
Der Vatikan sendet auf neuen Kanälen
24. Januar 2009 Seit gestern verfügt der Vatikan über eine eigene Domäne beim Internetanbieter „YouTube“. Unter „Vaticanit“ haben Interessierte die Möglichkeit, Botschaften des Papstes, Ausschnitte von Gottesdiensten und andere Ereignisse aus dem Kirchenstaat in Kurzfilmchen frei aus dem Internet herunterzuladen.
Papst Benedikt XVI. verlas anlässlich des neuen Auftritts und des Welttages der Medien eine Erklärung, welche die Möglichkeiten der medialen Revolution der letzten Jahre ausdrücklich lobt. Das Internet, das für die Menschen der vorigen Generation noch unvorstellbar gewesen sei, bedeute eine „Gabe für die Menschheit.“ Der Papst bewunderte ausdrücklich die technologischen Möglichkeiten, mittels Handy, SMS oder Personalcomputer „die entferntesten und isoliertesten Winkel der Erde“ zu erreichen. Solche Möglichkeiten sollten vor allem den Bedürftigsten dienen.
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Ein Gottesgeschenk
In einem Interview aus einem Studio des päpstlichen Staatssenders „Radio Vatikan“ sandte Benedikt indes auch eine Mahnung an die Produzenten von Inhalten im Internet. Sie müssten die „Mitteilung von Worten und Bildern verhindern, die den Menschen herabsetzen – und ausschließen, dass Hass und Intoleranz genährt werden.“ Die Intimität der menschlichen Sexualität dürfe nicht aufgehoben werden, ebenso hätten Schutzlose ein Recht darauf, im Netz nicht ausgebeutet zu werden.
Richtig verwendet, sei die „neue Kultur der Kommunikation“ jedoch ein wahres Gottesgeschenk. Getrennte Familien blieben in Kontakt, Studenten erreichten ungezählte neue Bücher und Dokumente, Forscher könnten über weite Entfernungen im Team zusammenarbeiten und neue Entdeckungen austauschen. Angesichts solcher Möglichkeiten kam der sonst oft reservierte Papst ins Schwärmen und sprach von einer „großen Familie von Brüdern und Schwestern, die keine Grenzen mehr kennt.“ Die Öffnung und Neugier gegenüber den Mitmenschen, die mit dem Internet und dem Mobiltelfon auf ein neues Niveau gehoben wurden, entsprächen der ursächlichen Bestimmung des Menschen, aus sich heraus und auf den Nächsten zuzugehen. Für diesen Akt der Liebe sei der Mensch „vom Schöpfer erdacht worden.“





































































