Evolution und Kreationismus

Vortragsfolien und Erläuterungen von Prof. Dr. Reinhold Leinfelder – Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin

Wir sind kein reiner Zufall, Prof.Dr. Leinfelder

"Wir sind kein reiner Zufall", Prof.Dr. Leinfelder

Nein, wer sich gefragt haben sollte, ob der Blogautor (Prof.Dr. Leinfelder)  nun gar zum Kreationisten geworden sei, wird sich wundern. Dass wir dennoch kein reiner Zufall sind, sondern dass der Zufall innerhalb statistischer, geologischer und biologischer Rahmenbedingungen stattfindet, dass Selektion alles andere als zufällig ist und etliches mehr, davon handeln eigene Vorträge rund ums Darwin-Jahr. Einer dieser Vorträge (gehalten am 6.3.2008) ist nun in Form von kommentierten Vortragsfolien als Webangebot verfügbar.

Nachfolgend finden Sie einige Screenshots aus dem Angebot, welches Sie hier direkt aufrufen können
URL für das Angebot: http://www.palaeo.de/edu/kreationismus/stellungrl/evolution_und_kreationismus
(oder auch einfacher unter www.palaeo.de/edu/evokrea )

Quelle: Ach Du lieber Darwin

Quelle: Ach Du lieber Darwin

Beispiel dafür, dass evolutionärer Einfluss weit verbreitet ist:

Quelle: Ach Du lieber Darwin

Quelle: Ach Du lieber Darwin

Dennoch wird die Evolutonstheorie nach wie vor stark angefeindet:

Quelle: Ach Du lieber Darwin

Quelle: Ach Du lieber Darwin

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Hier geht es zum gesamten Webvortrag.

(Für diesen und weitere Vorträge hat Andreas Beyer, Gelsenkirchen, freundlicherweise viele Beispiele zur Verfügung gestellt und weitere Anregungen gegeben, herzlichen Dank!)

Zur Sprachverwirrung rund um Begriffe wie Zufall, Sinn und Zweck finden Sie einen weiteren Eintrag auf “Ach Du lieber Darwin”.

7 Antworten zu „Evolution und Kreationismus“

  1. YeRainbow Sagt:

    Russell schrieb mal irgendwo, der Mensch wird unwissend geboren. Dumm wird er erst gemacht.

    Abgesehen davon, ich verstehe nicht, was es mir für Vorteile beim Überleben bringt, wenn ich mir nen Kopf mache, wie es nun gewesen sein muß mit der ersten Zelle.
    Für meine Belange ist es schnuppe, ob “von selbst entstanden” oder von jemandem gemacht. (Wer waren seine Eltern?)

    Aber daraus abzuleiten, daß man den Zehnten abzuliefern habe, bei Abweichungen ausgestoßen aus dem Sozualverband oder gar ermordet werden soll – das ist schon frevlerisch.

    Und woher die Zelle nun kommt, ist belanglos in HInsicht auf die Frage, welcher Gott nun der richtige sei…

    Das ist aber eine Frage des Denkschematas. Und das kriegt man überwiegend gelehrt.
    Wer seinen Kindern dysfunktionales Denken beibringt, sollte wissen, daß sie damit dann irgendwie zurechtkomen müssen.
    Ganz gleich, welche Sekte sie dann besser einfangen kann – ob eine der großen Weltreligionen oder eine kleine, exklusive.

    Der Unterschied ist geringer als man denkt.

  2. IM Sagt:

    Mehr oder weniger glaubt das menschliche Gehirn zum Glück nicht immer an die Wissenschaft oder Evolution sondern auch an einen “Gott” oder einen unrealistischen Zufall. Vielleicht lebt der Mensch nur noch, weil er letztlich oft an einen unrealistischen Zufall also an Gott glaubte?
    Da doch in der Praxis oft dumme menschliche Gehirn und die Wissenschaft oft in einen Chaos endet. Angefangen vom nicht funktionierenden wissenschaftlich begründeten Sozialismus bis hin zum Nationalsozialismus mit der wissenschaftlichen Schaffung neuen Menschen sollten uns Richard Damkins Erkenntnisse über die wissenschaftliche Evolution-Erkenntnisse doch nur noch lächerlich vorkommen.

