Warum gibt es Sexualität?

Von Martin KochND

US-Forscher nähern sich einem der großen Rätsel der Biologie

Charles Darwin war nicht nur ein genialer, sondern auch ein bescheidener Forscher. Gelang es ihm nicht, ein Problem im Rahmen seiner Evolutionstheorie zu lösen, gestand er dies freimütig ein. Ein solches Problem stellte sich ihm 1862 in Gestalt der sexuellen Fortpflanzung. Als er bei der Suche nach den letzten Ursachen für deren Vorherrschaft in der Natur nicht so recht vorankam, notierte er: »Die ganze Angelegenheit liegt bisher völlig im Dunkeln.«

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Scientology und das Lovebombing

Quelle: mephisto 97.6

Scientology-Aussteiger Wilfried Handl im Interview

mephisto 97.6

Tom Cruise und John Travolta sind wohl die bekanntesten Mitglieder von Scientology. Doch obwohl sich die Sekte gerne mit Stars schmückt, sind es gerade in Europa die Gegner und Kritiker, die das öffentliche Bild von Scientology prägen. Wie Wilfried Handl, der nach 28 Jahren aus der Sekte austrat und nun aktiv gegen sie wirbt.

Scientology – Religion oder gefährliche Sekte?

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Wohlwollender Missbrauch

Der Kindesmissbrauch wurde von oben gedeckt: Opfer bei einer Anhörung im Mai 2009. (Bild: Reuters)

Irische Kirche vertuschte Missbrauch

Pädophile Priester in Dublin von der Hierarchie geschützt

Die Führung der katholischen Erzdiözese Dublin hat während Jahrzehnten den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Priester vertuscht. Die irische Polizei schwieg oftmals auch.

Martin Alioth, Dublin – NZZ

Am Donnerstag hat der irische Justizminister Dermot Ahern einen 700-seitigen Bericht über den Umgang der katholischen Erzbischöfe von Dublin mit pädophilen Priestern in der Diözese veröffentlicht. Daraus geht klar hervor, dass die Kirchenführung im Zeitraum zwischen 1975 und 2004 systematisch ihre Priester vor strafrechtlichen Konsequenzen schützte und sie bei erwiesener Pädophilie sogar noch beförderte. Der Kontakt dieser Priester mit Kindern wurde nicht unterbunden.

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Design ohne Designer

Flagellenmotor, Quelle: Ach Du lieber Darwin!

Gastbeitrag von Hansjörg Hemminger auf Ach Du lieber Darwin! Dem Blog von Prof. Dr. Reinhold Leinfelder

Podiumsdiskussion „Design ohne Designer?“ am 24. November 2009 im Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart

Die Podiumsdiskussion im Stuttgarter Schloss Rosenstein 150 Jahre nach Erscheinen von Darwins Hauptwerk „On the Origin of Species…“ hatte einen passenden Rahmen. Dort befindet sich die Ausstellung „Der Fluss des Lebens“, in der Darwins Werk und die heutige Evolutionstheorie vorgestellt werden [1]. Unter dem an der Decke aufgehängten Modell eines Finnwals versammelten sich neun Diskutanten und mehrere hundert Zuhörerinnen und Zuhörer, für die der Saal schnell zu klein wurde. Professor Martin Blum (Universität Hohenheim) eröffnete die Diskussion mit einem Überblick über die Erfolgsgeschichte der Evolutionstheorie seit Darwin und stellte klar, dass er (anders als die Vertreter eines „intelligenten Designs“ und einige darwinistische Extremisten) diese Geschichte nicht als einen Angriff auf religiöse Überzeugungen wahrnehmen könne. Er zitierte den Christen und ehemaligen Leiter den „Human Genome Projects“ Francis Collins mit dem Wort, dass es keine seriösen biologischen Forscher mehr gebe, die Zweifel an der Evolutionstheorie hätten.

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Schulverweigerer müssen zahlen

"Kinder brauchen ein festes Wertegerüst, um die Zukunft bewältigen zu können": Ein Paar aus Hessen wird auch vorbestraft seine Kinder weiter zu Hause unterrichten. (Foto: dpa)

süddeutsche.de

„Wir halten an Glauben und Gewissen fest“: Ein Paar, das seine sieben Kinder aus religiösen Gründen zu Hause unterrichtet, ist jetzt verurteilt worden. In die Schule werden die Kinder auch künftig nicht gehen.

Er argumentierte geschliffen, schaute interessiert durch seine Goldrandbrille – und ist seit Mittwoch doch vorbestraft: Weil ein 48 Jahre alter Hesse seine sieben Kinder aus religiösen Gründen nicht zur Schule schickte, hat das Landgericht Kassel den Vater und und seine fünf Jahre jüngere Ehefrau zu einer Geldstrafe von jeweils 60 Euro verurteilt.

