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	<title>Kommentare zu: Rehabilitierung der &#8220;Kriegsverräter&#8221;</title>
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	<description>Ein Blog von den Brights, aber für alle, die sich "natürlich" informieren wollen</description>
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		<title>Von: Lilith</title>
		<link>http://blog.thebrights.de/2009/07/03/rehabilitierung-der-kriegsverrater/#comment-34202</link>
		<dc:creator>Lilith</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 11:21:17 +0000</pubDate>
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		<description>Die Mentalität von CDU und SPD bei Themen wie Volksschutz und Informationskontrolle kann man doch nur als dunkelbraun bezeichnen, daran ändert auch dieses Wendehalsmanöver nichts. Zumal der Artikel ja bitterböse vermittelt, dass weniger moralische Überzeugtheit als vielmehr politischer Kindstrotz maßgeblich für die Haltung und das Umdenken der SPD war. Die CDU sei dann einfach nur umgekippt. Ob man dafür überhaupt Lob finden kann?

Ich bezweifle allerdings auch die praktische Relevanz. Es geht doch überhaupt nicht um historische Fakten, sondern um Wohlfühlpolitik durch die Instrumentalisierung von Toten. Wenn irgendwann Widerstand gegen das Nazi-Regime in Form von Steuerhinterziehung Lobpreisung erfährt, das wäre etwas Neues. Aber Achtung für risiko- und kostenfreie PR-Maßnahmen? Wer hatte denn bei dieser Frage etwas zu verlieren?

Symbolischer Protest gegen die NS-Zeit ist wohlfeil, genauso wie das Freikaufen von Verantwortung. Ich möchte stattdessen praktische Konsequenzen in Form politischer Selbstverpflichtungen und Gesetzgebungen sehen, die auch respektiert und eingehalten werden. Erst bei der Umsetzung in konkretes Handeln zeigt sich, wie tief Reue und Einsicht wirklich reichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mentalität von CDU und SPD bei Themen wie Volksschutz und Informationskontrolle kann man doch nur als dunkelbraun bezeichnen, daran ändert auch dieses Wendehalsmanöver nichts. Zumal der Artikel ja bitterböse vermittelt, dass weniger moralische Überzeugtheit als vielmehr politischer Kindstrotz maßgeblich für die Haltung und das Umdenken der SPD war. Die CDU sei dann einfach nur umgekippt. Ob man dafür überhaupt Lob finden kann?</p>
<p>Ich bezweifle allerdings auch die praktische Relevanz. Es geht doch überhaupt nicht um historische Fakten, sondern um Wohlfühlpolitik durch die Instrumentalisierung von Toten. Wenn irgendwann Widerstand gegen das Nazi-Regime in Form von Steuerhinterziehung Lobpreisung erfährt, das wäre etwas Neues. Aber Achtung für risiko- und kostenfreie PR-Maßnahmen? Wer hatte denn bei dieser Frage etwas zu verlieren?</p>
<p>Symbolischer Protest gegen die NS-Zeit ist wohlfeil, genauso wie das Freikaufen von Verantwortung. Ich möchte stattdessen praktische Konsequenzen in Form politischer Selbstverpflichtungen und Gesetzgebungen sehen, die auch respektiert und eingehalten werden. Erst bei der Umsetzung in konkretes Handeln zeigt sich, wie tief Reue und Einsicht wirklich reichen.</p>
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		<title>Von: nickpol</title>
		<link>http://blog.thebrights.de/2009/07/03/rehabilitierung-der-kriegsverrater/#comment-34199</link>
		<dc:creator>nickpol</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 10:00:33 +0000</pubDate>
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		<description>Ein wichtiges Thema. Wer sich über die Rechtssprechnung im Falle eines &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Pfaff&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Florian Paff&lt;/a&gt; freut, kann dies in meinen Augen nur, wenn bei den sogenannten &quot;Kriegsverrätern&quot; rechtsstaatliche Prinzipien angewandt werden. D.h., die als Kriegsverräter verurteilten Personen, sind zu rehabilitieren.
Über 64 Jahre nach Kriegsende bestimmen Nazigerichte immer noch die Bewertung einzelner Menschen, dass ist so nicht hinnehmbar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wichtiges Thema. Wer sich über die Rechtssprechnung im Falle eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Pfaff" rel="nofollow">Florian Paff</a> freut, kann dies in meinen Augen nur, wenn bei den sogenannten &#8220;Kriegsverrätern&#8221; rechtsstaatliche Prinzipien angewandt werden. D.h., die als Kriegsverräter verurteilten Personen, sind zu rehabilitieren.<br />
Über 64 Jahre nach Kriegsende bestimmen Nazigerichte immer noch die Bewertung einzelner Menschen, dass ist so nicht hinnehmbar.</p>
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		<title>Von: Kuro Sawai</title>
		<link>http://blog.thebrights.de/2009/07/03/rehabilitierung-der-kriegsverrater/#comment-34198</link>
		<dc:creator>Kuro Sawai</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 09:40:07 +0000</pubDate>
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		<description>Das Thema hat wirklich große humanistische Relevanz. Man lese, was Jacqueline Boysen vom Deutschlandradio Hauptstadtstudio gestern dazu kommentiert hat:
(http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/993068/)

&lt;blockquote&gt;Bis weit in das 21. Jahrhundert hinein wirken die Klischees, die aus Goebbels Wochenschau-Filmen der Kriegsjahre zu stammen scheinen: Deserteure hätten ihre Kameraden verraten, andere deutsche Soldaten im Stich gelassen und Zivilisten gefährdet. Allein der Begriff &quot;Kriegsverrat&quot; führt in die Irre, handelte es sich bei den fraglichen Taten doch vielfach um einen Widerstandsakt gegen Willkür und Verbrechen im Namen eines Volkes, dem es heute gut anstehen würde, sich zu Verfehlungen zu bekennen: Nicht allein, wer den Alliierten deutsche Angriffspläne zugänglich machte, konspirativ Kontakte ins Ausland knüpfte oder Informationen über die Ermordung von Juden außer Landes schmuggelte, galt als Kriegsverräter. Standrechtlich erschossen wurden Soldaten, die Tagebuch führten und Uniformträger, die sich Erschießungen von Zivilisten widersetzten.&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema hat wirklich große humanistische Relevanz. Man lese, was Jacqueline Boysen vom Deutschlandradio Hauptstadtstudio gestern dazu kommentiert hat:<br />
(<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/993068/" rel="nofollow">http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/993068/</a>)</p>
<blockquote><p>Bis weit in das 21. Jahrhundert hinein wirken die Klischees, die aus Goebbels Wochenschau-Filmen der Kriegsjahre zu stammen scheinen: Deserteure hätten ihre Kameraden verraten, andere deutsche Soldaten im Stich gelassen und Zivilisten gefährdet. Allein der Begriff &#8220;Kriegsverrat&#8221; führt in die Irre, handelte es sich bei den fraglichen Taten doch vielfach um einen Widerstandsakt gegen Willkür und Verbrechen im Namen eines Volkes, dem es heute gut anstehen würde, sich zu Verfehlungen zu bekennen: Nicht allein, wer den Alliierten deutsche Angriffspläne zugänglich machte, konspirativ Kontakte ins Ausland knüpfte oder Informationen über die Ermordung von Juden außer Landes schmuggelte, galt als Kriegsverräter. Standrechtlich erschossen wurden Soldaten, die Tagebuch führten und Uniformträger, die sich Erschießungen von Zivilisten widersetzten.</p></blockquote>
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