  3. Oolon Coluphid Sagt:

    kurz, schnell und schmerzlos…

    Evolution für Dummies

  4. HFRudolph Sagt:

    @Robert: Ich stimme Dir aber zu, dass die ungehinderte Wissenschaft und Aufklärung über die Harten Fakten wichtiger ist als irgendein Gruppendenken, Gruppe Atheisten gegen Theisten, Humanisten gegen Sonstige, etc.

    Die propagandistische Verwendung von Wissenschaftsergebnissen birgt aufgrund der Flachheit von Werbung immer die Gefahr insich, dass die rationale Begründung, die prinzipielle undogmatische Hinterfragbarkeit auf der Strecke bleibt.

  5. HFRudolph Sagt:

    Ich rechne den Religiösen auch keine Dummheit zu, wohl aber massive Inkonsequenz. Es gibt zahlreiche Personen, die sowohl die Bibelgeschichte, als auch die Evolutionstheorie für richtig halten – bzw. das behaupten: Das eine aus Verstandsgründen, das andere aus Tradition.

    Und es gibt bestimmte Gesellschaftskreise, da lässt man derartige völlig unvereinbare Widersprüche – intellektueller unredlich – einfach so nebulös durchgehen, statt zu fragen: He, willst Du mich verarschen? Jörg Seibert – ZDF-heute-Sprecher, katholisch seines Zeichens, sagte irgendwann mal sinngemäß, es gebe die Glaubenswahrheit und die Wissenschaftswahrheit.

    Wenn sie sich widersprechen, kann aber nur eines richtig sein. Die Glaubenswahrheit ist dann eben eine Falschheit, eine Lüge.

  6. robert Sagt:

    Die Frage ist nur, welche Propaganda einem wichtiger ist. Die Propaganda der Wissenschaft oder die Propaganda des Atheismus. Diejenigen, die darauf pochen, dass mit der Evolutionstheorie gefälligst auch der Atheismus angenommen werden soll, erschweren unweigerlich die Bemühungen wissenschaftliche Erkenntnisse auch religiösen Personen zugänglich und verständlich zu machen. Damit wird die Wissenschaft nur zum Mittel, d.h. der atheistischen Propagnda untergeordnet.

    Mir geht es darum, die Wissenschaft zu propagieren, weshalb die atheistische Propaganda dieser untergeordnet ist. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse unter den religiösen Personen zu verbreiten, ist schon alleine ein schweres Unterfangen, da helfen Vorstellungen von einem arroganten Atheisten überhaupt nichts. Lieber zehn Christen, die an die Evolutionstheorie und an die Schöpfung der ersten Zelle glauben, als nur einen einzigen Konvertierten.

    Des Weiteren rechne ich den religiösen Personen keinesfalls rigerose Dummheit zu, weshalb ich davon ausgehe, dass nach dem Akzeptieren einer wissenschaftlichen Erkenntnis schnell die nächste folgt usw.

    Lasst uns lieber Aufklärung statt Missionierung betreiben.

  7. HFRudolph Sagt:

    Das scheint teilweise noch ausformulierungsbedürftig zu sein…

    Zum Thema “steht damit Evolution gegen Religion” punktet er nicht richtig: Unzweifelhaft ist der Wortlaut der Schöpfungsgeschichte mit der Evolution unvereinbar. Dazu braucht man aber auch kein Wissenschaftler zu sein, um das zu erkennen, denn wer hätte die Geschichte sonst aufschreiben sollen? Gott persönlich…? Davon steht selbst in der Bibel nirgends etwas… “Am Anfang schuf ich Himnel und Erde…”

    Wenn die katholische Religion die Evolution des Geistes nicht anerkennt, dann erkennt sie die Evolutionstheorie nicht an, aus religiösen Gründen. Also ist katholische Religion mit der Evolutionstheorie unvereinbar.

    Ein anderer Punkt ist aber auch: Auch mit Evolutionstheorie kann einer glauben, dass die erste Zelle mit göttlicher Hilfe entstanden ist.

    Der Punkt ist doch: Zahlreiche Dinge der Religion sind mit der Wissenschaft komplett unvereinbar. Die Vereinbarkeit von Glaube und Rationalität durch Ratzinger ist eine hole Propagandaphrase, ein Wortspiel, bei genauem Hinsehen völlig unhaltbar…


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