Der juristische Streit schwelt seit Jahren und hat mit dem Kasseler Urteil gewiss keinen Abschluss gefunden. Die christlichen Fundamentalisten aus dem Örtchen Archfeld bei Eschwege weigern sich beharrlich, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Seit sie den Ältesten schon im ersten Jahr aus der Klasse geholt haben, unterrichten sie alle Kinder zu Hause. Der Publizist hat dafür sogar den Beruf an den Nagel gehängt, die neunköpfige Familie lebt von Kindergeld und Nachhilfestunden.

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Aldi Mater

Papst CD, Quelle:Deutscher Kulturrat

(nmz/kiz) -Essen -

Papst-Fans können die erste Musik-CD mit der Stimme von Benedikt XVI. schon einen Tag vor der offiziellen Veröffentlichung beim Discounter Aldi Nord kaufen: Bereits am Donnerstag ist die CD «Alma Mater», die neu komponierte Orchestermusik mit gregorianischen Chorälen sowie Gebeten und dem Gesang des Papstes verbindet, in jeder Filiale von Aldi Nord erhältlich.

Dafür wurde nach Angaben der von der Plattenfirma Universal beauftragten PR-Agentur eine «Special-Edition» produziert: Sie beinhaltet neben dem Musik-Album auch eine DVD mit der Entstehungsgeschichte des Musikprojekts. Von jeder verkauften CD in Deutschland geht ein Euro an die Hilfsorganisation «Ein Herz für Kinder».

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Dämonen des Krieges

In Portal, Georgia wohnen weniger 600 Menschen © Jennifer Percy

Ich glaube, du hast einen Dämon

Von Jennifer PercyDie Zeit

Der Elitesoldat Dan Johnson kam traumatisiert aus Afghanistan zurück. Aber er glaubt, er war von einem Dämonen besessen.

In Portal, im Bundesstaat Georgia, weisen Schilder an staubigen Straßen auf andere staubige Straßen hin. In der Dorfmitte steht die Portal Church of God.  Sie sieht aus wie ein farbloser Pizza Hut. Daneben streckt sich ein blauer Wasserturm fünfzig Fuß in die Höhe. „Portal“ steht darauf. Bei der letzten Volkszählung 2002 fand man hier 562 Menschen. Jeder besitzt eine Pistole.

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Wahn und Wissenschaft

Mehr als 200'000 Büffel, Ziegen, Hühner und Tauben werden geschlachtet: Massentieropfer in Nepal. Bild: Keystone

Von Ingolf BossenzND

Ein hinduistisches Fest begann am Dienstag im Süden Nepals. Wenn es morgen zu Ende geht, werden die Gläubigen etwa eine viertel Million Tiere wie Büffel, Ziegen, Schafe und auch Vögel geopfert, also abgeschlachtet haben. In dieser Woche feiern zudem die Muslime das sogenannte Opferfest, anlässlich dessen weltweit – auch mitten in Europa – Schafe, Ziegen, Rinder ohne vorherige Betäubung geschlachtet werden. So will es das religiöse Ritual. Der Wahn, lebende Wesen irgendwelchen Gottheiten zu »opfern«, betrifft heute – von bizarren Ausnahmen abgesehen – »nur noch« Tiere.

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Vatikanische Beliebigkeit

Perkovic, Foto: www.wikipedia.org

opinio.de

Der Heilige Vater empfängt den umstrittenen koatischen Sänger Perkovic!

Anläßlich einer Generalaudienz hat der Papst den kroatischen Sänger Perkovic samt Familie empfangen, der im Verdacht steht, mit seinen Blut- und- Ehre – Songs Gewalt zu verherrlichen und Rassenhass zu schüren. Die Begegnung verlief harmonisch ab, der Gast überbrachte dem Heiligen Vater Geschenke, nämlich CD’s mit seinen Liedern, die er stilgerecht in einer weißen Ledermappe überreichte.

Wieder nur eine Panne oder steckt mehr dahinter ?

Ein Staat, der mit Gewalt konfrontiert ist, drückt es diplomatisch aus, bezeichnet diese Begegnung als unglücklich und auch als falsches Signal, das in die Welt, die eigentlich friedlich sein sollte, hinaus gesendet wird. Brüskiert fühlt sich zunächst einmal Israel !

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Achtung für religiöse Gefühle

Margot Käßmann, Quelle: Uni Göttingen

Margot Käßmann, Quelle: Uni Göttingen

Hannover (epd)

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, fordert mehr Achtung vor religiösen Gefühlen. Diese sollten nicht aus purer Lust an Provokation verletzt werden, sagte sie am Donnerstagabend bei der Aufzeichnung der evangelischen Fernseh-Talkshow «Tacheles» in der hannoverschen Marktkirche zum Thema «Religion und Meinungsfreiheit». Gleichwohl müsse sich die Religion der Kritik einer Gesellschaft stellen.

Sie erlebe, dass in der deutschen Öffentlichkeit oft mehr Rücksicht auf andere Religionen genommen werde als auf das Christentum, sagte Käßmann. Die hannoversche Landesbischöfin forderte auch von islamischen Ländern mehr Respekt vor den Christen. Ebenso wie Muslime in Deutschland Achtung verlangen könnten, müsse das auch für andere Religionen in den muslimischen Ländern gelten. «Ich möchte dann auch ohne Kopftuch in diese Länder reisen können.»

