittern !! Da sind wir doch selbst auf dem besten Wege den Leuten zu zeigen, wie „Religionsfreiheit“ richtig gemacht wird ! Und das wissen Muslime auch. Dennoch müssen wir akzeptieren, dass Religionsfreiheit nicht bedeutet: wir „Christen“ sind toll und „Juden“ und „Muslime“ gehören gehasst.
    Das hat nicht mit der Freiheit der Religionen zu tun, sondern mit Phobie. Die Furcht vor „irgendwas“, was den „Andersgläubigen“ anheftet.
    Wenn man sich den Hickhack rund um den Atheistenbus ansieht, dann muss man „Christen“ eher aus dem Land verweisen, als Muslime. Es waren wesentlich mehr Christen gegen den Bus als Muslime oder gar Buddhisten ;) . Na ? Wer hielt sich nun nicht an Deine sehr geschätzte Art der Religionsfreiheit ? ;) .

    @Nissen

    Der Moderator weißt ja auch immer darauf hin das die leute von denen er spricht eine Minderheit sind.

    Dann sollte der Moderator erstmal bei den Christen, den Juden und Buddhisten anfangen. Denn die müssen dasselbe „Anti-Ausländerrecht“ erdulden, wie auch die Muslime. Wenn also eine Minderheit von Christen, z.Bsp. JHWH-gläubige Familienväter, ihre Familien aus Geldnot, Ehebruch, etc. umbringen, dann gehören sie ebenfalls gehasst und auf den Scheiterhaufen verbrannt … äh … aus dem Lande verbannt.
    Wenn man sich die Nachrichten anschaut, dann liest man von geldgierigen Banken, Vergewaltigungen, Schutzgelderpressungen, Diebstähle usw. Da sind Deutsche, Russen, Italiener, Türken usw. involviert. Eigentlich beinahe jede „Minderheit“, die bis Drei zählen kann.
    Wilders will aber kein schärferes Strafrecht für alle, sondern ein gesondertes „Recht“ für Muslime. Weil sie einfach „zuviel“ sind, seiner Meinung nach. Er befürchtet eine „Invasion“ von Koranlesern !

    Holy Shit ! Die Invasion hatten wir schon vorher… mit Bibellesern ! Und auch die Kinder mussten darunter leiden… durch Harry Potter ! Und spätestens mit dem Da-Vinci Code oder Illuminati muss es auch dem hinterwälderischten klar sein… die JHWH/Jesus-Kirche hat bei uns immer noch die Fäden in der Hand, und nicht die „Zeugen Mohammeds“ ! Eher muss ich Angst vor Christen – Evangelikale im speziellem – haben als vor Türken, die mir einen Koran in den Rachen schieben wollen. Die sind explizit im Radio und TV und predigen den Schwulenhass. Mit denen hat die Familienministerin einen „Pakt“ der Bildung geschlossen. „Wir sind ein christliches Land“ hören wir immer wieder, und nicht „Allah ist Deutscher“.

    Vor was haben diese Leute denn andauernd Angst ? Baut ein Muslim Schei*e, so wird er genauso bestraft wie ein Jude, ein Buddhist oder eben ein Christ. Für mich ist das keinesfalls ein Grund, auf die Barrikaden zu gehen und wegen „zuviele Muslime“ eine Antipathie zu fördern. Da frage ich mich selbst, wer nun „aufgeklärter“ ist.

  31. HFRudolph Sagt:

    Angesichts des Umstandes, dass man sich in eine lebensbedrohliche Lage begibt, wenn man den Islam so kritisiert, wie wir es mit dem Christentum tun, frage ich mich, ob es nicht sogar eine legitime Form der Kritik ist, einfach ein fettes Kreuz hochzuhalten, wie es der rechte Strache in Osterlitsch jüngst getan hat…

    Wer hier anonym schreibt, hat natürlich gut lachen. Das ist aber nicht die Freiheit, die ich mir erwünsche.

  32. HFRudolph Sagt:

    @nickpol: Geert Wilders hat nichts gegen Ex-Moslems oder solche, die sich gegen Islamisten einsetzen. Er ist daher auch kein Rassist, mit der Rasse hat das nichts zu tun. Wilders würde ich auch nicht als Rechtsextremisten einstufen, bloß weil er die Dinge beim Namen nennt.