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Die Gottesidee

Der Biologe Prof. Siegfried Scherer ist überzeugt: "Gott kann man weder naturwissenschaftlich beweisen noch widerlegen." Quelle: privat

Happy birthday, Evolutionstheorie – Interview mit einem Kritiker

„pro“-Medienmagazin

pro: Hat Darwin Gott ermordet?

Scherer: Charles Darwin hat sich als junger Mann zum christlichen Glauben bekannt. Zweifel an der Wahrheit des Christentums wurden unter anderem durch Diskussionen mit atheistischen Intellektuellen sowie durch Missstände in der anglikanischen Kirche geweckt. Als seine Lieblingstochter Annie im Alter von 10 Jahren an einer schweren Krankheit starb, war dies wohl der letzte Nagel in den Sarg seines Glaubens an einen gütigen und gerechten Gott. Soweit man das wissen kann, starb Darwin als Agnostiker.

Darwin war ein genialer Wissenschaftler

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3sat – transkommuniziert mit dem Jenseits

Quelle: 3sat

3sat

Kommunikation mit dem Jenseits

Friedrich Jürgenson gilt als der Entdecker des Stimmenphänomens. 1959 machte der Künstler, Opernsänger und Vogelstimmenforscher Aufnahmen von Vögeln. Dabei vernahm er nicht nur Vogelgeräusche, sondern auch menschliche Stimmen, die ihn mit seinem Namen riefen. Bis zu seinem Tod im Jahre 1987 entwickelte Jürgenson Aufnahmegeräte, sammelte Stimmkontakte und schrieb mehrere Bücher zu den „Jenseitsstimmen“.

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Gottesgerüchte eines Theologen

Robert Spaemann

Rheinischer Merkur

„Wie ein Kino ohne Projektor“

Nietzsches Übermensch ist wieder da – in den Werken eines Peter Sloterdijk und Richard Dawkins. Robert Spaemann hält ihnen sein Menschen- und Gottesbild entgegen. Ein Gespräch mit dem Philosophen.

Rheinischer Merkur: Daimler wirbt mit dem Slogan: „Mercedes denkt und der Mensch lenkt.“ Früher hieß es: „Der Mensch denkt und Gott lenkt.“ Wie erklären Sie sich diese Rollenverschiebung?

 

Darwin und die »Affenfrage«

Seriöser Schweiger: Charles Darwin (12.2.1809–19.4.1882 / Foto vermutlich aus dem Jahr 1874)

Vor 150 Jahren erschien das epochemachende Buch »Die Entstehung der Arten« des bedeutendsten Naturforschers des 19. Jahrhunderts. Teil 1: Wer ist unser nächster (tierischer) Verwandter?

Von Volker Schurig – junge Welt

Mit dem Namen Charles Darwin sind in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen verbunden: sein 200. Geburtstag am 12.Februar 2009 und der 150. Jahrestag der Veröffentlichung seines bahnbrechenden Buches »On the origin of species by means of natural selection, or the preservation of favoured races in the struggle for life«. »Die Entstehung der Arten«, wie der Band in der deutschen Übersetzung heißt, erschien am 24. November 1859 mit einer Auflage von zunächst nur 1500 Exemplaren. Die Lebendigkeit der bald einsetzenden Diskussionen um die biologische Evolutionstheorie zeigt sich an der Auflagenfolge: 1860 erscheint die 2., 1861 die 3., 1866 die 4., 1869 die 5. und 1872 die 6. Auflage. Den Rest des Beitrags lesen »

Sarrazin und die Gebetsräume

Von Malte Lehming - Der Tagesspiegel

Was Sarrazin und Buschkowsky sagen, was dänische Karikaturisten zeichnen oder in einer Oper in Berlin zur Aufführung kommen soll, all das gehört zur Diskussionskultur einer kritischen Öffentlichkeit. Doch es gilt ebenso ein weiteres Grundrecht

Solche Schlagzeilen lassen den Erregungspegel zuverlässig nach oben schnellen: „Thilo Sarrazin kritisiert misslungene Integration“ oder „muslimischer Gebetsraum in öffentlicher Schule“ oder „Heinz Buschkowsky hält Multikulti für gescheitert“ oder „Deutsche Türken wollen türkisch bleiben“. Grob vereinfachend stehen sich im darauf folgenden Streit zwei Lager gegenüber. Das Pro-Sarrazin-anti-Gebetsraum-Lager behauptet, der Islam sei eine rückständige, emanzipationsfeindliche und latent gewalttätige Religion, die den Westen unterwandern und dessen Werte verdrängen will. Das Pro-Gebetsraum-anti-Sarrazin-Lager sieht in Europa eine volksverhetzende Islamophobie auf dem Vormarsch, die an dunkle Zeiten der deutschen Geschichte erinnert und Ausländerfeindschaft schürt. Beide Lager berufen sich auf ein Menschenrecht: die Sarrazinis auf die Meinungsfreiheit, die Gebetsräumis auf die Religionsfreiheit.

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Der Mensch: das einzige, religiöse Tier

Gefangengehaltener Orang-Utan

Gefangengehaltener Orang-Utan

Evolutionstag 2009

Am 24. November jeden Jahres, dem Tag der Erstveröffentlichung von Charles Darwins The Origin of Species (dt. „Die Entstehung der Arten“), ist „Evolutionstag“. In diesem Jahr ist es ein ganz besonderer: 2009 ist das Darwinjahr, in dem sich der Geburtstag des Begründers der Evolutionstheorie zum 200. Mal jährt, und darüberhinaus erschien The Origin of Species vor genau 150 Jahren, am 24. November 1859.

Die Tatsache der Evolution kratzt natürlich an der religiösen Lehre der Gottesebenbildlichkeit „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ 1. Mose 1,26f. LUT).

Sie nagt zugleich am allgegenwärtigen Speziesismus (der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Art, analog zu Rassismus oder Sexismus).

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Gott als Ingenieur?

Am "Tag der Philosophie" am Gymnasium in Bad Laasphe wurde viel diskutiert, um Denkanstöße zu geben.

Von Laura Mock – Der Westen

„Schöpfung und/oder Evolution? – Charles Darwins Einfluss auf unser Weltbild” – mit dieser Fragestellung haben sich heute am Tag(19.11.09) der Philosophie die Bad Laaspher Gymnasiasten beschäftigt.

Der Philosophische Tag zum Thema „Darwin und seine Folgen” ermöglichte der Fachschaft Philosophie des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe, sich vorzustellen und auf philosophische Fragestellungen aufmerksam zu machen. Mit Blick auf das Charles Darwin-Jubiläumsjahr rückte die Schule den berühmten Naturforscher in den Mittelpunkt des von der UNESCO ausgerufenen „Welttags der Philosophie”. Zu Ehren von Charles Darwin wird in diesem Jahr sogar ein Doppeljubiläum gefeiert: sein 200. Geburtstag sowie der 150. Jahrestag des Erscheinens seines Werks „Über die Entstehung der Arten”.

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Hilfe, die Uni brennt

Quelle: sueddeutsche.de

Prof. Axel Meyer, D., Ph., Evolutionsbiologe und Zoologe Universität Konstanz

Den Studentenstreik unterstützen alle, aber die Uni kann nicht alles für alle sein

Die Studenten streiken. Sie halten das Audimax mehrerer Universitäten besetzt und protestieren gegen die Verschulung und den Prüfungsdruck der neuen Bachelorstudiengänge. Sie sind auch gegen Studiengebühren, aber für mehr Bafög, Mitbestimmung und mehr Chancengleichheit für alle sozialen Schichten und mehr soziale Durchlässigkeit im Bildungssystem. So weit, so üblich.

Merkwürdig ist aber einiges an diesem Streik. Der Ursprung dieses Protestes kommt aus Österreich. Österreich? Angeblich streiken dort sogar mehr deutsche Numerus-Clausus- Flüchtlinge als österreichische Studenten. Vielleicht werden sie sich ins eigene Fleisch schneiden, wenn dort nach dem Streik mehr Zulassungsbeschränkungen und/oder Studiengebühren von ausländischen Studenten erhoben werden.

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Politische Frömmigkeit

Malte Lehming, Leitender Redakteur (Meinung) - Foto: Kai-Uwe Heinrich

Der Tagesspiegel

Preisfrage: Von wem stammt dieser Satz? „Ohne die Religionen, ohne den Glauben, ohne die Kirchen gäbe es keine Grundlage für allgemein verbindliche Moralnormen gegenwärtig in unserer Gesellschaft.“ Ganz richtig, von Gregor Gysi, dem Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag. Gesagt hat er ihn in einem Interview mit der katholischen Zeitschrift „Kompass“ (November-Ausgabe, Untertitel: „Soldat in Welt und Kirche“, herausgegeben vom katholischen Militärbischof). Die Überschrift des Gesprächs, das die Zeitschrift gemeinsam mit Gysi und Jörg Schönbohm geführt hat, lautet denn auch: „Religionen vermitteln verbindliche Moralregeln“. Am Schluss bekennt der Linkspolitiker: „Obwohl ich nicht religiös bin, fürchte ich also eine gottlose Gesellschaft nicht weniger als jene, die religiös gebunden sind.“ Da tut sich was bei den Sozialisten.

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ChemTrails-der chemische Verfolgungswahn

Chemtrails Quelle: fuellhornleben.de

NRWZ online

Von Moni Marcel und Peter Arnegger

Ehepaar erstattet Anzeige wegen angeblicher chemischer Sprühaktionen

Chemische Sprühaktionen von Flugzeugen in der Atmosphäre – dies meint ein Ehepaar aus Horgen beobachtet und fotografiert zu haben und hat deswegen jetzt bei der Polizei in Rottweil Anzeige erstattet. Dort nahm man die Anzeige entgegen, „wir haben das an die Staatsanwaltschaft zur Bearbeitung weitergeleitet“, so Pressesprecher Ulrich Effenberger.