    Man kann sich insofern die Frage stellen, auf welcher Seite denn diejenigen stehen, die Islamisten ins Land holen und sie hier behalten wollen, jedoch jede Thematisierung in dieser Richtung als Rassismus und „rechtsextrem“ einordnen – auf der Seite der Menschenrechte???

  33. HFRudolph Sagt:

    Wilders wendet sich pauschal gegen Moslems, weil ein hoher Anteil unsere Gesetze nicht akzeptieren und ein hoher Anteil real die Sharia einführen will, d. h. die Menschenrechte abschaffen will – das ist in dieser Pauschalierung schon mal grundsätzlich problematisch.

    Bislang hat sich allerdings nicht gezeigt, dass Menschen mit radikaler Minderheitenreligion akteptabel integrierbar oder aufklärbar wären: Das klappt nur bei denjenigen, die halbwegs unsere Werte von Demokratie und Menschenrechten mittragen. Aufklärung ist ja schön und gut, nur dauert das ein paar Jahrzehnte oder sogar mehrere Generationen. Bis dahin hat sich die Anzahl aber vervielfacht.

    Die Frage ist ja auch: Was haben wir davon? Asylrecht ist schließlich nur der eine Punkt dabei, der zumindest in Deutschland wohl nicht zur Disposition steht. Was haben wir aber unter dem Strich von den Menschen, die hier sind, ohne dass es um Asyl ginge…?

    Wie geht das überhaupt zusammen: Jemand nimmt hier Asyl und Gastrecht in Anspruch, weil seine Menschenrechte beschnitten werden und will gleichzeitig unsere Menschenrechte abschaffen. Irgendetwas passt da nicht, zum Missbrauch ist es jedenfalls nicht weit.

    Und wo wir bei Gesinnungszensur sind: Ist das eine Grenze, dass wir Menschen mit Menschenrechts- und Demokratiefeindlicher Gesinnung zu Millionen importieren oder ist das ok?

    Und was auch bezüglich des eher moderaten moslemischen Bevölkerungsanteils häufig völlig unzureichend vorhanden ist, ist eine adäuate Positionierung zu den Teilen des Islam (und Koran!), die völlig inakzeptable Positionen enthalten. Wenn ein Islamist sagt, dass kein Moslem seine Religion wechseln dürfe und zumindest dann bestraft werden müsse, wenn die Person in ein „islamisches Land“ zurück kehrt – ja da muss doch jeder vernünftige Mensch fragen, ob die Person noch alle Tassen im Schrank hat und vielleicht schon mal was von Religionsfreiheit gehört hat? Und das erwarte ich auch von jedem vernünftigen Moslem: Leider hoffe ich da bei vielen vergebens…

    Ebenso unzureichend ist es mit einer angemessenen Verurteilung von islamischem Terrorismus durch die moslimische Seite und Bekämpfung der Ursachen in der eigenen Religion – wo diese Dinge schriftlich verankert sind.

    Möglicherweise haben diese moderaten Molslems aber auch einfach nur Angst, angesichts des Umstandes, dass wir heute schon unsere eigenen Menschenrechte angesichts islamistischer Bedrohung nicht mehr garantieren können, d. h. dass unsere Menschenrechte nicht mehr uneingeschränkt existieren. Wilders ist doch selbst akut mit dem Tode bedroht. Sein Leben mit freier Bewegung können wir doch gerade angesichts der Anweisenheit der besagten Islamisten gar nicht garantieren.

    Genau diese Angst und mangelnde Kritik sind Kettenreaktionen, die lebensbedrohliche Anschauungen in Gang setzen, zum Nationalsozialismus gibt es hier auf Seiten des Islam gewisse Parallelen.

  34. nickpol Sagt:

    Dude:

    Das die Kultur aus dem mittlerem Osten brutal, dumm, und rückständig ist, sollte doch mittlerweile jedem gesunden Menschen klar sein.
    Deren Kultur ist einfach scheisse, ich will sie hier nicht haben.