Regenbogenartige Lichtbrechungen in Kondensstreifen haben Rolf-Dieter und Ute Bauer beobachtet und fotografiert. „Den ganzen Sommer über wurde in unregelmäßigen Abständen gesprüht“, fast täglich würden die gesundheitsschädlichen Chemikalien – Barium, Aluminiumoxid, Titan, Magnesium und Ethylendibromid von Flugzeugen in die Atmosphäre gesprüht, vielfältige gesundheitliche Schäden wie Kopf- und Zahnschmerzen bis hin zur Lungenentzündung und Demenz könnten die Folge sein, sagen die Beiden.

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Nanopartikelanalyse

Quelle:esowatch

esowatch

Steuergelder, die für unsinnige Zwecke eingesetzt werden, Politiker die ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, dreister Schwindel: Die Zutaten für einen schönen Skandal. Es geht um die Firma Indago. PD Dr. Keck hat die Eckdaten dieses Skandals auf seiner Website zusammengetragen und Thomas Xavier hat ein Interview mit ihm geführt:

Xavier: Dr. Keck, das ist ein handfester Skandal, was Sie da entdeckt haben. Wie sind Sie darauf gestoßen?

Keck: Ich habe im Fernsehen bei 3sat einen Beitrag des Wissenschaftsmagazins Nano gesehen. Angeblich sollten mit einer neuen, als Nanopartikelanalyse und neuerdings als Stoffwechselfunktionstest bezeichneten Methode Krankheiten schon vor dem Ausbrechen diagnostiziert werden können. Es war leicht erkennbar, dass es sich hier um Scharlatanerie handelte. Der Beitrag war eine verdeckte Werbesendung für das damalige BMIB, jetzt Indago GmbH. Ich habe mich bei der Redaktion und mehreren Instanzen des Senders beschwert, aber das hat nichts gefruchtet.

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Warum wir meinen, dass es uns gibt

Die Buddhastatue im Ego-Tunnel: Nam June Paiks Videoinstallation «TV Buddha» (1974). Bild: Keystone

Von Jean-Martin BüttnerBazonline

Der Mensch ist ein Flugsimulator: Der deutsche Philosoph Thomas Metzinger hat ein neues Modell des Bewusstseins formuliert. Es kommt ohne Seele und ohne Selbst aus – aber nicht ohne Ethik.

Was macht das Bewusstsein aus? Die Erkenntnisse der Hirnforschung legen eine neue, radikale Antwort nahe. Mit ihrer Hilfe lässt sich immer genauer messen, welche Hirnregionen für welche Regungen, Gefühle, Reaktionen und Wahrnehmungen zuständig sind. Und wie das Gehirn diese einprasselnden Reize der Innen- und Aussenwelt aufnimmt, filtert und zu Reaktionen bündelt. Thomas Metzinger, der in Mainz theoretische Philosophie lehrt und sich auch mit den Neurowissenschaften beschäftigt, setzt sich seit über dreissig Jahren mit der existenziellen Frage auseinander, wie menschliches Bewusstsein funktioniert. Wie kommt es, dass wir uns als jemand fühlen, eine Identität von uns selbst haben? Wie entsteht der «unhintergehbare Eindruck hinter den Augen», wie er es einmal nannte?

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Strammchristliche Lächerlichkeit

Quelle: Opinio

Kirchenmännergeschwätz, bis es die Gemeinde graust und ekelt. Die Nazizeit kann man als bekennender Christ ja soo flachreden…

opinio

Da verkündete doch kürzlich der Vatikan in Person des Kardinal Hoyos, der umstrittene Pius-Bruder Williamson habe den Holocaust nur ‚reduziert‘. Auf 300 000 statt sechs Millionen. Das sei kein moralischer sondern nur ein historischer Fehler.

Hups, nur ein kleiner Zahlendreher oder wie? Mein Gott, die paar Leichen mehr oder weniger.
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Beim Maya-Kalender verrechnet

Eine Seite aus dem Codex Dresdensis. Die Schrift besteht aus 39 Blättern und dürfte aufgrund in dem Buch vermerkter astronomischer Ereignisse zwischen 1200 bis 1250 entstanden sein

Archäoastronom datiert Maya-Kultur um 208 Jahre um

derStandard.at

Nach Vergleichen zwischen astronomischen Ereignissen und einem Maya-Kalender könnte die Chronologie der Hochkultur völlig anders aussehen

Der Archäoastronom Andreas Fuls vom Institut für Geodäsie und Geoinformationswissenschaft der TU Berlin datiert das Ende der Maya-Hochkultur um 208 Jahre nach hinten. Seit Jahren arbeitet Fuls mit Hilfe eines Computerprogramms daran, die in Quellen dokumentierten Einzelereignisse der Maya-Kultur mit astronomischen Kalenderdaten abzugleichen.

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Coca-Cola religiös

Hochland in Mexico (Bild: AP Archiv)

Hühneropfer und Coca-Cola in der Kirche

Im mexikanischen San Juan Chamula vermischen verschiedenste Traditionen auf eigensinnige Art

Von Sven TönigesDeutschlandfunk

Vor bald 500 Jahren eroberten die spanischen Konquistadoren das Hochland von Chiapas im Süden Mexikos. Im Dörfchen San Juan Chamula trotzten die indigenen Bewohner Krone und Kirche nach Kräften – und kochen bis heute selbstbewusst ihr eigenes Süppchen aus Tradition und Fremdem.

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Fußballl-WM 2010 und Tieropfer?

Quelle: www.adventuresuedafrika.ch

Quelle: www.adventuresuedafrika.ch

Traditionalisten wollen zur Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika sogenannte Opferkühe schlachten. Das Schlachten soll dazu dienen die Ahnen zur Weltmeisterschaft einzuladen.

Als Initiator fungiert der Makhonya Royal Trust, dem die Koordinierung aller kulturellen Aktivitäten zur WM überlassen wurden. Der zuständige Minister für Traditionsangelegenheiten der Südafrikanischen Regierung hat seine Unterstützung zugesichert. Mit diesem Schlachtritual werde man die afrikanische Identität betonen.

Vielleicht fliegt man ja dann die geschlachteten Kühe nach Nordafrika, in die Sahelzone, um den dort Hungernden etwas zum beißen zu bringen und die Lebenden am Spektakel teilhaben zu lassen. Bei Bau der Fußballstadien gab es immerhin schon die ersten Tieropfer. Bleiben dem Fußballfan, Kreuzchen tragende Stars schon nicht erspart, werden auch noch obskurantische, steinzeitliche Rituale vollzogen. Immerhin sollen die Opfertiere vor der Tötung ordentlich behandelt werden, das hat die südafrikanische Tierschutzorganisation SPCA zugesichert.

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Fundamentalistischer Pontifex

Von Kuro Sawai – Brights Marburg

Aus der Sicht des gebildeten Zeitgenossen und Alltagsbewohners ist Papst Benedikt eine uncharismatische Person und gewiss kein Gegenstand besonderen Interesses. Das Sachbuch von Alan Posener: “Benedikts Kreuzzug Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft” ändert das erste nicht, wohl aber das zweite. Der Autor führt in seinem Buch m.E. erfolgreich den Nachweis, dass Pontifex Ratzinger ein Verfechter der Gottesstaats-Idee und ebenso fundamentalistisch wie die Islamisten eingestellt ist. Das nennt man einen Augenöffner. Sollte man mal gelesen haben! Ein sehr scharfes, geradezu mustergültiges Interview des Journalisten Eren Güvercin mit Alan Posener in der aktuellen Telepolis hat mich aufmerksam gemacht. Eine schnelle Recherche zeigt, dass bereits im Oktober etliche Rezensionen erschienen. Von so genannten “Konservativen” gab es Verrisse. Das spricht nicht gegen das Buch. In meiner Achtung steigt Posener sogar noch, als ich seine Stellungnahme dazu in seiner wöchentlichen Blog-Kolumne “Hiram7 Review” lese. Er schildert uneitel und lesenswert, warum er seine Kritiker zugleich durchschaut und aushält.

“Wie gesagt, ich bin nicht böse über böse Kritiken; verstört bin ich darüber, dass beide Kritiker es nötig fanden, ad hominem zu argumentieren, also ein Mittel zu verwenden, das sie selbst zu verabscheuen vorgeben, und das nach konservativem Selbstverständnis auch nicht statthaft ist. Nein, Quatsch, ich bin nicht verstört; denn ich habe selten erlebt, dass sich Konservative an ihre eigenen Grundsätze gehalten hätten. Die größten Vertreter von Familienwerten sind notorische Ehebrecher…” (Zitat Posener 13.10.09)

Eine kurzgefasste Thesen-Schilderung für “Gar keine Zeit haben”-Überflieger hat der Journalist Wolfgang Schmitt auf seinem Blog “buchperlen” online gestellt.

Sabine Pamperrien stellt in ihrer Rezension für den “Freitag” heraus, dass das Anliegen Poseners ihm so ernst sei, dass er Verkürzungen, die bloß Effekte haschen, meide.

“Die sparsam eingesetzte Polemik erscheint als Ausdruck echter Verstörtheit. Das mit einem umfangreichen Fußnotenapparat versehene Buch erfüllt in der Darstellung der Fakten und ihrer kritischen Diskussion wissenschaftliche Ansprüche. Alle Thesen sind mit Originalzitaten belegt.”

Armin Pfahl-Traughbers Rezension für den Humanistischen Pressedienst (hpd) ist betont sachlich gehalten, krittelt an seiner Ansicht nach übertriebenen Formulierungen und kommt doch zu einer positiven Gesamtwertung.