    Dude, du brauchst nicht in die Ferne schweifen, dein Kommentar entspricht genau dem, was du anderen vorwirfst.
    Muslime sind nicht a priori Islamisten und vice versa. Und es ist genau so wie im Dumpfbacken-Kommentar von Dude, weil sie anders sind, die Muslime, wir eine bessere, zivilisiertere Kultur besitzen, gehören sie interniert. Das ist Rassismus und Gert Wilders ist ein Rassist.

  35. Nissen Sagt:

    Naja ich bin auch gegen den Islam, aber da ich mich der aufklärung verpflichtet fühle akzepiere ich einen moderate Muslime genauso wie moderate Christen. Deshalb kann ich“Deren Kultur ist einfach scheisse, ich will sie hier nicht haben.“ nicht verstehen. Der Moderator weißt ja auch immer darauf hin das die leute von denen er spricht eine Minderheit sind.

    Der rechtspopulist Wilders meint gegen die habe er ja nichts trotzdem sollen sie in ihren Ländern bleiben und aufkeinen fall soll es mehr immigration von islamischen Ländern nach Deutschland geben.

    Mit Sätzen „Das die Kultur aus dem mittlerem Osten brutal, dumm, und rückständig ist“ bringt man auch liberal gesonnen Muslime dazu sich in eine trotzposition zurück zu ziehen und sich abzugrenzen.

    Eins ist klar gegen Islamisten muss streng vorgegangen werden, strengere Gesetze in dieser Beziehung auch. Nur da bleibt der gute Wilders nicht stehen. Das aller dümmste was man machen kann ist Islamisten abschieben. Da sitzen die dann im Ausland und planen ihre anschläge noch effektiver mit Das die Kultur aus dem mittlerem Osten brutal, dumm, und rückständig ist Verbindung nach Deutschland…

    und wie gesagt die hetze trifft nur auf die wenigsten Muslime zu. Auch wenn ich etwas gegeb konservative Anschauungen habe muss man das aushalten, im gegensatz zu Terrorismus , aber wie gesagt das ist ein kleinteil.

  36. Dude Sagt:

    Ich bin absolut auf seiner Seite.
    Von „ethnischer Säuberung“ spricht er nicht.
    Er hat was gegen Muslime, nicht gegen Menschen mit westasiatischer Abstammung, oder wie wie auch immer man es nennen will.

    Es enttäuscht mich schon ein wenig das Wilders hier von euch mit rassisten und Nazis in einen Topf geschmissen wird.

    Das die Kultur aus dem mittlerem Osten brutal, dumm, und rückständig ist, sollte doch mittlerweile jedem gesunden Menschen klar sein.
    Deren Kultur ist einfach scheisse, ich will sie hier nicht haben.
    Die sollen sich verpissen wenn sie demokratie, pressefreiheit und religionsfreiheit verachten.

  37. Nissen Sagt:

    Seh ich auch so er ist ein „Fieser Bauernfänger. „.

    Vorallem mit der Statistik versucht er zu beeindrucken, 70% in kopenhagen im Gefängnis sind muslimisch bzw muslimischer Herkunft. Er sagt man sehe daran seine Position sein keine Meinung sondern ein Fakt. Die Statisik ist ein Fakt, ja. Aber seine Interpretation von der Statistrik ist eine Meinung. Das selbe machen die REPs und die DVU auch aber unter den namen „Ausländerkriminalität“, wenn sie gegen Türken hetzen (von denen nur wenige muslimisch sind).

    Dabei kommen diese Kriminalstatistiken nicht daher Zustande das diese Menschen muslimischer Herkunft bzw Ausländer sind, sondern durch ihre sozialen Probleme in der Gesellschaft. Armut, Sprachbarrieren und Perspektivlosigkeit sind die Ursache dafür. Und von diesen Faktoren sind immigranten eben oft betroffen.

    Zwischen 60-80% der Straftaten und Gefängnisaufenthalte sind Drogendelikte, vorallem mit weichen Drogen. Würde ein Muslim das machen? Drogen nehmen und verkaufen, obwohl der glaube an allah und Hölle stark ausgeprägt sind? Wohl kaum.

  38. Falk Sagt:

    Fieser Bauernfänger. Er macht das echt geschickt: „Ich habe nichts gegen einzelne Muslime, nur gegen den Islam als Ideologie“ kann ich noch durchgehen lassen, aber durch die Hintertür richtet er sich dann gleich doch wieder gegen einzelne Muslime.


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