Die Person Josef Ratzinger stehe erst im Schlusswort im Fokus des Interesses, notiert der Rezensent, “wobei das Fehlen von Kampfeslust und Mut und gleichzeitige Vorhandensein von Kleinlichkeit und Rachsucht als unangenehme Eigenschaften” geschildert werden. Posener gehe es aber nicht um eine Kritik an der Person Ratzinger, sondern an den Positionen.

„Die benedettinische Wende bedeutet: Abkehr von der Moderne, Rollback der Aufklärung, Einschränkung der Demokratie, Abschied vom wissenschaftlichen Denken, Schluss mit der Emanzipation der Frau und der sexuellen Selbstbestimmung aller Menschen. Sie bedeutet eine massive Umdeutung der Geschichte und eine Umwertung aller Werte. Sie hat letzten Endes mit dem fundamentalistischen Islam mehr gemeinsam als mit der säkularen Gesellschaft Europas.” (Zitat Posener)

Bei den Kunden-Bewertungen auf der Buch.de-Website findet man mal wieder einen dieser selbst ernannten Papst-ohne-Wenn-und-Aber-Verteidiger. Er schmäht das Buch Poseners, vergibt die niedrigstmögliche Punktzahl. Tja, “hier boxt mein Papst” – Boxhamster nennt man das wohl und ignoriert den Schmus.

Absolut lohnenswert ist die derzeit noch von buch.de herunterladbare Leseprobe (PDF), die aufschlussreich den Stil und zentrale Argumente des Buchs zugänglich macht.

Alan Posener ist ein britisch-deutscher Journalist (Kultur-Korrespondent der Tageszeitung Die Welt), bekannter Blogger und mehrfacher Buchautor. Er wurde 1949 in London geboren und wuchs in England, Malaysia und Deutschland auf.

Wir brauchen keine Gleichstellung in der Wissenschaft

Gleichstellung_Wissenschaft

Quelle: snf.ch

Prof. Axel Meyer, D.,Ph., Evolutionsbiologe und Zoologe Universität Konstanz

Am Montag beging man den 20. Jahrestag des Mauerfalls. Das
wunderbar friedfertige Ende des SED-Regimes sollte gebührend gefeiert werden. Endlich keine Stasi mehr, endlich Freiheit des Denkens und Pluralismus für alle Deutschen! Ich selbst habe zum Feiern keine Zeit, denn ich arbeite gegen eine Einsendefrist für einen Antrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zu den Bewertungskriterien gehört nicht nur die Exzellenz der wissenschaftlichen Ideen, sondern auch die Exzellenz der Ideen zur Nachwuchsförderung und Gleichstellung. Meine Einstellung ist klar: Die besten Nachwuchswissenschaftler sollten die besten Forschungsmöglichkeiten erhalten, egal, welche Farbe ihre Haut oder ihr Pass hat oder ob sie ein oder zwei X-Chromosomen haben.

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Katholischer Rechtsbruch

mixa

Die hasserfüllten Augen des Herrn Mixa, Quelle:HFR.

Bischof Mixa ruft Politiker auf, das Kruzifix-Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu ignorieren

Von Florian Rötzertp

Ohne das Kreuz, so der Bischof, bliebe vom Geist Europas nur ein „undefinierbares Vakuum“ übrig.

Walter Mixa, der Bischof von Augsburg, ist schon mal gut für ein provokatives Wort. So bezeichnete er eine gottlose Gesellschaft als „Hölle auf Erden“, weil er irgendwie Atheismus mit totalitären Ideologien und Regimen verbindet.

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Kein Glaube an die Evolution

Kreationist Roland Schwab: «Nichts wird hinterfragt.» (mars)

Mit «95 Theorien gegen die Evolution» wurde kürzlich ein Buch mit streitbarem Inhalt veröffentlicht. Der Hauptautor Roland Schwab aus Wetzikon ist von dessen Inhalt überzeugt.

Zürcher OberländerMartin Sturzenegger

«Die Fakten sprechen gegen die Evolution.» Der Wetziker Roland Schwab lehnt sich weit über den Holztisch, nimmt sein Buch in die Hand und sagt weiter: «Die Evolution ist ein wissenschaftliches Modell, das mit wissenschaftlichen Methoden widerlegt werden kann.» In seiner Stimme liegt eine tiefe Überzeugung, ein starker Glaube, den er als Mitautor des kürzlich erschienenen Buches «95 Thesen gegen die Evolutionstheorie» nun schriftlicht festhielt.

«Nichts wird hinterfragt»

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Religion und Weltanschauung in Gesellschaft und Recht

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Ein Lexikon für Praxis und Wissenschaft 400 Seiten in kleiner, aber übersichtlicher Schrift Gebunden, Euro 39.- ISBN 3-86569-026-2, erschienen Nov. 2009

Einführung

I. Aktualität von Religion und Weltanschauung in der Bundesrepublik

In der Bundesrepublik Deutschland spielt Religion bei der großen Mehrzahl der Bürger im Alltagsleben keine Rolle mehr. Gut die Hälfte der Bürger bezeichnet sich ausweislich mehrerer „repräsentativer“ Umfragen als nicht religiös. Andererseits hat Religion im öffentlichen Leben eine erhebliche Bedeutung. Man hat es zu tun mit Religion bzw. religiös-weltanschaulicher Ideologie in der Schule und anderen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen, in sozialen Einrichtungen, in der Arbeitswelt, bei der Kirchensteuer, in den Medien und vielen anderen Bereichen, vom Glockenlärm bis zur Friedhofshalle, vom Beamtenrecht bis zum Militär. In der Politik werden unterschiedlichste Fragender Bioethik, von der Präimplantationsdiagnostik bis zum Humanen Sterben, behandelt und erregen die Gemüter. Das „Christliche Abendland“, von dem niemand so recht weiß, wie man es konkret beschreiben könnte, wird immer wieder als zu verteidigende Bastion beschworen.

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Kapitalismus: eine Liebesgeschichte

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Quelle: mikeely.files.wordpress.com/

Das Evangelium nach Michael Moore

Freitag.de

Die rechten Kritiker des umstrittenen Filmemachers Michael Moore haben viele Namen für ihn: Sozialist, Heuchler, vaterlandsloser Geselle – selbst unfreundliche Bemerkungen über sein Gewicht lassen sie nicht aus. Mit seinem neuen antikapitalistischen Film, der diese Woche auch in den bundesdeutschen Kinos anläuft, spielt Moore einen unerwarteten Trumpf gegen seine lautstarken Gegner aus: den christlichen Glauben. Moore ist praktizierender Katholik und hat die Religion ins Zentrum seines neuen Films Kapitalismus – eine Liebesgeschichte gestellt. Neben den politischen Argumenten (soziale Ungleichheit, Korruption an der Wall Street, das Versagen George W. Bushs) argumentiert Moore auch mit der grundsätzlichen Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Christentum.

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Vom Wert des Glaubens

Wolfgang Schäuble, Quelle: wikipedia

Braucht unsere Gesellschaft Religion?

Dem ehemaligen deutschen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble wird kaum zu widersprechen sein, wenn er die Vorzüge der Demokratie im Bezug auf die gesellschaftlich gewährte Vielfalt und den Raum für Diskussion und Streit in ihr herausstreicht. Eine „Balance zwischen Prinzipien und Pragmatismus“ verlangt der Innenminister.

kismetonline.atFerdinand Lughofer

Auf Reinhold Schneiders Worte „nicht die Irrtümer haben wir zu fürchten, sondern die Lüge“ verweist er dabei und markiert hier einen wesentlichen Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie.

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Frontal 21 – Ermittlungen eingestellt

Frontal21_ZDF

"Frontal 21"-Reportage: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein Quelle: ZDF/pro

Die Staatsanwaltschaft Rheinland-Pfalz hat ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen Redakteure des ZDF eingestellt. Darstellungen in dem Beitrag „Sterben für Jesus“, der in der „Frontal 21″-Ausgabe Anfang August ausgestrahlt worden war, seien strafrechtlich nicht relevant.

Medienmagazin „pro“

Das ZDF-Magazin „Frontal 21″ hatte am 4. August eine Reportage ausgestrahlt, die seitdem immer wieder für Diskussionen sorgt: Reporter hatten zum Teil mit versteckter Kamera über evangelikale Mission berichtet. Insbesondere in der Anmoderation des Beitrages wurden christliche Missionare mit Islamisten verglichen. Beide Gruppen seien bereit, für Gott zu sterben.

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Klick-Vandalismus bei Amazon

Darwin_Jahr.de

Screenshot Brightsblog

Von Thomas Waschke

Worum geht es eigentlich?

Bei Amazon wird versucht, eine Community zu etablieren. Dort kann jedermann Rezensionen einstellen, die zudem noch von jedem, der sich bei Amazon angemeldet hat, kommentiert werden können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, durch einen Mausklick Rezensionen als hilfreich oder nicht einzustufen. Es ist auch möglich, Rezensionen als unzumutbar einzuschätzen, was dazu führen kann, dass die Betreiber der Seite diese Rezensionen entfernen. Die Anzeige der Rezensionen kann ein Benutzer so einstellen, dass die Rezensionen, die aufgrund der erfolgten Mausklicks als am hilfreichsten eingeschätzt wurden, ganz oben stehen. Aus diesem Grund ist es nicht uninteressant, dafür zu sorgen, dass die Rezensionen, die man als für seine Position als nützlich betrachtet, möglichst weit oben stehen. Zusätzlich kann man noch versuchen, Rezensionen, die man nicht gerne sehen würde, entfernen zu lassen. Man braucht nur wenig Fantasie, um sich vorstellen zu können, dass interessierte Kreise diese Möglichkeiten nutzen. Für eine Kaufentscheidung spielt sicher eine gewisse Rolle, wie ein Buch bei Amazon rezensiert wird.

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